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Arbeitsstelle Rechtsextremismus statt Neonazi Museum: Haus der Demokratie in Wolfburg

20. Februar 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Arbeitsstelle Rechtsextremismus statt Neonazi Museum: Haus der Demokratie in Wolfburg 20.02.2010 „Statt ein braunes Haus bekommen wir jetzt ein Haus der Demokratie.“ Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg, Frank Patta, ist hochzufrieden. Anfang Februar 2010 hatte die Stadt Wolfsburg entschieden, das Gebäude des insolventen „Möbelhaus Alsdorff“ von der stadteigenen „Wolfsburger Struktur- und Beteiligungsgesellschaft“ (WBS) kaufen zu lassen. Damit sind Pläne von Neonazis, in dem Gebäude ein so genanntes KdF-Museum einzurichten, ndgültig gescheitert. Dieser Beitrag wurde der Publikation "Aktiv + Gleichberechtigt Februar 2010" entnommen. Im Jahr 2009 hatte die Besitzerin des Möbelhauses, Rosemarie Alsdorff, mehrere Monate lang mit dem inzwischen verstorbenen NPD-Funktionär Jürgen Rieger über einen Verkauf des Gebäudes verhandelt. Der wollte ein so genanntes KdF-Museum einrichten, um die Freizeitorganisation der Nazis „Kraft durch Freude“ zu verherrlichen. Angeblich soll ein Preis weit oberhalb des Verkehrswerts geboten worden sein. Als die Pläne bekannt wurden, wurde der „Wolfsburger Schulterschluss der Demokraten“ aktiv. Frank Patta: „Die Mahnwachen, Demonstrationen und anderen Aktionen haben klar gemacht, dass in Wolfsburg kein Platz für Neonazis und braune Geschichtsfälschung ist.“ Entscheidend für den Erfolg war – so Patta – die Geschlossenheit. Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, aber auch VW und der Bundesligist VfL Wolfsburg waren sich in diesem Punkt einig. Die Verhandlungen über den Verkaufspreis haben sich schwierig gestaltet, meinte Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (CDU). Er lag bei etwas über einer Millionen Euro – deutlich weniger als die Inhaberin vorher gefordert hatte. Schnellecke: „Mit diesem letzten wichtigen Schritt ist das Kapitel Rechtsextremismus in Wolfsburg abgeschlossen.“ Nach dem derzeitigen Stand soll in das Gebäude das Sozialkaufhaus Lichtblick und eine Niederlassung der „Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt“ einziehen – ein Haus der Demokratie. Frank Patta: „Eine bessere Symbolik kann ich mir kaum vorstellen.“

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