Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Dranbleiben! Wie es nach dem Castor weitergeht

22. November 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Umwelt

Dranbleiben!

Wie es nach dem Castor weitergeht

Noch mehr Atomkraft? Noch mehr Atommüll? Diesem Plan von Merkel & Co stellen wir uns in den Weg, nicht nur im Wendland, sondern auch von Zuhause.

Hier findest du Ideen und Vorschläge, der Atomlobby einen Strich durch die Rechnung zu machen und die Energiewende voranzutreiben. Bist du dabei? Wir zählen auf dich!

1. Mach den ersten Schritt!

Engagement macht mehr Spaß, wenn viele mitmachen. Viele Köpfe haben mehr Ideen als einer. Viele Hände schaffen mehr als zwei. Und was sich eine/r allein niemals zutraut, ist zu zweit, zu dritt oder mit einer Handvoll MitstreiterInnen kein Problem. Die Erfahrung zeigt: Viele würden gerne auch bei sich zuhause gegen Atomkraft und für die Energiewende aktiv werden. Die meisten aber warten noch auf die passende Gelegenheit dazu. Oder darauf, dass sie jemand fragt. Deswegen: Mach Du den ersten Schritt! Gründe Dein eigenes Anti-Atom-Team. Sprich FreundInnen und Bekannte an. Verabrede Dich für eine erste kleine Aktion. Sammle Telefonnummern und E-Mail-Adressen für die nächste. .ausgestrahlt unterstützt Dich mit Ideen, Tipps und Materialien und macht Deine Initiative auf Wunsch in Deinem Ort bekannt:

www.ausgestrahlt.de/regional
www.ausgestrahlt.de/vorbilder

 

2. Zeige Flagge!

Wir können nicht jeden Tag demonstrieren. Die lachende rote Sonne schon. Lass sie aufgehen. Überall. Am Revers und am Rucksack. Am Fahrrad oder Auto. Am Briefkasten und Balkongeländer. An der Laterne und in der Luft. Im Schaufenster und auf der Homepage. An jeder Ecke eben. Fahnen, Aufkleber, Tattoos, Luftballons, Bonbons, Laternen, Klebeband, Stempel und vieles mehr mit Anti-Atom-Sonne gibt’s im .ausgestrahlt-Shop.

3. Film ab!

Einen Raum, einen Beamer und einen Laptop – mehr braucht es nicht, um einen Film zu zeigen. Vom packend recherchierten Atommüll-Skandal über den Dokumentarstreifen zu den Folgen des Uranbergbaus bis zum Kinofilm, der die Folgen eines Super-GAU in einem deutschen AKW thematisiert, reicht die Liste mit Filmvorschlägen, die .ausgestrahlt für Dich zusammengestellt hat. Selbstverständlich mit DVD-Bezugsquellen. Wann lädst Du zur Vorführung? Filmabende sind ideal, um neue MitstreiterInnen zu gewinnen. Bitte die Lokalzeitung, den Termin anzukündigen. Lege Infomaterial zum Thema aus. Lass eine Liste rumgehen, in die sich Interessierte eintragen können für ein weiteres Treffen. Vielleicht entstehen sogar noch am selben Abend die ersten Aktionsideen.

4. Montags raus!

Anti-Atom-Aktive in Koblenz spazierten zuerst. Dann griff die Idee bundesweit um sich. Inzwischen heißt es an vielen Orten jeden Montag: "Raus zum Anti-Atom-Spaziergang!" Manche der regelmäßigen Runden führen zu Parteibüros von Union und FDP oder zur örtlichen Filiale von EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall, andere auf die zentralen Plätze der Stadt. An einigen Atom-Standorten ist auch das AKW selbst das Ziel. Ob mit oder ohne Redebeiträge, mit oder ohne Kulturprogramm – das Signal ist jedesmal deutlich: Wir sind überall. Wir geben keine Ruhe. Ihr müsst mit uns rechnen. Hier findest du eine Karte mit allen Orten, in denen montags demonstriert wird. 

Spezial-Variante für dunkle Novemberabende und auch bei Kindern beliebt: der Anti-Atom-Laternenumzug. Laternen mit Anti-Atom-Sonne gibt’s auch im .ausgestrahlt-Shop.

5. Sammle Unterschriften!

Schon mehr als 180.000 Menschen haben auf Initiative von .ausgestrahlt und campact "Atomkraft abschalten" gefordert. Bist Du schon dabei? Unterschriftenlisten gibt es hier kostenlos zum Bestellen oder zum Selbstausdrucken. Lege sie aus oder, noch besser, reiche sie bei FreundInnen, NachbarInnen und KollegInnen herum. Auch Veranstaltungen, Aktionen und die Fußgängerzone sind gute Orte, um Unterschriften zu sammeln und über Atomenergie ins Gespräch zu kommen. Die Unterschriften veröffentlichen wir gemeinsam mit campact in großen Zeitungsanzeigen.

