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11.7.12 Informationsdienst Gentechnik

11. Juli 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Gentechnik - Landwirtschaft - Ernährung

[Newsletter] Giftiger Sommer?
Informationsdienst Gentechnik

Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter,

seit Jahren wird in der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland, ebenso wie in den riesigen Gentechnik-Monokulturen Nord- und Südamerikas, das Herbizid Glyphosat gespritzt. Agrochemiekonzerne verdienen daran Milliarden, die Quittung erhalten wir alljährlich auf den Tisch. Denn entgegen allen Beteuerungen baut sich das Gift anscheinend doch nicht so rasch ab - es gelangt stattdessen über die Nahrung in den Körper. Auch bei uns (siehe 1.).
Passend dazu darf nun auch die erste gentechnisch veränderte Soja mit kombinierten Eigenschaften nach Europa importiert und hier verarbeitet werden. Sie produziert ein Gift gegen Insekten und ist außerdem resistent gegen - Sie ahnen es! - Glyphosat (siehe 2.). Wenigstens erhalten wir wohl Gelegenheit, diese Neuigkeiten zu verdauen: Vor der politischen Sommerpause werden keine weiteren Zulassungen erwartet. Auch Vorstöße bei der Aufweichung der Nulltoleranz wurden auf den Herbst verschoben.
Dann steht auch die siebte Konferenz Gentechnikfreier Regionen in Brüssel an. Sie wird teils im EU-Parlament stattfinden und bietet die Möglichkeit zum Austausch mit Abgeordneten, Kommissionsvertretern, Wissenschaftlerinnen und Aktivisten (siehe Infobox).
 
Wir wünschen Ihnen einen ruhigen und möglichst ungiftigen Sommer
Ihr Team vom Infodienst Gentechnik

Unsere Themen und Nachrichten

Wissenschaftler der Universität Leipzig haben in Urinproben Rückstände des hochgiftigen Pflanzengifts Glyphosat entdeckt. Besonders brisant: untersucht wurden nicht Landwirte, die bei der Ausübung ihres Berufs eher mit dem Spritzmittel in Berührung kommen, sondern Personen, die ihre Tätigkeit meist in Büros verrichten. Das Gift muss demnach über Lebensmittel aufgenommen worden sein. Mehr...
Erwartungsgemäß hat die EU-Kommission der gentechnisch veränderten Sojasorte „Intacta“ des US-Unternehmens Monsanto die Zulassung zum Import und zur Verwendung in Lebens- und Futtermitteln erteilt. Diese ist die erste in Europa erlaubte Gentech-Soja mit kombinierten Eigenschaften: sie soll sowohl gegen das Spritzmittel Glyphosat resistent sein als auch ein eigenes Gift zur Abwehr von Insekten produzieren. Mehr...
In der EU wird derzeit die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre von 2014 bis 2020 diskutiert. Diese könnte indirekte Auswirkungen auf die Agrogentechnik haben. Denn momentan landet Gentech-Soja aus Übersee in großer Menge in den Futtertrögen der hiesigen Viehhaltung, während der Anbau heimischer Eiweißpflanzen immer weiter zurückgeht. Mehr...
Im brasilianischen Bundesstaat Bahia wurde eine „Moskito-Fabrik“ eingeweiht, in der vier Millionen gentechnisch veränderte Stechmücken pro Jahr ausgebrütet werden sollen. Ihnen wird ein Gen eingepflanzt, das ihre Nachkommen noch im Larvenstadium abtöten soll. Das brasilianische Gesundheitsministerium erhofft sich dadurch Fortschritte bei der Bekämpfung des Denguefiebers. Kritiker warnen jedoch vor "unvorhersehbaren Folgen für Umwelt und Gesundheit von Mensch und Tier." Mehr...
Eine Langzeit-Studie zum Anbau von Gentechnik-Baumwolle in Indien der Universität Göttingen erntet heftige Kritik seitens Kishor Tiwari, Präsident einer indischen Landwirtschaftsorganisation.Es ist seiner Meinung nach "unfair", aus der Studie den Schluss zu ziehen, Gentechnik-Baumwolle erhöhe die Erträge und den Lebensstandard der Kleinbauern. Mehrere indische Berichte deuten auf einen klaren Zusammenhang zwischen dem Selbstmord von Landwirten und dem Anbau von Gentechnik-Baumwolle in dem Land hin. Mehr...
Im Deutschen Bundestag wurde der Antrag „Imkerei vor der Agro-Gentechnik schützen“ erstmals im Plenum beraten. Mit gentechnisch verändertem Pollen verunreinigter Honig darf nach einem EuGH-Urteil vom September 2011 nicht mehr verkauft werden. Mehr...

GMO-FREE EUROPE 2012

Bereits zum siebten Mal findet die Konferenz Gentechnikfreier Regionen statt, dieses Jahr am 4. und 5. September in Brüssel. In Vorträgen und Workshops können auch Sie sich für das Engagement gegen Gentechnik rüsten und mit EU-Vertretern diskutieren!
Mehr Infos...

Risiken der Agrogentechnik

Ausgewiesene Experten der Gentechnik, Biotechnologie und Medizin nehmen die Mythen der Agrogentechnik-Industrie auseinander!
Mehr Infos

Aktion

Nach der Getreideernte wird auch dieses Jahr wieder das hochgiftige Spritzmittel Glyphosat (vertrieben u.a. als "Roundup") auf unseren Tellern landen. Schreiben Sie eine Protestmail an Ministerin Aigner oder einen Leserbrief an Ihre Lokalzeitung!
Informationsdienst Gentechnik
Marienstraße 19-20 | 10117 Berlin | 030.28482.304 | info@keine-gentechnik.de | www.keine-gentechnik.de

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