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Antifaschistisches Bündnis an vielen Stellen erfolgreich

3. Dezember 2007 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

Landkreis Soltau-Fallingbostel immer noch Nazi-Hochburg

Antifaschistisches Bündnis an vielen Stellen erfolgreich

Soltau.  Das Bündnis aus Antifaschistischer Initiative, DGB-Kulturarbeitskreis und Gewerkschaften, Jusos, SPD, Bd.90/ Die Grünen, Die Linke reflektierte die gemeinsame Arbeit der letzten Monate und diskutierte künftige Vorhaben. Die vom DGB-Kulturarbeitskreis zusammengestellte Liste der Nazi-Aktivitäten der letzten 20 Monate im Kreis SFA füllt viele Seiten. Das reicht von Propagandaaktionen, Stör- und Anbiederungsversuchen, Verfolgung von Nazigegnern bis zu gefährlichen Körperverletzungen. Das Bündnis hielt mit sehr gut besuchten Info-Veranstaltungen und Aktionen dagegen. «Nazis konnte die Teilnahme erfolgreich verwehrt werden», freut sich Nicole Meyer von der Antifa-Jugend.

Dass zur Aufklärung über den heidnisch-gemanischen «Bund für Gotterkenntnis (Ludendorffer) eV» erstmals eine überregionale Öffentlichkeit erreicht werden konnte und über hundert Menschen, darunter viele Gewerkschafts- und Parteisprecher sowie Kommunalpolitiker, an der Mahnwache vorm Tagungslokal der Ludendorffer teilnahmen, wertete das Bündnis gegen Rechts als starkes Signal.

In der Antwort auf eine Parlamentsanfrage erklärte 1996 die Bundesregierung: In der Ludendorffer-Schrift «Mensch und Maß» «und bei Veranstaltungen des Bund für Gotterkenntnis wird die antipluralistische und rassistische, insbesondere antisemitische Weltanschauung der Mathilde Ludendorff vertreten».

Pastor Jürgen Schnare, Weltanschauungsbeauftragter der Evangelischen Landeskirche Hannover, nannte die Ludendorffer 2007 eine «Bedrohung für die Demokratie». Erneut hat ein Verein seinen Treffpunkt gewechselt, weil es zugleich Stammlokal der Ludendorffer ist.

Die Arbeit des Antifaschistischen Bündnisses hat zur Folge, dass die Kameradschaft «Snevern Jungs» als harte Nazitruppe entlarvt ist und sich nicht weiter hinter Blutspenden und Preisskat verstecken kann. Im Raum SFA und Umgebung rekrutieren Nazis junge Menschen durch Erlebnisangebote und machen durch Gewalttaten von sich reden. In Schneverdingen gab es am 9.6.07 bereits den ersten NPD-Stand zur Landtagswahl, während in Bomlitz besonders viel Infoblätter und Aufkleber verbreitet wurden. Der Gemeinde-Bauhof und junge AntifaschistInnen beseitigten die unmenschliche Propaganda.

Das Bündnis verabredete zahlreiche Aktivitäten. So will man sich gegen Abschiebungen von Kindern und Familien einsetzen, die Juso-Aktion «Gesicht zeigen» unterstützen, gegen Rechtsextremismus an Schulen und den NPD-Landtagswahlkampf vorgehen und anderes mehr. Mit den Worten: «Es gibt viel zu tun, packen wir»s an», beschloss DGB-Sprecher Charly Braun das Bündnistreffen.

Pressebericht des Bündnisses 12.7.2007 

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