6. Kein Geld an die Atommafia!

23 Milliarden Euro Gewinn machten EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall im Jahr 2009. Ein großer Teil davon stammt aus unseren Geldbeuteln. Das ist kein Witz. Die große Mehrheit der Bevölkerung will keine Atomkraft. Trotzdem überweisen etwa 37 von 40 Millionen Haushalten in Deutschland Monat für Monat jede Menge Geld genau an die Konzerne (oder an deren Tochtergesellschaften), die alles daransetzen, ihre maroden Atommeiler immer länger zu betreiben. EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall lachen sich jeden Monat neu ins Fäustchen, wenn sie auf ihr Konto gucken.
Dagegen hilft nur: Stromanbieter wechseln. Es gibt vier echte, von allen Umweltverbänden empfohlene bundesweite Ökostrom-Anbieter, die umweltfreundlichen Strom liefern und nicht mit den AKW-Betreibern verflochten sind: EWS Schönau, Greenpeace Energy, Naturstrom, Lichtblick. Oftmals sind deren Tarife sogar günstiger als die der Atomkonzerne. Also los! Einen der echten Ökostrom-Anbieter auswählen, Vertrag besorgen (online oder per Telefon bei der kostenfreien Ökostrom-Hotline), Vertrag ausfüllen und abschicken. Dauert insgesamt ca. fünf Minuten. Herzlichen Glückwunsch!
Jetzt folgt Stufe zwei: Überzeuge eine/n FreundIn, NachbarIn, KollegIn, ebenfalls zu wechseln. Du weißt ja schon, wie einfach das geht. Nützlich ist daneben der Stromwechsel-Flyer, den Du hier kostenlos zur Verfügung bestellen kannst.
Stufe drei: Öffentliche Stromwechselaktionen und/oder eigene Ökostrom-Kampagne. Wie wär’s mit folgenden Etappenzielen: atomstromfreies Haus, atomstromfreie Straße, atomstromfreier Stadtteil?

7. Informiere und argumentiere!

Du kennst das wahrscheinlich: Da schwärmt einer von der ach so sauberen Atomkraft. Du denkst an Atommüllberge in einstürzenden Salzgruben. An Tschernobyl, Harrisburg, die Beinahe-GAUs von Biblis, Brunsbüttel, Forsmark. An strahlende Schlammteiche bei den Uranminen. An die krebskranken Kinder rings um AKWs. Und trotzdem fällt Dir das schlagende Gegenargument gerade nicht ein. Dem können wir abhelfen: Mit den Argumente-Broschüren von .ausgestrahlt. 32 Seiten, handliches Hosentaschenformat, einfach zu lesen. Ideal auch zum Weiterverteilen und Auslegen oder als Grundlage für einen LeserInnenbrief. Alle Broschüren gibt’s im zum Bestellen oder als PDF zum Herunterladen im .ausgestrahlt-Shop.

8. Bleib auf dem Laufenden!

Der kostenlose, gedruckte .ausgestrahlt-Rundbrief flattert auf Wunsch alle drei Monate in Deinen Briefkasten: 16 Seiten A4, randvoll mit aktuellen Aktionen, Hintergrundinformationen, Nachrichten und Portraits von Anti-Atom-Aktiven. Hast Du eine Gelegenheit, den Rundbrief auszulegen oder zu verteilen, schicken wir Dir gerne auch jeweils ein ganzes Päckchen davon zu. Hier kannst du den .ausgestrahlt-Rundbrief bestellen

Der E-Mail-Newsletter von .ausgestrahlt hält Dich alle ein bis drei Wochen kurz und knapp auf dem Laufenden. Mit aktuellen Aktionstipps, politischen Einschätzungen und Hinweisen auf neue Anti-Atom-Materialien. Unverzichtbar für alle Aktiven und ebenfalls kostenlos. Hier entlang zur Abonnierung des Newsletters.

9. Schwarz-Gelb heimsuchen!

Sechs Landtagswahlen wollen CDU und FDP 2011 gewinnen, an erster Stelle die in Baden-Württemberg. Das könnte schwierig werden, nicht nur wegen Stuttgart 21. CDU, CSU und FDP wollen auch unsicherste, marode Uralt-AKW noch jahrelang weiterlaufen lassen. Das sorgt selbst unter den eigenen AnhängerInnen für massiven Unmut. Lege den Finger in die Wunde. Zum Beispiel so: Wo auch immer CDU, CSU oder FDP öffentlich auftreten, stehen auf einmal Atommüllfässer und -dosen herum. Strahlenschutz- und Dekontaminationstrupps im weißen Overall tauchen auf, Plakate warnen: "Schwarz-Gelb macht nur Müll." Das kommentierende Begleiten ist beliebig ausbaubar. Einziger Tipp: Immer schön freundlich bleiben – dabei sein ist alles.


Diese "Hausaufgaben gegen Atomkraft" gibt es übrigens auch als gedrucktes Heftchen im Hosentaschenformat, ideal zum Verteilen an alle FreundInnen und Bekannte. Du kannst es kostenlos im .ausgestrahlt-Shop bestellen.

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentiere diesen Post