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Bad Nenndorf 4.8.12 -- Bahnhofsblockade erfolgreich!

11. August 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland


Ein kleiner Ausschnitt aus dem großen Widerstand gegen die Nazis am 4.8.12 in
Bad Nenndorf: Bahnhofsblockade in Bad Nenndorf erfolgreich!

Einige hundert Antifaschistinnen und Antifaschisten blockierten am 4. August 2012
von 10 Uhr bis ca. 14 Uhr den Bahnhof von Bad Nenndorf, so dass die Nazis
nicht – wie von denen und der Polizei geplant – mit dem Zug anreisen
konnten. In Haste scheiterte ihr Versuch, auf Busse umzusteigen an der
Weigerung der Fahrer (von der Bahn als Ersatzverkehr eingesetzt), für die Nazis zu fahren. 
SDC12470.JPG
weitere Bilder gibt es hier.
Die Bahnhofs-Blockade in Bad Nenndorf wurde
 vor allem ermöglicht durch das mutige Verhalten und die gute Vorbereitung einer Gruppe Jugendlicher, die sich schon auf dem Bahnsteig mit massiven
Fahrradschlössern aneinander gekettet hatten. Den solidarischen Antifaschistinnen und Antifaschisten und der durch sie hergestellten Öffentlichkeit ist es zu danken, dass diese Gruppe keinen Repressionen seitens der Polizei ausgesetzt wurde. Mehrere Versuche der Polizei, die
Schlösser zu knacken, scheiterten. Unter Anwesenheit von Rechtsanwälten und Ärzten gelang es nach mehreren Stunden, diese „wendländische Aktion“ aufzulösen. Großspurig hatte der Polizeieinsatzleiter die Räumung kurz nach Beginn der Blockade angekündigt, konnte sie trotz martialischen Gebarens der Polizei mit Hundestaffel, Reiterstaffel, Hubschraubern, Wasserwerfer und
Gaseinsatz gegen die Blockierer nicht durchsetzen. 

Die Nazis kamen dann mit
 großem Polizeischutz von Haste aus gelaufen (etwa 7 km). Vor dem Bahnübergang in Bad Nenndorf wurden sie wieder aufgehalten, weil einige Personen auf der Straße eine Sitzblockade durchführten. Diese Blockade wurde von der Polizei durch Anwendung einfacherGewalt aufgelöst – die Antifaschistinnen und Antifaschisten wurden einzeln von der Straße getragen. Der Versuch einer großen Gruppe der Bahnhofsblockierer, zum Bahnübergang zu gelangen, kurz bevor die Nazis dort eintrafen, wurde mit brutaler Gewalt seitens der Polizei beantwortet. Mit Einsatz von Schlagstöcken, Pferden, Hunden und Reizgas wurde dieser Versuch, die Nazis am Betreten von Bad Nenndorf zu hindern, unterbunden. Mehrere Verletzte Antifaschistinnen und Antifaschisten waren das Ergebnis dieses brutalen Polizeieinsatzes. Insgesamt hat die Polizei sich gegenüber dem
antifaschistischen Protest am Bahnhof sehr massiv verhalten. Zu einer reinen Schikane entwickelte sich der Protestzug durch die Stadt über die Hauptstraße zum Wincklerbad, in dessen Verlauf die Antifaschistinnen und Antifaschisten mehrfach und grundlos eingekesselt und aufgehalten wurden.

Ebenso willkürlich gestaltete sich die Abreise dieser Gruppe, als die
 Polizei vor dem Bahnhof wieder kesselte und die Personen nur Einzeln bzw. in kleinen Gruppen zum Bahnhof ließ. Selbst Nenndorfer, Bürger, Behinderte, Familien mit Kindern und ältere Personen wurden von diesen Schikanen nicht
verschont. Neben dem Göttinger Einsatzleiter und seinen Hundertschaften haben sich vor allem Polizeieinsatzgruppen aus Sachsen-Anhalt an diesen Schikanen beteiligt.

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