Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Ausstellung "Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" wird erneut in Göttingen gezeigt, 17.8. - 9.9.2010

17. August 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kultur

 Ausstellung "Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945"
wird erneut in Göttingen gezeigt, 17.8. - 9.9.2010


„Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“
Ausstellung zum zweiten Mal in Göttingen / In den Berufbildenden Schulen
II in Göttingen vom 17. August bis 9. September 2010

Die Wanderausstellung zur NS- Zwangsarbeit in Südniedersachsen kommt ein
zweites Mal nach Göttingen. Die Schau startete Anfang dieses Jahres in
der Göttinger Lokhalle und war danach in der ehemaligen Kurhessenkaserne
in Hann. Münden zu sehen. Ab dem 17. August wird sie in den
Berufsbildenden Schulen II in der Godehardstraße in Göttingen gezeigt.
„Die Ausstellung ist bisher auf großes Interesse gestoßen. Wir freuen
uns, dass wir sie jetzt in einer Schule zeigen können. Es gibt ein
umfangreiches Begleitprogramm mit Theater und Stadtrundgängen. Es sind
zwei Zeitzeugengespräche mit dem ehemaligen niederländischen
Zwangsarbeiter Cees Louwerse und mit der ehemaligen polnischen
Zwangsarbeiterin Bronisława Burek geplant“, sagt Lisa Grow von der
Geschichtswerkstatt Göttingen. „Außerdem haben die Schülerinnen und
Schüler der BBS II Führungen für Schulklassen vorbereitet“, so Grow.
Die interaktiv und multimedial gestaltete Ausstellung wurde von den
Geschichtswerkstätten Duderstadt und Göttingen in Kooperation mit
internationalen Projektpartnern erstellt. Sie zeigt in 13 thematischen
Stationen das Ausmaß, die Bedeutung und die Vielfältigkeit von
Zwangsarbeit am regionalen Beispiel Südniedersachsen. Im Mittelpunkt
stehen die Biografien ehemaliger Zwangsarbeitender aus mehreren
europäischen Ländern. Die Spur ihrer Lebensgeschichten ermöglicht einen
Blick auf die europäische Dimension der NS-Zwangsarbeit.
Um diese Dimension zu betonen, ist die Ausstellung von einem
internationalen Team konzipiert worden, dem Wissenschaftler aus den von
Verschleppung und Zwangsarbeit betroffenen Ländern Polen, Italien und
den Niederlanden angehören. Studierende der Fachhochschule Hannover
erarbeiteten das Design und die multimediale Präsentation. Die
Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen
1939-1945“ wird von der Europäischen Union und von zahlreichen
Institutionen in Südniedersachsen gefördert.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Ausstellung:
www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Zur Ausstellung ist ein Katalog in Form einer Kartenbox (16-seitige
Broschüre und zwölf Faltblätter mit Lebensgeschichten von
Zwangsarbeitenden und Verortungsgrafiken) erschienen, der in der
Ausstellung erhältlich ist oder über die Homepage der Ausstellung
bestellt werden kann.

Anschrift und Öffnungszeiten:
Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen
1939-1945“
in der Mediothek der BBS II - Berufsbildende Schulen II - Godehardstraße
11, 37081 Göttingen
17. August - 9. September 2010
Mo, Mi, Do: 8-16 Uhr
Di, Fr: 8-14 Uhr
Sa, 21.8. und 4.9. : 8-12 Uhr
Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht.

Für Schulklassen und größere Gruppen ist eine Anmeldung erforderlich!
Bitte telefonisch bei der BBS II unter (0551) 49 61 777, per E-mail:
bbs2@bbs2goe.de oder per Fax: (0551) 49 61 774 anmelden. Auf der
Homepage der BBS II gibt es weitere Informationen zu den Aktivitäten der
Schule rund um die Ausstellung und eine Unterrichtseinheit „Zwangsarbeit
in der NS-Zeit“ zum Herunterladen: www.bbs2goe.de

Bei inhaltlichen Fragen zur Ausstellung und zu Interviewanfragen wenden
Sie sich bitte an Günther Siedbürger, Tel. 0551-770 4677, E-Mail:
guenther_siedbuerger@yahoo.de

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Montag, 16. August 2010

Feierliche Eröffnung der Ausstellung mit musikalischer Begleitung
18.30 Uhr, Mediothek der  BBS II - Berufsbildenden Schulen II -
Göttingen,
Godehardstr. 11


