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DIE LINKE: Landesregierung muss Ansiedlung eines riesigen Einkaufszentrums in der Lüneburger Heide stoppen

2. Oktober 2008 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Wirtschaft

2. Oktober 2008 Manfred Sohn, Fraktionsvorsitzender Die LINKE im Nieders. Landtag

DIE LINKE: Landesregierung muss Ansiedlung eines riesigen Einkaufszentrums in der Lüneburger Heide stoppen

Hannover. Die Fraktion DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag fordert die Landesregierung auf, sich gegen die Ansiedlung eines riesigen Einkaufszentrums in der Lüneburger Heide auszusprechen. „Das Zentrum könnte negative Folgen für den Tourismusstandort Lüneburger Heide haben“, befürchtet Dr. Manfred Sohn, Vorsitzender der Linksfraktion. Es sei ein schwerer Fehler der Landesregierung gewesen, dass sie im Januar dieses Jahres extra das Landesraumordnungsprogramm geändert hatte, um den Bau des Einkaufszentrums zu ermöglichen.

In Deutschland gebe es derzeit weniger als zehn solcher großflächigen Verkaufszentren. Ihre Errichtung sei bisher ausschließlich „innerhalb städtebaulich integrierter Lagen von Oberzentren“ erlaubt, erklärt Sohn. In der überregional bedeutsamen Tourismusregion Heide gefährde ein solches Großprojekt den Einzelhandel. „Der Handel befürchtet deutliche Umsatzrückgänge in den Innenstädten der Umgebung sowie den Abbau von Arbeitsplätzen im gebeutelten Textil- und Schuheinzelhandel“, sagt Sohn. Außerdem reiche die Infrastruktur der Region nicht aus; die Linksfraktion erwartet, dass das Verkehrsaufkommen immens steigen würde. Auch aus naturschutzrechtlichen Gründen sei der Bau des Einkaufszentrums nicht hinnehmbar. Riesige Flächen müssten dem Einkaufszentrum weichen.

Ziel müsse es sein, die touristische Attraktivität der Region zu erhöhen. „Die Millionen von Besuchern aus dem In- und Ausland kommen in die Tourismusregion wegen der Heide und nicht wegen des Einkaufs von Textilien oder Schuhen“, betonte Sohn. Der Fraktionsvorsitzende forderte die Landesregierung daher auf, diese Bedenken  bei den bereits laufenden Raumordnungsverfahren der Städte Soltau und Bad Fallingbostel sowie der Gemeinde Bispingen einzubringen - mit dem Ziel, das Großprojekt zu stoppen.

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