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Bündnis-Pressemitteilung: Demo am 22.6.13 gegen Nazi-Feier auf Nahtz-Hof Eschede

6. Juni 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus ruft zu der vom DGB Nord-Ost-Niedersachsen angemeldeten Demonstration in Eschede am 22.06.2013 auf. Dort soll wieder deutlich zum Ausdruck gebracht werden, dass sie Nazitreffen nicht unwidersprochen hinnehmen

“Wir treffen uns um 15.00 Uhr am Bahnhof von Eschede gehen dann zur Kreuzung Am Dornbusch/Zum Finkenberg, wo die Kundgebung bis ca. 17.40 Uhr stattfinden wird. Ab 18.00 Uhr wird von mehreren Kirchengemeinden ein Staffelgottesdienst auf der Hermannsburger Straße durchgeführt. Gegen 19.00 Uhr wird die Veranstaltung beendet sein.

Unser Motto heißt dieses Jahr „Schluss mit lustig“. Genau das ist es, was wir wollen: das diese Nazitreffen endlich ein Ende haben!

Dabei ist es uns egal, ob Herr Nahtz auf 7 Hektar oder 5000 qm feiert. Dass er sich „das Feiern nicht verbieten“ lässt, hat er sofort verkündet, als publik wurde, dass er seine „Festwiese“ verkauft hat. Warum sollte er auch mit den Treffen aufhören? Er ist schließlich „Überzeugungstäter“, seit über 20 Jahren stellt er sein Grundstück Neonazis für die verschiedensten Anlässe zur Verfügung, womit sein Hof als Nazitreffpunkt überregionale Bedeutung erlangt hat. Ein kleineres Grundstück wird seine Einstellung nicht verändern.

Wir, das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus, können aber gemeinsam mit Anderen dafür sorgen, dass die Nazitreffen nicht ungestört stattfinden können. Es ist nun mal so, dass sich dort, wo es für Nazis gemütlich ist, wo sie keinen Widerstand spüren, sie ihre menschenverachtenden Ideologie verfestigen und auch verbreiten können, vor Ort und überall, wo sie unterwegs sind. Wo sie ungestört sind, vermuten sie – vielleicht zu recht – klammheimliche Sympathie. Nicht mit uns!

Wir werden nicht hinnehmen, dass weitere 20 Jahre auf Hof Nahtz in Eschede Nazitreffen stattfinden können, nur weil die Nazis im Ort nicht wahrgenommen werden. Zu den Treffen bei Nahtz kamen bisher immer sehr viele Besucher der rechten Events aus dem Landkreis Celle, häufig waren auch kleine Kinder mit dabei. Wenn sie in Eschede im Moment vielleicht in der Öffentlichkeit nicht auffallen, so aber doch massiv anderenorts.

Bei einer Sonnwendfeier in Eschede wurde für den jährlichen Naziaufmarsch in Bad Nenndorf geworben und andersherum in Bad Nenndorf unter den Nazis für das Rechtsrockkonzert in Eschede 2010 mit Flyern eingeladen. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie Nazistrukturen funktionieren.

Daher sind Nazitreffpunkte kein lokales Problem – wir schauen auch über unsere Ortsgrenze hinaus und es freut uns, wenn wir Unterstützung von woanders erhalten. Dieses Jahr erhalten wir diese Unterstützung von Vertreterinnen und Vertretern aus Bad Nenndorf, Glinde, Jamel, Lübtheen, etc. Das ist direkte Solidarität, wir stehen mit dem Naziproblem nicht alleine da. Und gemeinsam wird es uns eher gelingen, dass unsere Forderung erfüllt wird, hier und überall:

Schluss mit den Nazitreffen!”

 

 

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