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Eine Chronik der Gewalt

1. April 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

http://copyandpaste.blogsport.de/chronik/

 

Eine Chronik der Gewalt – über die uns bekannten Aktionen der Neonazis in Bückeburg

August 2010

28.8.2010
Anhänger_innen der Neonazi-Szene in Schaumburg und Ostwestfalen-Lippe greifen einen Antifaschisten in Bückeburg auf offener Straße an und schlagen ihn zusammen. Der Mann erleidet schwere Verletzungen und muss im Krankenhaus behandelt werden.
Bei diesem Angriff sind sowohl die jüngeren Neonazis aus Bückeburg beteiligt, als auch bekannte Szenegrößen des Netzwerkes „Westfalen-Nord“.

Dezember 2010

Anfang Dezember
Junge Nazigegner_innen aus Bückeburg finden Morddrohungen in ihren Briefkästen: Trauerschleifen und Werbung für ein Bestattungsunternehmen, in denen das Wort „Hausbesuche“ handschriftlich hervorgehoben wurde.

10.12.2010
Drei alternative Jugendliche treffen in innenstadtnähe, auf der Bahnhofstraße in Bückeburg auf eine Gruppe von Neonazis, nach einem Wortgefecht greifen die Neonazis an. Einer der alternativen Jugendlichen geht zu Boden und die Neonazis prügeln und treten weiter auf ihn ein, sodass er drei Schneidezähne verliert und schwere Gesichtsverletzungen erleidet. Er muss im Krankenhaus behandelt werden. Es folgt eine Operation und ein stationärer Klinikaufenthalt.

17.12.2010
Die Nazis aus Bückeburg besuchen eine Geburtstagsfeier auf dem Raif-Gelände hinter dem Bahnhof.
Als ein Punk auf der gleichen Party eintifft, treten die Nazis diesen die Eingangstreppe herunter, um ihn danach mit Teleskopschlagstöcken zu bedrohen. Sie zwingen ihn das Gelände zu verlassen.
Später am Abend wird ein Fotograf auf rechte Parolen in dem Konzertraum in dem die Party stattfindet aufmerksam, er verständigt die Polizei.
Diese ermittelt wegen Volksverhetzung.

31.12.2010

Im Verlauf des Silvesterabends greifen Vermummte die Wohnung eines Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Bückeburger Innenstadt an. Sie beschädigten mit Bierflaschen die Fensterscheiben einer anderen Anwohnerin.
Kurz darauf greifen drei vermummte Nazis mitten in der Bückeburger Innenstadt einen Jugendlichen an und schlagen ihn nieder. Sie benutzen Schlagstöcke und Schlagringe und fügen dem Jugendlichen erhebliche Verletzungen zu. Auch er muss anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Januar 2011

08.01.2011
30 bis 40 Neonazis ziehen gegen 22 Uhr vermummt und bewaffnet durch die Bückeburger Innenstadt. Dabei kommt es zu einem erneuten Angriff auf ein Wohnhaus, sowie auf einzelne Passant_innen, die für Angehörige der alternativen Szene gehalten werden. Bei der Attacke auf das Wohnhaus werden mit Pflastersteinen und Zwillengeschossen mehrere Fensterscheiben zerstört.

15.01.2011
Einer der Neonazis feiert seinen Geburtstag im „Snookers“, einem Lokal in der Bückeburger Innenstadt. Am selben Abend nimmt die Polizei in einem Parkhaus die Personalien von ca. 20 Nazis aus der Region Hannover-Umland und Hannover auf.

Februar 2011

18.02.2011
Das Auto einer Bückeburgerin wird von Neonazis fälschlicherweise für das einer Antifaschistin gehalten und entglast.

25.02.2011
In Bückeburg gibt es in der Innenstadt gegen 19 Uhr ein Zusammentreffen zwischen Nazis und alternativen Jugendlichen. Es kommt nur zu einem Wortgefecht, größere Auseinandersetzungen bleiben aus.
Wenig später jedoch tauchen am Bahnhof in Barsinghausen fünf vollbesetzte Autos, davon mindestens drei aus Schaumburg auf. Die Neonazis aus den Autos jagen
drei Junge „Falkenkellerbesucher“ am Bahnhof bis auf die Gleise. Von dort aus rufen die drei Jugendlichen die Polizei. Auch nach ihrem Eintreffen und trotz großer Präsenz und zugeforderter Unterstützung der Bückeburger Polizei werden die Gejagten weiter von den Nazis beschimpft und bedroht. Als maßgeblicher Initiatior der Aktion sollte sich später ein bekannter Neonazis aus Stadthagen/Bückeburg herausstellen. Zwei vollbesetzte Autos der Angreifer können entkommen bevor die Polizei eintrifft, doch in den drei kontrollierten Autos findet die Polizei Teleskopschlagstöcke, Sprühdosen und einen Gegenstand in der Form einer Pistole.

