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DGB für IGS statt Oberschule

23. Mai 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes KV Soltau-Fallingbostel        23.5.11

In seiner Erklärung "gemeinsame Beschulung statt Etikettenschwindel" fordert der DGB-Kreisvorstand Soltau-Fallingbostel Integrierte Gesamtschulen statt Oberschulen.

Spätestens seit der PISA-Studie wissen es alle: Eine möglichst lange gemeinsame Beschulung ist das Beste für alle Kinder - egal wie leistungsstark sie sind und welche soziale Herkunft sie haben. Weil Integrierte Gesamtschulen (IGS) Chancengleichheit bedeuten, wollen sehr viele Eltern in Niedersachsen diese Schulform. Die Landesregierung besteht auf ein geteiltes Schulsystem. Auf IGS-Forderungen im ganzen Land reagierte die Regierung mit Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen zu sogenannten "Oberschulen". "Da kaum noch jemand zur Hauptschule will, erfanden CDU-FDP diesen Etikettenschwindel", stellt DGB-Kreisvorsitzender und langjähriger IGS-Elternsprecher Charly Braun fest.

Egal wie klein die Oberschulen sein werden, egal dass die meisten schon 2014 aus Mangel an Kindern wieder schließen, egal was es kostet - die Regierung läßt alles zu. Andererseits verweigert sie gegen zahlreichen Elternwillen, die Einrichtung von IGSsen, wenn, wie in Walsrode und anderen Kleinstädten und Landgemeinden die Zahlen nicht für mindestens fünf Parallelklassen reichen. Auch vierzügig, ist sinnvoller Unterricht möglich. Aber genau das verbietet die Regierung.

"Jetzt vor den Kommunalwahlen wollen Politiker ihre Schule im Ort retten und beschließen Oberschulen. Der Erhalt der Schulen in Neuenkirchen, Rethem und anderswo wird aber nur möglich sein mit einer Schule für alle", betont die Hauptschullehrerin und GEW-Funktionärin Renate Kapp. Wie erfolgreich das für alle geht, zeigen IGSsen und Beispiele anderer Staaten.

Oberschulen dienen der Spaltung in SchülerInnen mit wenig Perspektiven und gymnasiale Eliten, kritisiert der DGB und erklärt: "Die CDU-FDP ist dabei, gerade Kinder auf dem Lande von Chancengleichheit abzugekoppeln."
"Da juristische Mittel nicht reichen, muß die außerparlamentarische Bewegung für gemeinsame Beschulung weitermachen. Wir sind dabei", heißt es in der Gewerkschaftserklärung.

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