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Dienstag, 15. juli 2008

 

1  

 

Ich stell mir vor, worauf man dann,

gäb es kein Geld, verzichten kann.

 

Da hätten erstmal, klar, die Banken,

die Aktienhorter abzudanken.

 

Wir brauchten keine Steuern klären,

nicht Börsenfuzzis zu ernähren.

 

2

 

Kein Grenzer würde übrig bleiben,

wär es egal, was wir wo treiben.

 

Kein Polizist würd nötig sein

zu schützen, was nicht dein und mein.

 

Doch,

… kleine Reste würden alt

beim Schutz vor häuslicher Gewalt.

 

3

 

Ade, du Phrasenparlament,

wo man zu Spesen sich bekennt.

 

Kein Betteln um die „Hartz“almosen

und keine Spur von „Arbeitslosen“.

 

 Kein Wochenwerk von vielen Stunden

in fremden Taschen wär verschwunden.

 

4

 

Ob Chrysler, Kia, BMW

sie alle  tun der Erde weh.

 

Die Frage wär in diesem Falle,

ist Autofahren gut für alle.

 

Wär das Profitinteresse weg,

verschwände eine Menge Dreck.

 

5

 

Was tausend Kriege schon vernichtet,

wird zwar nie wieder neu errichtet…

 

doch sie wärn weg, die vielen Waffen,

die Tote und Verletzte schaffen.

 

Wenn niemand, der sie fabriziert,

auf unserm Erdball existiert,

die Menschheit sicher nichts verliert.

 

6

 

Tat früher sehr viel Arbeit not,

um abzusichern täglich Brot,

je mehr vor Technik wir schon strotzen,

muss es nicht sein, das viele Klotzen.

 

Gar wenig Zeit würd heut schon reichen,

um weltweit Mangel auszugleichen!

 

Wenn wir der Erde Reichtum teilen,

wär viel mehr Muße zu verweilen,

anstatt uns selbst kaputtzumachen,

worüber fremde Konten lachen.

 

7

 

Glaubt ihr, es gäb dann nichts zu tun,

ein jeder würde geldfrei ruhn?

 

Man ränge auf dem Erdenrund,

dass, wer da lebt, auch wär gesund.

 

Ja, dafür lohnte sich die Mühe,

ständ jeder gern auf in der Frühe.

 

8

 

Wär keiner arm und keiner reich

wär überall ein jeder gleich,…

 

man malte, schriebe, musizierte,

man spielte, lernte, phantasierte

gemeinsam mal und mal alleine,

man hülfe Nachbarn auf die Beine...

 

Wie jeder lebt voll Poesie,

da fehlt uns heut´ die Phantasie.

9

 

Ich stell mir vor, was alles dann,

gäb es kein Geld, sich ändern kann.

Wird Geld Profit, prägt es das Denken,

den Rest kann man sich leider schenken.

 

Voll Trauer denke ich daran,

dass ich es nicht erleben kann,

was nachher kommt, wie es dann ist,

bald endet meine Erdenfrist.

 

Doch lohnt sich heut das Maul aufreißen,

für Kinder, Enkel sich zu beißen.

Damit die endlich menschlich leben,

will ich zumindest Worte geben.


 

Autor: Slov


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von Parents - veröffentlicht in: Kultur - Community: Mehr menschlichkeit
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