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Bomlitz 2.7.14 - Nazi-Hetze ungefragt mit Lokalzeitung verteilt

4. Juli 2014 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

Nazi-Propaganda ungefragt mit Lokalzeitungen verteilt -


Bomlitz. Am 2.7.14 (und möglicherweise 3.7.14) wurde Nazipropaganda gemeinsam mit den Lokalblättern Walsroder Markt (Ippen) und Produkten der Walsroder Zeitung (J. Gronemann) in Hausbriefkästen verteilt. Teilweise waren die Nazi-Blätter direkt in die Lokalzeitungen eingelegt und damit der Eindruck erweckt, das sei Teil der Lokalzeitung.
Ort der Handlung: der Bereich um die Uferstraße in Bomlitz-Benefeld  (Industriegemeinde bei Walsrode).
Ob der Verteiler dafür von Nazis bezahlt wurde oder selbst Nazi ist, ist bisher nicht bekannt. Jedenfalls wurden die Nazi-Blätter nicht im Auftrag der Lokalzeitungen verteilt. Der Verteiler dürfte arge Probleme mit den Verlagen bekommen haben. Zumal die mitverteilte Nazi-Propaganda bekanntermaßen etliche Empfänger sehr verärgerte.

Bei dem Nazi-Blatt handelt es sich um ein 4-seitiges übles faschistisches rassistisches Machwerk, das beim Herausgeber Meinolf Schönborn als Großformat in Massen eingekauft werden kann.  Das Drecksblatt heißt "Recht & Wahrheit", Herausgeber ist der langjährig bekannte Faschist Meinolf Schönborn, Dieselstr. 25, 33442 Herzbrock-Clarholz

Schönborn gibt "Recht & Wahrheit" als 44-seitiges  Zwei-Monats-Blatt raus und veranstaltet "Lesertreffen". Darüberhinaus handelt Schönborn in seinem Z-Versand mit allerlei sonstigem faschistischen und militaristischem Zeugs.

In der regulären Ausgabe Juli 2014 von "Recht&Wahrheit" schreibt u.a. der altbekannte Verdener Nazi Dr. Rigolf Hennig über "Ost-West-Poker um die Ukraine".  (Hennig war an der Spitze div. obskurer Nazigruppen, wurde für die NPD in Stadtrat und Kreistag Verden gewählt, 2013 war er in Munster Mitbegründer des Landesverband Niedersachsen von "Die Rechte").

Schönborn bietet im Internet und seinem Z-Verlag auch allerlei Militaria, Nazi- und militaristische Bekleidung, nationalistische und antisemitische Literatur, Aufkleber, Flugblätter Filme, DVDs, Propaganda-Artikel und mehr an.  Schönborn veranstaltet für die Zeitschrift "Recht&Wahrheit" mehrtägige "Lesertreffen", wo u.a. auch ".. die immer unermüdliche und vorbildliche Aktivistin Frau Ursula Haverbeck..." auftrat.    (die verurteilte Holocaust-Leugnerin Haverbeck war mehrfach bei der Ludendorffer Ostertagung in Dorfmark und beteiligt sich gern beim Nazi-Marsch in Bad Nenndorf).

Der ehem. Stabs-Unteroffizier der Panzertruppen der Bundeswehr, Meinolf Schönborn (geb. 23.6.1955) ist seit jeher einer der radikalsten Rassisten, der selbst die NPD immer wieder rechts überholte, der sehr früh schon Nazi-Musik vertrieb, der in div. Nazi-Organisationen (oft an der Spitze) war. Die meisten dieser Nazi-Organisationen wurden später verboten (FAP, NF). Bereits 1972 trat er der NPD bei, wurde in NRW JN-Landesvorstandsmitglied, gründete 1982 den "Förderkreis Junges Deutschland" (FJD). 1983 JN-Landesvorsitzender, er verschärfte die ausländerfeindliche Agitationszeitschrift "Klartext" so deutlich, dass gar der JN-Bundesvorstand die Herausgabe unterband. Schönborn gab "Klartext" weiter heraus. Daraufhin wurde er als JN-Landesvorsitzender abgesetzt und im November 1984 aus der NPD ausgeschlossen.

Er warb zunächst für die FAP. 1985 beteiligte er sich an der Gründung der NF (Nationalistische Front) und wurde ihr Generalsekretär und 1986 deren Vorsitzender. Nachdem am 27.11.1992 die NF verboten wird, macht Schönborn so weiter, schließlich waren weder FJD noch sein Klartext-Verlag verboten worden. 1991 zieht er mit Verlag, Versand und Schulungszentrum von Bielefeld nach Detmold-Pivitsheide. 1994 Anklage wegen Fortführung einer verbotenen Organisation. Um der Strafverfolgung zu entgehen kauft er sich ein Haus in Kvaers/ Dänemark. Nach Demos gegen den "deutschen Neonazi" räumt er das Haus und wird im November 1994 in Gütersloh inhaftiert. Im November 1995 verurteilt ihn das Landgericht Dortmund zu 2 Jahren und 3 Monaten Haft ohne Bewährung. Die Revision bleibt erfolglos, so dass er im November 1996 seine Haftstrafe antritt.
Nach Haftentlassung nimmt er an NPD-Vranstaltungen teil. Im Dezember 2008 lädt er die Kameradschaftsszene zum Julfest nach Erfurt und 2009 zur Sommersonnenwende nach Thüringen. 
Bei einer Razzia am 7.7.12 gegen eine "bisher unbekannte Gruppe gewaltbereiter Nazis" wurde auch Schönborns Wohnung und sein Versandhandel durchsucht.   Im Februar 2013 berichtet REPORT Mainz, dass Schönborn einer der Anführer der Gruppe "Neue Ordnung" ist. Für diese Gruppe heißt "das Gebot der Stunde" jetzt zu kämpfen. Empfohlen wird den Anhängern Schützenvereinen beizutreten und Kampfsport zu trainieren. Kartonweise Hetzschriften und scharfe Munition wurden bei der Gruppe in mehreren Bundesländern
beschlagnahmt.

Durch seine Händlertätigkeit in der rechten Szene ist er immer schnell zu Geld gekommen, so dass er sich Häuser kaufte, wo er seine politischen und kommerziellen Geschäfte betrieb und noch betreibt.  Schönborn ist weiterhin vielseitig faschistisch aktiv. Seinen Frieden mit der NPD hat er soweit wieder hergestellt, als dass er das Buch des ehemaligen NPD-Vorsitzenden Udo Voigt "Der Deutschen Zwietracht mitten ins Herz - Mein Weg mit der NPD" vertreibt.

Und nun verbreiten seine Anhänger gar in Bomlitz sein rassistisches Drecksblatt.

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