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Die juristische Auseinandersetzungen um das geplante niedersächsische Neonazizentrum »Heisenhof« in der Gemeinde Dörverden ist damit zumindest vorerst beendet. Mit dem nun bekannt gewordenen Urteil bestätigt das Landgericht Gera den Hamburger Neonazi Jürgen Rieger als Besitzer des mehreren Hektar großen Geländes. Dem jetzigen Urteil waren zähe juristische Verhandlungen vorangegangen.
Im Namen der in England registrierten Firma »Wlhelm Tiedjen Stiftung Ltd.« erwarb Jürgen Rieger im Jahr 2004 das Gelände des »Heisenhofes« von der Gemeinde Dörverden. Der bekennende Rassist Rieger plante auf dem Gelände eine Forschungseinrichtung für künstliche Befruchtung zu errichten und »Rasseforschung« zu betreiben. Mitglieder der von Rieger geleiteten rassistischen »Artgemeinschaft« sollten auf dem Gelände Quartier beziehen. In den ersten Monaten nach Bekanntwerden des Kaufes diente das Anwesen allerdings in erster Linie Mitgliedern der neonazistischen »NPD/JN Verden-Rotenburg Wümme« als Zufluchtsort und politischer Rückzugsraum.
Durch die Gerichtsverfahren sollte Jürgen Rieger das Nutzungsrecht über den Besitz der »Wilhelm Tidjen Stiftung Ltd.« und somit die erworbenen Gebäude entzogen werden. Noch im Mai 2008 wurde Rieger die Nutzung der Gebäude durch das Landgericht Gera untersagt. Mit der Einstellung des Verfahrens erhält Jürgen Rieger als Verantwortlicher der »Wilhelm Tiedjen Stiftung Ltd.« wieder vollen Zugriff auf die zuvor fast enteigneten Gebäude.
Die Entwicklung der Geschehnisse waren zuletzt absehbar. Bereits am 22. Juni führte das Dörverdener »Bündnis für Demokratie und Toleranz« einen Protestmarsch in der Gemeinde durch. Nachdem Rieger Mitte Mai 2008 einen ersten Teilerfolg in den juristischen Auseinandersetzungen erzielen konnte, traten lokale Aktivist_innen der Neonaziszene in Erscheinung und befestigten politische Transparente auf dem Gelände des »Heisenhofes«.
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