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19.4.13 Offener Brief zu Leiharbeit-Tarifverhandlungen

19. April 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

19. April 2013 12:24

Innerhalb nur einer Woche nach Veröffentlichung haben schon weitere 78 KollegInnen (damit insgesamt 266 KollegInnen) unseren "Offenen Brief" unterschrieben.

Mitteilung an ErstunterzeichnerInnen und alle weiteren UnterstützerInnen
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
 
Wir haben unseren "Offenen Brief" nach Versand mit folgendem Text an weitere Organisationen, Internetseiten und unterschiedliche Verteiler geschickt:
 
"In aller Stille- Tarifverhandlungen zur Leiharbeit
 
In der Leih- und Zeitarbeit gilt nach Gesetz "equal pay und equal treatment". Zumindest, solange kein Tarifvertrag existiert, der anderes für die Branche regelt. Einen solchen Tarifvertrag gibt es
aber. Und dieser wird derzeit neu verhandelt. Dagegen regt sich Protest. In einem offenen Brief an die Bundesvorstände von ver.di, IG Metall, IG BCE und den DGB sowie die jeweiligen
Tarifabteilungen und die  zuständige Tarifkommission heißt es:
 
"Liebe Kolleginnen und Kollegen, überrascht und verärgert haben wir, Mitglieder verschiedener DGB Gewerkschaften aus dem Bundesgebiet, von den Neuverhandlungen des Tarifvertrags
zwischen  der DGB Tarifgemeinschaft und den Leiharbeitsverbänden BAP und IGZ erfahren. Wir wenden uns deshalb mit diesem offenen Brief an euch. Überrascht sind wir nicht zuletzt, weil es in den letzten Monaten keinerlei
demokratische Diskussion und Meinungsbildung innerhalb unserer  Gewerkschaften gab …"
 
Weiter heißt es: "… Verärgert sind wir, weil wir den DGB Tarifvertrag mit den Leiharbeitsverbänden für falsch und zunehmend schädlich halten - bezüglich der Arbeits- und Lebensbedingungen der unmittelbar betroffenen  KollegInnen
und strategisch für die Gewerkschaften. Wir sind gemeinsam mit zahlreichen ArbeitsrechtlerInnen der Überzeugung, dass die Vorteile einer ersatzlosen Kündigung angesichts des Equal-Pay-Grundsatzes im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
gegenüber möglichen und angeblichen Risiken deutlich überwiegen. (…)Wir sind deshalb nicht mehr bereit, einen erneuten DGB Tarifvertrag in der Zeitarbeit mitzutragen.
 
Wir fordern von euch:
 
Die ersatzlose Kündigung des DGB Tarifvertrags mit den Leiharbeitsverbänden, eine innergewerkschaftliche Information und Diskussion zu diesem Thema, eine gemeinsame Gewerkschaftsoffensive (im Wahljahr!)
für eine flächendeckende, gesetzlich geregelte Gleichbezahlung und -behandlung von LeiharbeitnehmerInnen…“
 
Als ErstunterzeichnerInnen meldeten sich innerhalb kürzester Zeit über 180 Kolleginnen und Kollegen. Auch jetzt, nach Absenden des Briefes werden noch Unterschriften gesammelt. Der Offene Brief darf auch gerne weiter verbreitet werden.
 
Unterstützungserklärungen bitte mit Name, Wohn- bzw. Arbeitsort, Gewerkschaft und ggf. Funktion mailen an mag.wompel@labournet.de

 
Innerhalb nur einer Woche nach Veröffentlichung haben schon weitere 78 KollegInnen (damit insgesamt 266 KollegInnen) unseren "Offenen Brief" unterschrieben.
 
Wir haben erste Pressereaktionen (siehe Anhang) aber noch keine Reaktion (jedenfalls uns gegenüber) der Adressaten. Wir scheinen aber mit unserer Kritik die Meinung vieler KollegInnen wieder zu geben. Wir sollten uns daher bemühen, weitere UnterzeichnerInnen zu gewinnen. Wenn es jede/m von uns gelingen würde, noch einige KollegInnen zu überzeugen, können wir den Druck ggf. noch etwas erhöhen. Auch der 1. Mai bietet sicherlich noch viele Möglichkeiten, mit KollegInnen ins Gespräch zu kommen und auf unser Anliegen aufmerksam zu machen.
 
Ansonsten wäre es ganz gut, diese Frage auch in euren Gremien zu diskutieren und Anträge an die jeweilige Bundesebene eurer Einzelgewerkschaft zu richten.
 Soweit unsere Hinweise.
Mit freundlichen Grüßen

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