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Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen - Ausstellung in Schneverdingen vom 31. Mai bis 11. Juni 2010

20. Mai 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

Die Friedrich-Ebert-Stiftung behält es sich vor nach § 6 VersG Personen

mit rechtsradikaler Gesinnung von der Veranstaltung auszuschließen.

Die Ausstellung in Schneverdingen

31. Mai bis 11. Juni 2010

Die Ausstellung ist vom 31. Mai bis 11. Juni 2010

in Schneverdingen zu besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos.

Ausstellungsort:

Pausenhalle der KGS Schneverdingen,

Am Timmerahde 28-30, 29640 Schneverdingen

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr

Anmeldung für Gruppen: Telefon 0511-35770834

_______________________________________________

Montag, 31. Mai 2010 um 13.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung ein.

Es werden sprechen:

Manfred Ostermann, Landrat

Dieter Möhrmann, Vizepräsident des nds. Landtags

Wolfgang Winter, Schulleiter

Petra Wilke, Leiterin des Landesbüros Niedersachsen

der Friedrich-Ebert-Stiftung

______________________________________________

Im Anschluss an die Grußworte laden wir zu einem

kleinen Empfang mit musikalischer Umrahmung durch

die Schulband der KGS Schneverdingen ein.

Wir bitten um Anmeldung mit beiliegendem Antwortbogen.

 

 


Demokratie stärken –

Rechtsextremismus bekämpfen

Rechtsextremismus hat viele Facetten. Vom akzeptierten

Vorurteil bis zur Gewalttat. Wenn man Rechtsextremisten

nichts entgegensetzt, gibt man ihnen die Möglichkeit, die

Demokratie auszuhöhlen. Darum ist es wichtig, als Demokraten

gemeinsam gegen Rechtsextremismus vorzugehen –

gegen rechtsextreme Meinungen und Einstellungen und

erst recht gegen Gewalttaten.

„Ausländer sind kriminell!“ – „Politiker lügen“ – „Du Jude, Du!“

„Die Ausländer nehmen uns Deutschen die Arbeitsplätze weg!“

„Frauen können nicht autofahren“ – „Quotentürke“

Rechte Sprüche und Vorurteile wie diese hört man immer

wieder, ob an Stammtischen oder auf dem Schulhof. Sie

erscheinen zwar harmlos, drücken aber eine Weltsicht und

ein Politikverständnis aus, das nicht dem einer demokratischen

weltoffenen Gesellschaft entspricht. Und schnell

wird aus Sprüchen mehr …

„Die Clique war einfach die coolste in der Schule, fand er.

Die haben sich von niemanden was sagen lassen und jedes

Fußballturnier aufgemischt. Am Abend gingen sie saufen

und haben laute Musik gehört. Doch auf Hasslieder gegen

Ausländer hatte er keine Lust. Er könne jetzt nicht einfach

aussteigen, haben sie ihm da gesagt. Aber er ist stark

geblieben. Ein paar Wochen später stand neben der Tür

seines Elternhauses das Wort „Verräter“ und sein Name auf

einer schwarzen Liste im Internet.“

Demokratie ist eine Aufgabe –

keine Selbstverständlichkeit

Demokratie ist eine Aufgabe – keine Selbstverständlichkeit

Die beste präventive Strategie gegen Rechtsextremismus ist

die Stärkung der Demokratie. Denn auch wenn es manchmal

so scheint: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit.

Sie muss fortwährend neu gelernt und erarbeitet werden.

Die Zahl der rechtsextremen Straftaten, vor allem der Propagandadelikte,

ist im vergangenen Jahr in Deutschland stark

angestiegen. Auch in Niedersachsen verzeichnet man 2008

einen leichten Anstieg. Gleichzeitig bauen Rechtsextreme

Schulungszentren, üben die Kunst der Verstellung, und nutzen

raffi nierte Strategien, um rechtsextreme Ansichten und

Propaganda in die Mitte der Gesellschaft hineinzutragen.

Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „Vom Rand zur

Mitte“ warnt davor, dass rechtsextremistische Einstellungen

in die Mitte der Gesellschaft vordringen. Insbesondere,

so stellen die Forscher fest, fi nden ausländerfeindliche

Äußerungen eine breite Zustimmung in der Bevölkerung.

Rechtsextremismus ist ein Problem

der ganzen Gesellschaft

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus

bekämpfen“ des Landesbüros Niedersachsen der Friedrich-

Ebert-Stiftung zeigt die Gefahren auf, die vom Rechtsextremismus

als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde

ausgehen. Sie stellt die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten

und Einstellungen dar und zeigt, welche Formen

rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen

können. Rechtsextremismus in Einstellung und

Verhalten wird als ein vielschichtiges Problem der Gesellschaft

aufgezeigt und nicht ausschließlich als eines einer

gewaltbereiten Randgruppe.

Neben der Darstellung von rechtsextremen Lebens- und

Vorstellungswelten stehen die Grundlagen unserer Demokratie

im Vordergrund. Auf verschiedenen Tafeln wird

dargelegt wie man Demokratie (er)leben kann. Nicht zuletzt

möchte die Ausstellung zu Zivilcourage gegen eine

Normalisierung rechter Einstellungen und Übergriffe in der

Nachbarschaft ermuntern.

Die Ausstellung stellt sich den Fragen: Was ist Demokratie

und wie kann man sie gemeinsam (er)leben? Warum ist

das Grundgesetz Grundlage unseres Zusammenlebens?

Und warum ist der Rechtsextremismus so gefährlich? Welches

Weltbild steckt hinter der rechtsextremen Ideologie?

Was ist die Taktik rechtsextremer Parteien? Wie sieht die

moderne rechtsextreme Jugendszene aus und was macht

sie vermeintlich attraktiv? Wie nutzen Rechtsextreme Musik

und Internet für ihre Interessen? Welche Aktivitäten der

rechten Szene gibt es in Niedersachsen? Und wie kann man

als Demokrat auf rechtsextremistische Äußerungen und

Taten reagieren? Und nicht zu letzt wie stärkt man durch

sein persönliches Engagement die Demokratie?

Weitere Informationen über die Ausstellung fi nden Sie im

Internet: www.fes.de/niedersachsen/gegen-rechts

 

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