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Ertanzen von selbstorganisierten Freiräumen

2. März 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kultur

Ertanzen von selbstorganisierten Freiräumen

the revolution will not be televised 02.03.2008 15:04 Themen: Freiräume Kultur
 
Selbstorganisierte und illegale Partys durchzogen Berlin in den Nächten am Wochenende vom 29.2 - 2.3. powered by wba.blogsport.de , denn wir WIR BLEIBEN ALLE!
In den Nächten Berlins in Kreuzberg und Mitte am Wochenende vom 29.2 - 2.3 ereigneten sich aufrührerische Zusammenkünfte an dunklen Orten dieser Stadt. Es wurde getanzt, gefeiert und mit Vorliebe den Klängen gelauscht. Räume wurden angeeignet und erschienen so temporär frei. Frei nicht von allen Herrschaftsmechanismen, aber frei für neue Perspektiven. Perspektiven in denen wir selbst Aktive werden, uns zeitweise gegen den Strom der bürgerlichen Gesellschaft, gegen von außen aufgesetzte Raster und Vorgaben bewegen.

In Zeiten Kapitalistischer Bewegungsprozesse, in ihrer derzeitigen Transformation in Berlin und anderswo als Gentrifizierung² auftretend und die immer mehr mit Lethargie und Individualisierung³ befallenen Menschen die sich durch die machtdurchwobenen Strukturen bewegen, gibt es die Idee, das Verlangen, die Liebe zu selbstorganisierten Freiräumen - in denen es möglich wird Hierarchien* zu dekonstruieren/aufzulösen - Perspektiven, sogenannte Risse im bestehenden zu ermöglichen.
Räume wurden angeeignet und es liegt an jede_m Einzelnen und ihren kollektiven Bewegungen mehr solcher Risse in dieser Art möglich werden zu lassen.

Getanzt und gefeiert wurde in brennender Solidarität zu allen bedrohten selbstorganisierten Projekten die emanzipatorische Experimente menschlicher Zusammenkunft ermöglichen: KÖPI, Rigaer94, Bethanien, Subversiv, Schwarzer Kanal, Liebig 34 und 14, den Bahnhöfen in Paris mit seinen selbstorganisiert entfernten Kameras, den Servern und Verschlüsselungen dieser Welt die uns ein "sicheres" Bewegen im internet ermöglichen, jeder Werbung der der Konsumdruck entrissen/zerschlagen wurde, jeder Party in denen Sexismus in den Diskurs gestellt wird anstatt blind zu reproduzieren, NoGo Areas für Nazis und Rassisten und denen in denen eurer Kreativität für emanzipatorisches Handeln keine Grenzen gesetzt sind...

Und in tiefster Trauer am Jahrestag der Räumung (1.März): dem Ungdomshuset.

Gelebt, Geliebt und Gekämpft für Freiräume kann auch kollektiv selbstorganisiert geschehen:
In der neuen Kampagne WIR BLEIBEN ALLE! - Selbstorganisierte Räume verteidigen & erkämpfen! Hierarchien dekonstruieren!

check out: wba.blogsport.de

²Gentrifikation ist die Aufwertung von Stadtteilen in derem Zuge die dort ansässige ärmere Bevölkerung verdrängt und durch reichere Bevölkerungsteile ersetzt wird
³Individualisierung ist hier gemeint als Kritik am Entfremdungsprozess der einzelnen Menschen untereinander. Gemeint ist nicht die Verneinung der gewünschten absoluten Autonomie jedes einzelnen Menschen in kollektiven Zusammenhängen.
*Herrschafts- und Dominanzverhältnisse
 
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