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Eine Exkursion nach Auschwitz im Oktober 1997:

25. Mai 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis

Das Blut der Opfer

Bericht von Heide Kramer, Hannover

In der zweiten Oktoberhälfte des Jahres 1997 schloss ich mich einer Exkursion nach Auschwitz an.

 

Als Nachbereitung entstand im März 1998 meine symbolisierte Großcollage "Tore zur Hölle - Auschwitz im Oktober 1997". --- Das sichtbare Rot symbolisiert Zynismus, Vernichtung, Gewalt und die äußerste Brutalität der Nazis.

 

 

 

 

 


"Tore zur Hölle – Auschwitz im Oktober 1997"
Collage auf Pappe, März 1998, Mischtechniken: Von ©Heide Kramer, Hannover, März 1998

Wir nahmen diese Exkursion als einen ganz persönlichen Auftrag, und alle waren sich darüber im Klaren, was den Einzelnen am Ziel des Schreckens an entsprechenden Eindrücken erwarten würde. Wie würde es zu verkraften sein?

Bist du dann jedoch unmittelbar "vor Ort" und betrittst das 'Territorium Auschwitz' auch noch erstmals, wird sofort im Tiefsten deines Innern ein lähmendes Gefühl spürbar. Das Entsetzen nimmt von dir Besitz und verwandelt sich in Starrheit. Sie bleibt in dir und verlässt dich nicht. Es ist die Gewissheit jener absoluten Realität, die du dennoch nicht begreifen kannst.

Der Anblick der linearen, trostlosen, dunkelroten Steinhäuser vom "Stammlager KL I" samt seiner instrumental-bestialischen Hinterlassenschaften sowie die grausame Weite von Birkenau beweisen die langjährig und akribisch vorbereitete Vernichtungsstrategie der Faschisten. Diese Brutalität, die sich offeriert, stellt das nationalsozialistische Regime in seiner völligen Verderbtheit dar.

Die hochsommerlichen Temperaturen empfand ich als bitteren Hohn. Als sie nach einigen Tagen abrupt einer bitteren Kälte wichen, vollzog ich nach, was sowohl das eine als das andere für die Inhaftierten von Auschwitz bedeutet haben musste.

©Heide Kramer, Hannover. Aktualisiert: Mai 2009

 

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