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Nazi-"Flashmobs": Viel Widerstand, wenig Rechtsextreme

23. August 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Nazi-"Flashmobs": Viel Widerstand, wenig Rechtsextreme
auch anderswo:

Lüneburg:
Als 12 Nazis zu einer, von ihnen bei der Stadt angemeldeten Kundgebung vorm DGB-Haus aufliefen, waren bereits fast 400 Nazi-GegnerInnen vor Ort. Die Angst war den Nazis im Gesicht anzusehen. Sie hatten keine Chance überhaupt den angemeldeten Ort zu erreichen.  Schließlich räumte die Polizei mit Hilfe zubeißender Hunde eine antifaschistische Blockade, damit die Nazis überhaupt abziehen konnten.

Hannover:
hier war der Nazi-F(l)ashmob vorm UJZ-Kornstraße angekündigt. Niemand von der Heß-Anhänger kam. Stattdessen baute sich die Volxküche vorm UJZ auf. Auf der Kornstraße und im UJZ bewegten sich viele Antifas, die - auch aus anderen Spektren - zwecks antifaschistischer Verteidigung vorsorglich gekommen waren.




Rechtsextremismus/Demonstrationen Nazi-"Flashmobs": Viel Widerstand, wenig Rechtsextreme Bremen/Verden (epd). Die angekündigten "Flashmob"-Aktionen der Neonazi-Szene zur Erinnerung an den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß haben nach Angaben von Beobachtern bundesweit Widerstand ausgelöst. "Flashmobs haben wir kaum registriert. Dafür haben sich aber in ganz Deutschland Gegendemonstrationen formiert", sagte die Journalistin und Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke am Dienstag dem epd. So habe es in Bremen, Osnabrück und Oldenburg Proteste gegeben. "Nazis wurden dort nicht gesehen", bilanzierte Röpke, die im Landkreis Verden bei Bremen arbeitet. Auf einem Internet-Portal wurden Neonazis zum Todestag von Heß (1894-1987) am Montagabend zu "Flashmobs" aufgerufen - spontanen Kurzaktionen, die in der Regel online organisiert werden. In der rechtsextremen Szene sei der Plan nicht unumstritten gewesen, sagte Röpke. Teilnehmer hätten verhaftet werden können. "Vor den anstehenden Landtags- und Bundestagwahlen wollen viele Nazis nicht riskieren, straffällig zu werden." Doch zukünftig könnten nach Röpkes Einschätzung Flashmobs als dynamische Aktion für Nazis wichtiger werden. "Vor allem im Zusammenhang mit sozialen Themen." Bei Heß passe so eine Form nicht. "Der ist unter den Nazis ein zu großes Heiligtum. Da gibt es eher eine Mahnwache oder Fackelzüge." So zogen am vergangenen Samstagabend rund 150 Angehörige der rechtsextremen Szene durch Friedland im Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Dort waren nach Polizeiangaben Transparente mit Heß-Bezug zu sehen. Heß wurde im Oktober 1946 vom internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zu lebenslanger Haft verurteilt. Er war am 17. August 1987 im Alter von 93 Jahren in der Berliner Haftanstalt Spandau gestorben.
Quelle:  Evangelischer Pressedienst (epd)

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