Als die alternativen Jugendlichen das Rockhouse betraten, wurden ca. 25 Neonazis auf sie und eines ihrer T-Shirts mit der Aufschrift “No Nazis“ aufmerksam. Daraufhin zogen sich die Nazis
Schlagschutzhandschuhe an und begannen die Gruppe zu fotografieren und zu bedrängen. Unter den Neonazis befanden sich die polizeilich bekannten Gewalttäter Patrick Heise und Kai Bergemann. Die
Nazis trugen T-Shirts mit eindeutigen Aufschriften wie “Nationaler Sozialismus - Bundesweite Aktion“ oder “Rache für Rudolf Hess“. Offensichtlich pflegten sie gute Kontakte zum
Sicherheitspersonal des Rockhouses, da 2 der Alternativen auf Bitten der Nazis ohne Begründung von einem Türsteher des Hauses verwiesen wurden.
Nachdem der Türsteher die beiden Personen nach draußen führte folgte ihnen der Rest der alternativen Jugendlichen unter Tritten und Schlägen der Nazis.
Statt einzuschreiten, sagte der Türsteher, dass die Beteiligten den Konflikt vor der Tür austragen sollen. Dort eskalierte die Situation. Die Nazis sammelten sich und griffen bewaffnet mit
Pfefferspray und Flaschen die Alternativen an. Bei dem Versuch zu fliehen brachten die Nazis eine Person der Alternativen zu Fall, die daraufhin mit Tritten ins Gesicht verletzt wurde und
ärztlich behandelt werden musste. Die restlichen Personen konnten nach einer Hetzjagd durch die Innenstadt entkommen.
Der Pressesprecher Felix Müller des Bündnis gegen Rechts äußerte sich dazu wie folgt: „Wir finden es erschreckend, dass die Neonazis in der Innenstadt mit Toleranz des Rockhouses eine national
befreite Zone zu schaffen versuchen. Das Rockhouse wurde u.a. von DGB und SPD schon mehrfach auf die Problematik mit Neonazis hingewiesen. Das Rockhouse hat die Hinweise ignoriert und so den
Neonazis einen ungestörten Handlungsspielraum geschaffen. Wir fordern, dass sich das Rockhouse angesichts der neuen Qualität der Übergriffe eindeutig positioniert.“