März 2011

02./03.03.2011
Einschüchterungsversuche in Bückeburg: Eine alternative Jugendliche bekommt Drohanrufe auf Handy und Festnetz. Sie wird vom Anrufer aufgrund ihrer Kontakte zur „linken Szene“ beschimpft.

08.03.2011

Die Neonazis belästigen Teilnehmer_innen des Treffen einer Schülerinitiative gegen Faschismus und fahren mit 2 Rollern und einem Auto am Jugendzentrum auf und ab.

11.03.2011
Zwei junge Frauen aus der alternativen Szene Bückeburgs begegnen in der Stadt einigen Neonazis und werden beschimpft. Später treffen die beiden zusammen mit einem Bekannten erneut auf die gleiche Gruppe. Die Leute aus der Gruppe jagen die drei Personen durch Stadt und umstellen anschließend das Casino, in das sie sich geflüchtet haben.

12.03.2011
Drei alternative Jugendliche werden in den frühen Abendstunden in der Innenstadt von Bückeburg auf einen immer wieder vorbeifahrenden Opel mit Mindener Kennzeichen aufmerksam. Kurze Zeit später, stürmen 5-6 Vermummte auf die Jugendlichen zu. Die Jugendlichen können flüchten und verständigen die Polizei.
Gegen 23.00 Uhr tauchen zwei bekannte Neonazis aus Bückeburg auf der Abiparty in Stadthagen auf, dort kommt es zum Wortgefecht mit einigen alternativen Jugendlichen. Die beiden Neonazis werden schließlich von der Security der Party verwiesen und beschädigten im Dabeisein von weiteren inzwischen eingetroffenen Rechten ein Auto auf dem Parkplatz.

13.03.2011
Gegen 1.00 Uhr nachts werden bei einem linken Jugendlichen in Röcke die Scheiben im Wohnhaus mit Flaschen eingeschmissen. Schon zuvor am Tag hatte er beobachtet, wie ihm bekannte Neonazis mehrfach an seinem Wohnhaus vorbeigefahren waren.

14.03.2011
Rund zehn Vermummte jagen gegen 18.30 Uhr am Rande der Innenstadt in Bückeburg einen Jugendlichen durch die Straßen, dieser kann sich in ein Wohnhaus flüchten.

15.03.2011

Die Schülerinitiative trifft sich erneut. Es fällt ein roter Astra mit Mindener Kennzeichen auf, welcher vollbesetzt mehrfach vorbeifährt. Die Insassen des Astras winken den Jugendlichen, scheinbar erfreut über deren Anwesenheit, zu.
Später am Abend werden die Neonazis beobachtet, wie sie mit Waffen und anderen Gegenständen in innenstadtnähe in ein Auto einsteigen und losfahren.

16.03.2011
Rund 20 vermummte Neonazis jagen in Innenstadtnähe alternative Jugendliche durch die Straßen.
Später versuchen sie einen ihnen bekannten Antifaschisten einzuschüchtern und fotografieren im Vorgarten durch dessen Fenster.

 

 


17.03.2011

Fünf Neonazis lauern zwei linken Jugendlichen in der Nähe eines Fitnessstudios auf, als ein junger Mann in deren Nähe auf einem Parkplatz parkt und dabei von den Nazis entdeckt wird. Sie jagen ihn in die Innenstadt, wo er Hilfe bei einer Gruppe Passant_innen sucht. Diese rufen die Polizei. Als die Beamt_innen eintreffen, weigern sich diese auf Anfrage des Geflüchteten nach seinem Auto zu schauen. Als er danach mit Freund_innen zu seinem Auto geht, finden sie ihn entglast, verbeult und mit abgetretenem Seitenspiegel vor. Die Polizei spricht von zufälligem Vandalismus und will keinen Zusammenhang mit vorherigen Geschehnissen erkennen können.

24.03.2011

Eine Gruppe von ca. 20 Neonazis sammelt sich vor der Wohnung einer, im Vorfeld bedrohten (siehe 02./03.03.2011), alternativen Jugendliche und belästigen sie erneut durch Anrufe mit Stimmenverzerrer. Die gerufene Polizei kommt eine Stunde später und nimmt den Vorfall zur Kenntnis.


Wir hoffen zwar, dass nicht, aber fürchten, dass Neuerungen folgen …

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