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Freitag, 9. mai 2008

9. Mai 2008
Schwerer Konflikt mit der Landesregierung um die Überstunden eint die Verbände / Mehr als 11.000 Kolleginnen und Kollegen demonstrieren in Hannover

Eine der größten Lehrerdemonstrationen der Landesgeschichte



Historisches Novum in Hannover: Im Konflikt mit der Landesregierung kam es zur ersten gemeinsamen Kundgebung von GEW und den anderen Lehrerverbänden und dabei gab es eine Rekordteilnehmerzahl zu verzeichnen. Mehr als 11.000 Kolleginnen und Kollegen aus allen Landesteilen verwandelten den Versammlungsort am Landtag in ein Meer aus Plakaten, Fahnen und Transparenten. Heinrich Thies schrieb für die HAZ: „Es war eine der größten Lehrerdemonstrationen der Landesgeschichte“ und stellte fest: „Die Pädagogen haben kein Vertrauen mehr in die Regierung.“ Begonnen hatte die Veranstaltung um 13 Uhr vor dem Kultusministerium. Bei herrlichem Sommerwetter kamen schon am Schiffgraben 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Hauptredner vor dem MK waren Gitta Franke - Zöllmer für den VBE und Eberhard Brandt für die GEW.

Vom MK aus setzte sich der kilometerlange Demonstrationszug über die Route Georgsplatz / Osterstraße durch die Innenstadt in Marsch. Als die Spitze des Zuges am Kundgebungsort in der Karmarschstraße in unmittelbarer Nähe des Landtages eintraf, hatten sich die letzten Teilnehmer am MK noch gar nicht in Bewegung gesetzt. Inzwischen trafen auf dem Schützenplatz immer mehr Busse ein – am Ende waren es gut 100 - und setzten die Kolleginnen und Kollegen aus weiter entfernten Regionen des Landes ab. Erwartet hatten die Veranstalter 6.000 Teilnehmer. Dass diese Zahl nahezu verdoppelt wurde, zeigt wie groß die Wut der Kolleginnen und Kollegen über den Wortbruch der Landesregierung ist.

Unter der souveränen Moderation von GEW-Sekretär Rüdiger Heitefaut wurde ein buntes Programm abgespult. Live-Musik der Gruppe Leaf gehörte ebenso dazu wie der zweimalige Auftritt der Hamelner Gesangsgruppe mit einem Spottlied auf Kultusministerin Heister-Neumann. Manfred Kuhnt interviewte Politiker der Landtagsfraktionen. Während die Oppositionspolitiker von SPD, Grünen und der LINKEN viel Beifall erhielten, geriet der Auftritt des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Karl-Heinz Klare, zu einem Fiasko. Bei seinem Versuch die skandalöse Politik um die Rückgabe der Überstunden zu beschönigen, wurde Klare von Buhrufen und Pfiffen überschüttet. Besonders laut wurde das Pfeifkonzert, als Klare so geschickt war, seine „Freude“ über diese „so mächtige Demonstration“ zum Ausdruck zu bringen.

Hauptredner vor dem Landtag waren Eberhard Brandt, Guillermo Spreckels für den Philologenverband und Manfred Busch für den Realschullehrerverband. 


Quelle: GEW

von Parents veröffentlicht in: Bildung Community: Mehr menschlichkeit
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