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Nazikonzert in Bad Harzburg - 09.02.08

11. Februar 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Nazikonzert in Bad Harzburg - 09.02.08

Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen 10.02.2008 18:26 Themen: Antifa
 
Am Abend des 9. Februar 2008 kamen im niedersächsischen Bad Harzburg knapp 300 Nazi-Skinheads und andere Neonazis zu einem RechtsRock-Konzert zusammen. Neben den drei belgischen Bands "Short Cropped", "Les Vilains" und "Kill Baby Kill", spielten die beiden deutschen Nazibands "Sense of Pride" und "Nordfront".
Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort, beließ es aber nur bei Kontrollen und beendete das Nazikonzert nicht.
Dieses Konzert wurde schon einige Wochen vorher groß in der Szene angekündigt. Anfangs wurden noch "Endstufe" aus Bremen als Headliner und "Alte Schule" angekündigt.

Am Nachmittag wurden die Konzertbesucher in den "Großraum Hannover" gelotst, um dann über einen kleinen Parkplatz an der A7, zum Autohof an der Autobahnabfahrt Rhüden (Harz) weitergeleitet zu werden. Von dort ging es dann weiter nach Bad Harzburg. Dort wurden die Konzertbesucher von der Polizei in Empfang genommen und kontrolliert. Der Veranstaltungsort, ein leer stehendes Gewerbegebäude in der Bäckerstraße, war großflächig von der Polizei abgesperrt worden.

Nach Polizeiangaben wurde der Raum privat vermietet und es würde sich um eine private Geburtstagsfeier handeln. Obwohl sämtliche der auftretenden Bands in extrem rechten Kreisen aktiv sind und Verbindungen zu "Blood and Honour" bestehen, beließ es die Polizei bei Personen- und Fahrzeugkontrollen. Die Band "Sense of Pride" spielte am 1. Mai 2007 auf einem Naziaufmarsch in Dortmund und bekannte sich in einem Interview mit dem "Freien Widerstand Bergisches Land" zu "Blood and Honour". Die Naziband "Nordfront" aus Hannover bestritt schon Auftritte bei "Blood-and-Honour"-Konzerten in Holland.

"Short Cropped" soll am 23. Februar 2008 in der Thüringer Skinhead-Gaststätte "Menfis" in Neustadt/Orla auftreten.
 
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Iranian (Anwohner) 02/26/2008 21:38

nein da lief wohl alles im ,,Rechten" lolnaja ich fuhr da auch mit Freunden durch und wurd bei beiden Straßenseiten kontrolliert. Echt krass, dass die sowas hier in Bad Harzburg erlauben, aber Hip-Hop verbieten die in GS.Kann ja nur irgendwas nicht in Ordnung sein. Würden wir Hip-Hopper alles für ne private Geburtstagsfeier ausgeben und was weiß ich wie viele Bands spielen lassen, würde die Polizei sicherlich alles sofort beenden.Naja, warum wunderts mich überhaupt noch...GrußIranian

CK 02/11/2008 00:28

na tollanwohnerin 10.02.2008 - 18:40  na super, leider war das gelände nicht abgeriegelt durch die polizei, so das ich schön in ne gruppe von etwa 20.30 Neonazis reingelaufen bin... zum glück ist mir nichts passiert und die nasen haben das auch nicht wirklich mitbekommen... boar scheiße ey... wundern tut es mich ja irgentwie nicht mehr das so etwas bei uns passiert... Bad Harzburg ist halt ,,ruhig" in hinsicht auf antifaschistischen wiederstand... ich bin gespannt was die nächste aktion ist von ihnen ist... Skinhouse MenfisInfo 10.02.2008 - 19:58  Infos zum "Skinhouse Menfis":  http://www.turnitdown.de/704.html Goslarsche-Zeitungbla 10.02.2008 - 20:48  aus der online-Ausgabe der Goslarschen-Zeitung: Hundertschaft der Polizei begleitet Treffen der rechten Szene BAD HARZBURG. Rund 300 Mitglieder der rechten Szene kamen am Samstag zu einem Skinhead-Konzert nach Bündheim. Eine Hundertschaft der Polizei beobachtete das Treffen, konnte aber nicht weiter eingreifen. Am Samstagabend verdichteten sich Anzeichen, wonach ein angekündigtes Konzert der rechten Szene auf einem privaten Firmengelände in der Bäckerstraße in Bündheim stattfinden könnte. Starke Einsatzkräfte der Polizei aus Braunschweig richteten rund um das Gelände Kontrollstellen ein, an denen alle Personen, die das ehemalige „Neon Pahl“-Gelände ansteuerten, überprüft wurden. Parallel dazu wurde mit dem Landkreis und der Stadt Bad Harzburg – Bürgermeister Abrahms und Ordnungsamtsleiter Beckröge waren vor Ort – geprüft, ob eine Möglichkeit bestünde, die Veranstaltung zu untersagen. Dazu allerdings, so ein Polizeisprecher, habe es bei dem als „private Veranstaltung auf privatem Gelände“ deklarierten Treffen keine Handhabe gegeben. Insgesamt fünf Bands und ein in der Szene bekannter Liedermacher sollen nach den Erkenntnissen der Polizei in der Nacht auf dem Gelände in der Bäckerstraße gespielt haben. Darunter neben „Kill Baby Kill“, „Sense of Pride“ und „Alte Schule“ auch die Gruppe „Nordfront“, von der verschiedene Titel indiziert sind. Während der Veranstaltung und in deren Umfeld seien jedoch weder verbotene Titel gespielt worden, noch sei es zu anderen strafbaren Handlungen gekommen, erklärte die Polizei.bc War daaber kein anwohner 10.02.2008 - 23:06  Also Nordfront hat einen indizierten Song, der Rest ist legal. Ein Liedermacher war nicht vor Ort und Alte Schule haben abgesagt. Gegenaktionen?muhaha 10.02.2008 - 23:20  Gab es Gegenaktionen zu diesem Treffen?Auch wenn Bad Harzburg im Punkto Antifa eingschlafen ist, würd mich doch interessieren ob die Aktion nicht doch gestört wurde.