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14.8.10 Bad Nenndorf 13.30 Uhr am Bahnhof: eine Begegnung zwischen Polizei, Nazis und Antifas und die Folgen

16. August 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Polizistinnen tun „nur ihre Pflicht“ – kommt uns irgendwie bekannt vor

Am Absperrgitter der Polizei am Bahnhof ungefähr 13.30h erschienen etwa 5 Personen; insbesondere die Frau und ein kleinerer Mann sagten frech, sie wollten durch, sie wollten ’mal gucken, „wie das abläuft“, sie interessierten sich „dafür“ …eine Antifaschistin näherte sich, weil sie dachte, dass die Frau ja ziemlich unverfroren da ’ran gehe. Die Polizistinnen glaubten der Frau auch nicht, weil sie die Antifaschistin mit dem vorne auf ihrem T-Shirt sichtbaren Aufruf „STOP Nazi-AufmARSCH!“ und der Gruppe zusammengefasst hatten. Die Frau empört: „Damit haben wir nichts zu tun!“ – Ab da war es klar, wen die AntifaschitInnen vor sich hatten. Ein junger Antifa trat aus einer Gruppe Jugendlicher hervor nah an die Frau ran und sagte zu ihr: „Ach, das interessiert Dich hier? Dann verpiss Dich mal!“ Dabei machte er mit seiner Jacke eine Drehbewegung, die ihre Haare streifte. Sofort wurde er von zwei oder drei Polizisten hinter das Gitter gezerrt, verhört, während die noch verbliebenen drei Nazis beweisen durften, dass sie echte Nazis waren. Danach durften sie hinter die Gitter zu den anderen Nazis.

Über den Personalausweis der Frau wurden die Daten aufgeschrieben – z.T. laut vorgelesen und nachgefragt. Durch die Fetzen, die davon mühsam verstanden werden konnten, wurde später im Zug heraus gefunden, dass die Frau Elke Raabe, Helmstedt, war; der kleine Mann war Friedrich Preuß, Helmstedt, ein Dritter – offenbar Lebensgefährte von Frau Raabe, dessen Name noch nicht bekannt ist (dessen Foto aber vorliegt) – nach einem „Adolf“ (!) sollte immer telefoniert werden – („…ja wo ist denn der Adolf?“) – Adolf Preuß, Helmstedt war sicher gemeint.

Die PolizistInnen fragten Elke Raabe mehrfach: „Wollen Sie eine Anzeige wegen Körperverletzung machen?“ – Sie immer wieder „ja“. Als die AntifaschistInnen sich als ZeugInnen anboten, nahm die Polizistin nur widerwillig auch ihre Personalien auf – beim dritten Zeugen sagte die Polizistin: „Jetzt reicht’s aber!“

Ein Gespräch mit dem jungen Antifa über das Gitter wurde den AntifaschistInnen unmöglich gemacht, weil sich ein breiter Polizeirücken demonstrativ dazwischen schob. (Der Kontakt zwischen dem mutigen Antifa und den ZeugInnen des Vorfalls konnte aber über eine Antifaschistin aus dessen Gruppe hergestellt werden.)

 

BNM.JPG

FOTO: VVN-BdA


Die 3 im Bericht genannten Personen sind gewählte KommunalpolitikerInnen der NPD:

Elke Raabe, NPD-Ratsfrau in Helmstedt

Friedrich Preuß, für die NPD im Stadtrat Helmstedt und im Ortsrat Helmstedt-Emmerstedt

Adolf Preuß, NPD-Mann im Gemeinderat Süpplingen, im Samtgemeinderat Nord-Elm und im Kreistag Helmstedt sowie bis zum Rauswurf jahrzehntelang auch im Kirchenvorstand

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