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Spuren jüdischen Lebens – Grabmale in der Nordstadt

16. Mai 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kultur

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Spuren jüdischen Lebens – Grabmale in der Nordstadt

 

Bleistiftzeichnungen von Heide Kramer

 

 

 

 

 

Stadtbahnlinien 4 (Richtung Garbsen) und 5 (Richtung Stöcken)

Haltestelle Stöcken/Friedhof

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Bleistiftzeichnung: ©Heide Kramer, 2003. Plakatgestaltung: ©Heide Kramer, 2010

 


Vita

 

Heide A. Kramer, geboren 1946 in Hannover und hier ansässig.

Zeichnerin/Malerin: Studium bei Erich Wegner (Vertreter der Neuen Sachlichkeit) in Hannover und Professor Ernst Zirnig in Darmstadt. Erwerb zweier Diplome „Freies angewandtes Zeichnen/Malen“ und „Pressezeichnen/Karikatur“.

 

Künstlerischer Werdegang, Aktivitäten

 

Im Dezember 1990 schenkte ich als Zeichen meiner Hochachtung Miep und Jan Gies in Amsterdam meine künstlerische Diplomarbeit „Anne Frank“. Beide versorgten Familie Frank und weitere vier Menschen, als diese sich vor den Nazis versteckten.

 

Die Bleistiftzeichnungen: Grabmale in der Nordstadt - Spuren jüdischen Lebens

Im November 2002 erlebte ich erstmals eine Führung auf dem zweitältesten jüdischen Friedhof "An der Strangriede". Mein Wunsch, hier ein zeichnerisches Projekt durchzuführen, realisierte sich im darauf folgenden Sommer. Von Juni 2003 bis Mai 2004 entstanden auf dem Friedhofsgelände "An der Strangriede" elf Bleistiftzeichnungen. Ab Mai 2004 setzte ich die zeichnerische Arbeit fort, und ich bezog im Juni/Juli auch den ältesten jüdischen Friedhof an der Oberstraße mit drei Motiven ein.

Ich habe meine vierzehn Bleistiftzeichnungen im September/Oktober 2004 in der hannoverschen ev. luth. Christuskirche und im Juli/August 2005 in der hannoverschen Jüdischen Gemeinde Haeckelstraße 10 präsentiert.

Die jüdischen Friedhöfe in Hannover

Der älteste jüdische Friedhof an der "Oberstraße"

Mitte des 16. Jahrhunderts erwarben die in Hannover ansässigen Juden vor den Toren der Stadt einen Sandhügel, um ihre Toten beizusetzen. Der Begräbnisplatz befand sich im Bereich der heutigen Oberstraße. Da er zunächst nur mit einer Hecke versehen und somit ungeschützt war, kam es zunehmend zu Grabschändungen und Beschädigungen durch vorbeiziehende Fuhrleute, die ihren Sand dort abluden.

Auf eindringlichen Ersuch der jüdischen Gemeinde veröffentlichte der Amtsvogt von Langenhagen 1671 einen Schutzbefehl auf einer Steintafel. Sie enthielt die ausdrückliche Warnung, "der Juden Grabstadt ... (zu) fiolieren oder (zu) turbieren (zu beschädigen oder zu stören)". Die noch existente Steintafel befindet sich im Eingangsbereich des Friedhofs. Um das Territorium zu schützen, wurde die Hecke 1740 durch eine Steinmauer ersetzt. Auf dem ältesten Friedhof 'Oberstraße' sind etwa 700 Grabsteine erhalten geblieben.

Der zweitälteste jüdische Friedhof "An der Strangriede"

Der Friedhof 'An der Strangriede' entstand zwischen 1858 - 1864 und wurde von 1864 - 1924 von den hannoverschen Juden genutzt. Er ist mit seinen mehr als 2.600 erhaltenen Grabstätten das bedeutsamste Dokument des hannoverschen Judentums aus den Jahrzehnten zwischen Emanzipation und Nationalsozialismus. Auf dem Friedhof fanden 3.500 Menschen ihre letzte Ruhe.

Durch die Belegung aller vorhandenen Gräber konnte im Jahre 1923 ein großes Stück Land zum Bau eines neuen Friedhofs an der Burgwedeler Straße in Hannover-Bothfeld erworben werden. Dieser Friedhof wurde 1924 als 'Neuer Jüdischer Friedhof Bothfeld' eingeweiht und ist nach wie vor Begräbnisplatz der verstorbenen hannoverschen Juden.

Die drei jüdischen Friedhöfe Hannovers dokumentieren die Entwicklung der alten Synagogengemeinde bis hinein in die Gegenwart.

©Jüdische Gemeinde Hannover, Haeckelstraße 10: "Geschichte". Bearbeitet von Heide Kramer, 2005.

(Bildmotiv für das Ausstellungsplakat: Jüdischer Friedhof „An der Strangriede“, Hannover-Nordstadt, Gedenkstein für Familie Nussbaum, ©Bleistiftzeichnung von Heide Kramer, Hannover, 20. Juli 2003).

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H. Anne Kramer 10/14/2010 10:53



Info: Die Ausstellung entfällt.


H. Anne Kramer



H. Anne Kramer 10/14/2010 10:52



Info: Die Ausstellung findet nicht statt.


H. Anne Kramer