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Ausbau der Heidebahn - beim Nahverkehr darf niemand abgehängt werden! (Beschluß DGB-KDV Nordost-Nds. und DGB-KDV Soltau Fallingbostel)

24. September 2005 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bahn-Nahverkehr

776px-DGB.svg.pngEinstimmig beschlossen von:

DGB-Regionsdelegiertenversammlung Nordost-Niedersachsen am 24.9.05

DGB-Kreisdelegiertenversammlung Soltau-Fallingbostel am 1.7.05

Ausbau der Heidebahn - beim Nahverkehr darf niemand abgehängt werden !

 

 

 

Die DGB-Region und der DGB-Kreis SFA unterstützen PRO BAHN und die Bürgerinitiative für den Erhalt von Bahnhaltepunkten. Sie setzen sich bei den Verantwortlichen und Verfahrensbeteiligten von Landesregierung, Landtagsfraktionen, Kreistag, Gemeinden und Samtgemeinde, Landesnahverkehrsgesellschaft, zuständigen Gesellschaften und Organisationen der DB und anderen notwendigen Stellen dafür ein, dass die von der Bevölkerung benötigten und gewünschten Bahnhaltepunkte Eickeloh und Hademstorf an der Heidebahn erhalten bleibenund für die gesamte Heidebahn mit ihren Anbindungen an die Großräume Hannover und Hamburg eine gute regelmäßige Vertaktung (auch zum Erreichen von Schulen und Berufsschulen) und günstige Nahverkehrstarifefür PendlerInnen und Einzelfahrten geschaffen werden.


Begründung:

Der öffentliche Nahverkehr läßt in ländlichen Regionen sehr zu Wünschen übrig. Die Heidebahn (Hannover - Bennemühlen - Schwarmstedt - Walsrode - Soltau - Buchholz i.d.N. - Hamburg) wurde jahrzehntelang vernachlässigt. Die großen Pendlerströme aus SFA in die Region Hannover zu Arbeit, Ausbildung, Einkauf, Fachärzten, speziellen Kliniken, Theater, Konzerten usw. bewegen sich überwie-gend auf der Autobahn A7. Wer ohne Auto ist, ist sehr benachteiligt. Die Möglichkeit, während der Planung der Expo große Teile dieser Strecke im Bereich des Landkreises Soltau-Fallingbostel, in das Nahverkehrssystem der Region Hannover einzubeziehen, fand vor Jahren politisch in Soltau-Falling-bostel keine Mehrheit. Inzwischen können ab Lindwedel und Scharmstedt Zeitkartenfahrende zu einem günstigen Tarif nach Hannover fahren. In Lindwedel und Schwarmstedt hat die Fahrgastzahl dadurch enorm zugenommen.Weiterhin stehen am S-Bahnendpunkt Bennemühlen aber täglich sehr viele Pkw aus SFA und dem Landkreis Celle.

 

Jetzt soll die gesamte Heidebahn in verschiedenen Bauabschnitten von Süden her so "ertüchtigt" werden, dass künftig für die Strecke Soltau - Hannover statt bisher 90 Minuten nur noch 60 Minuten gebraucht werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung für zeitsparenden, umweltfreundlichen Nah-verkehr. Eine andere Voraussetzung ist die Einführung eines günstigen Nahverkehrstarifs. Nahver-kehr macht nur Sinn, wenn niemand davon ausgeschlossen wird. Nach Angaben der kompetenten Fahrgastorganisation PRO BAHN ist der Erhalt der Stationen Eickeloh und Hademstorf unbedeutend für Tempo und Vertaktung einer "ertüchtigten" Heidebahn. Die Schließung kleiner Bahnhaltepunkte wie Eickeloh und Hademstorf kann nicht hingenommen werden. Für Fahrgäste von und nach diesen Orten würde die Bahnnutzung komplizierter und zeitaufwendiger. RentnerInnen, Behinderte, Jugend-liche und alle die sich keinen Pkw leisten oder ihn nicht fahren können, werden zusätzlich benach-teiligt. Ein Pkw bzw. Zweitwagen wird notwendig. Wer einmal im Auto sitzt, steuert dann natürlich z.B. Walsrode oder die Region Hannover gleich direkt an. Für SchülerInnen die Berufs- und allgemein-bildende Schulen in Walsrode, Soltau oder Hannover erreichen müssen, müßte extra ein Bus eingesetzt werden. Arztbesuche, Einkäufe, Diskothekbesuche in Schwarmstedt oder Walsrode müs-sen mit der unkomplizierzten Bahnnutzung auch von Hademstorf, Eickeloh und anderen Orten aus möglich sein. Steigende Benzinpreise, sinkende Reallöhne und wachsende Armut machen ebenso wie die Luftverschmutzung (Ozonloch etc) den Umstieg vom Auto auf die Bahn notwendig. In Westfa-len wurde jetzt eine stillgelegte Strecke wiedereröffnet.

 

In Schleswig-Holstein wurde nach Einwohnerprotesten die Schließung von 2 kleinen Bahnhaltepunk-ten verhindert. Die Bürgerinitiative pro Heidebahnhöfe in Eickeloh und Hademstorf wird bisher unter-stützt von beiden Gemeinderäten, Parteien, Kirche und Vereinen beider Orte. Die Unterstützung durch den DGB als lokale und überregionale Organisation ist hilfreich. Für Gewerkschaften gilt: Niemand darf abgehängt werden, weder sozial noch beim Nahverkehr. Verbesserungen des Bahnangebotes im Nahverkehr haben immer zu höherem Fahrgastaufkommen geführt.

 

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