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Aktionswochen 2009 gegen Antisemitismus

11. November 2009 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Antisemitismus

Foto: © Agentur Aharon

Aktionswochen gegen Antisemitismus 2009

Am 5. November wurden von der Amadeu Antonio Stiftung die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus mit Claudia Schmid, Verfassungsschutz Berlin, Dirk von Lowtzow, Tocotronic, Franziska Drohsel, Jusos, Jan Jetter, Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände und Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, eröffnet. Die Aktionswochen gegen Antisemitismus finden in 75 Orten mit 231 Veranstaltungen in allen Bundesländern statt. Beteiligte Initiativen setzen sich in Gedenkveranstaltungen, Theater- und Filmaufführungen, Zeitzeugengesprächen und Lesungen mit historischem und aktuellem Antisemitismus auseinander. 

Antisemitismus ist nicht nur eine Bedrohung für Jüdinnen und Juden, sondern auch für die Demokratie. Diesen Konsens gilt es immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Das zeigen gerade die jüngsten antisemitischen Übergriffe, wie beispielsweise in Hamburg Ende Oktober: dort konnte ein Film von Claude Lanzmann über Israel nicht gezeigt werden, weil linke Demonstranten den Eingang zum Kino blockierten und Besucherinnen und Besucher mit Gewalt und Beschimpfungen wie "Judenschweine" von der Vorführung fern hielten. Auch finden sich wieder verstärkt antisemitischen Schmierereien an Häuserwenden in deutschen Städten: Beispiel Eschwege. Dort wurde im Oktober an eine Hauswand in Großbuchstaben "Jude" und "Huso" (für Hurensohn) gesprüht. Auch die Schändung von "Stolpersteinen" ist an der Tagesordnung, wie beispielsweise im August in Berlin Pankow oder im September in Bremen. Sogar Beleidigung oder Bedrohung jüdischer Menschen sind keine Seltenheit: Ende August wurde ein jüdischer Mann und sein Begleiter in Berlin Zehlendorf mit Bierflaschen beworfen und beschimpft und eine Gruppe von Jugendlichen aus Israel in Waren an der Müritz vor wenigen Tagen angegriffen.

Anette Kahane, die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, beschreibt die Notwendigkeit der Aktionswochen folgendermaßen: „Die Aktionswochen können eigentlich nur wieder und wieder versuchen, im Mainstream eine möglichst breit getragene Sensibilisierung auszulösen und zu verfestigen. Es geht darum, die wahrhaft menschenfeindliche Motivation von Antisemiten schonungslos zu demaskieren.“ 

Dirk von Lowtzow (Tocotronic) über die Aktionswochen

Artikel bei NETZ-GEGEN-NAZIS.DE zur Eröffnung der Aktionswochen

Pressemitteilung der Amadeu Antonio Stiftung

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