Donnerstag, 19. August 2010

Theatervorführung : „Die Besserung“
Stück nach Berichten ehemaliger Häftlinge des Jugendkonzentrationslagers
Moringen. Von „stille hunde“ theaterproduktionen. Dauer: ca. eine Stunde
19:00 Uhr, Mediothek der BBS II - Berufsbildende Schulen II Göttingen,
Godehardstr. 11,
Eintritt 8 Euro, SchülerInnen 5 Euro, Veranstalterin: BBS II


Dienstag, 24. August 2010

Zeitzeugengespräch mit der ehemaligen Zwangsarbeiterin Bronisława
Burek aus Polen
19.00 Uhr, Holbornsches Haus, Rote Straße 34, Göttingen
Die 1925 geborene Bronisława Burek erzählt die Geschichte ihrer
Zwangsarbeit in der Zuckerfabrik Obernjesa und auf Bauernhöfen sowie in
einer Bäckerei in Ebergötzen.
Eintritt frei. Veranstalterinnen: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und
Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.


Samstag, 28. August 2010

Stadtrundgang zu Fuß und mit dem Fahrrad:
„Von der Konditorei zur Messtechnik“: NS-Zwangsarbeit in Göttingen
Start: 14.00 Uhr am Göttinger Marktplatz (Gänseliesel)
Fahrräder bitte in der Prinzenstraße / Goetheallee parken.
Dauer: ca. 2 Stunden (1 Std. zu Fuß / 1 Std. mit dem Fahrrad)
Der Rundgang wird in zwei Teilen durchgeführt. Zunächst geht es zu Fuß
durch die Göttinger Innenstadt, anschließend mit dem Fahrrad zu etwas
weniger zentral gelegenen Zielen. Über die folgenden Bereiche wird es
Informationen geben:
•    Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen im Göttinger Alltag
•    Göttinger Kleinbetriebe: Konditorei, Bäckereien, Hotels etc.
•    Unterkünfte und Lager für Zwangsarbeitende
•    Eisenbahnbetriebe, Großwäscherei, Messtechnik
Eintritt frei. Veranstalterinnen: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und
Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.


Donnerstag, 2. September 2010

Zeitzeugengespräch mit dem ehemaligen Zwangsarbeiter Cees Louwerse aus
den Niederlanden
19.00 Uhr, Holbornsches Haus, Rote Straße 34, Göttingen
Der 1923 geborene Cees Louwerse erzählt die Geschichte seiner
Zwangsarbeit in Göttingen und sein Überleben der Bombenangriffe von 1945
auf dem Göttinger Schützenplatz mit dem dortigen „Ostarbeiterlager“.
Eintritt frei. Veranstalterinnen: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und
Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.


Samstag, 4. September 2010

Stadtteilrundgang „Medizin und NS-Zwangsarbeit im alten
Universitätsklinikum Göttingen“
Treffpunkt:14.00 Uhr, Goßlerstr / Ecke Käthe-Hamburger-Weg (an der
Schranke)
Themen:
•    Zwangssterilisationen an der Uni-Frauenklinik
•    Hebammen in der NS-Zeit
•    Zwangsarbeitende als PatientInnen und Personal im Klinikum
•    Von der Rassenhygiene zur Humangenetik: der Lehrstuhl für Fritz Lenz
1946
Eintritt frei, Veranstalterin: Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.


Donnerstag, 9. September 2010

„Bücher brennen“ – Szenische Lesung zu den Bücherverbrennungen von 1933.
Von „stille hunde“ theaterproduktionen
19:00 Uhr, Mediothek der BBS II – Berufsbildenden Schulen II -
Göttingen,
Godehardstr. 11,
Eintritt 10 Euro, SchülerInnen 8 Euro, Veranstalterin: BBS II


++++
Mit freundlichen Grüßen
Frauke Klinge, Geschichtswerkstatt Göttingen e.V.

Geschichtswerkstatt Göttingen e. V.
Bürgerstraße 27
37073 Göttingen
Tel./ Fax: 0551 / 48 58 44
info@geschichtswerkstatt-goettingen.de
www.geschichtswerkstatt-goettingen.de
Büro- und Telefonzeiten: Di 10-13 Uhr, Do 15-17 Uhr

Wanderausstellung
"Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945"
www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu


Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentiere diesen Post