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Aus der Geschichte für heute und morgen lernen

7. April 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bergen Belsen

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„Aus der Geschichte für heute und morgen lernen“
Wieder „Internationales Jugendworkcamp“ in Bergen-Belsen / Rund 70 Teilnehmer aus neun Ländern

Walsrode/Bergen-Belsen.
Beim Stadtrundgang in Celle
erfuhren die Teilnehmenden,
wie der Widerstand der
Arbeiterbewegung
von den Nazis
verfolgt wurde, wer die Synagoge
zerstörte und wer als
Nazi-Verbrecher nach dem
zweiten Weltkrieg problemlos
Karriere machen
konnte.
Bis heute noch
sind viele Straßen
in Celle nach damaligen
Nationalsozialisten benannt.
Die Geschichte des Holocaust,
erzählt von ehemaligen
Häftlingen, bewegte tief die
Gefühle. Yvonne Koch kam
als Kind ins KZ und sah täglich
den Tod. Salomon Finkelstein
berichtete über Folter
und Mord, medizinische Versuche
und schließlich die Befreiung.

„Das ist eindrucksvoller
als jedes Schulbuch“, bestätigte
die 17-jährige Anika.
Handwerklich wurde an einer
Denk-Station für den „Erinnerungsweg“ gearbeitet. Sie
erinnert an die sechs Kilometer
lange Stecke von der Bahnrampe
ins Lager, über die sich
die völlig ausgemergelten
Häftlinge zu Fuß schleppten.
Nicht besser ging es den gefangenen
Soldaten der Roten
Armee, die ohne ein Dach
überm Kopf in Erdlöchern
hausten und zu Zehntausen-

den
in den Lagern am Truppenübungsplatz
Bergen starben.
Die Jugendlichen aus
Russland und Belarus gestalteten
auf dem sowjetischen
Kriegsgefangenenfriedhof
in Belsen-
Hörsten
daher auch eine Gedenkfeier.
In Ostenholz erläuterte der
Bad Fallingbosteler Ratsherr
Egon Hilbich zudem die Geschichte
und militaristische
Gegenwart des größten westeuropäischen

Truppenübungsplatzes.
Aktuell beschäftigte
sich das Workcamp auch
mit dem vermehrten Einfluss
von Neonazis in der Heide
und in anderen europäischen
Ländern. Horst Kröger aus
Walsrode und Charly Braun
vom DGB-Niedersachsen
wissen, warum im Workcamp
so viele internationale
Freundschaften geschlossen
werden: „Wir haben in diesen
Tagen gemeinsam intensiv gearbeitet
und auch gefeiert.“

 

Quelle: Walsroder Zeitung 30.03.2010

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