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Erneut Nazi-Anschlag in Bückeburg

18. Juli 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Pressemitteilung der Kampagne
„Copy and Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg vom 18.07.2011:
Erneuter Anschlag durch Neonazis in Bückeburg


Sehr geehrte Damen und Herren!

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 2011 kam es in Bückeburg abermals zu einem Anschlag auf ein Wohnhaus. Im Vorfeld fand, im Rahmen der Kampagne „Copy and Paste – gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg“, am Nachmittag des 16. Juli eine Kundgebung gegen rechte Gewalt in Bückeburg statt. Den Angriff auf das Wohnhaus interpretiert die Kampagne „Copy and Paste“ als direkte Reaktion der rechten Szene auf ihren Protest. Die Tatausführung trägt die Handschrift früherer Taten, die aus unserer Sicht eindeutig dem Umfeld der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ zuzurechnen sind. Diesem jüngsten Angriff ging bereits eine Reihe ähnlicher, auf unserer Homepage dokumentierter, Taten in Bückeburg und Umgebung voraus. Wie zuvor wurden dabei Außenfenster das Ziel nächtlicher Angreifer_innen. Wir als Kampagne verurteilen diesen erneuten Gewaltakt der Neo-Nazis auf schärfste. Zwei faustgroße Steine zerstörten dabei wiederum das Glas zweier Fensterscheiben. Hinter einem der beiden liegt das Zimmer eines dreijährigen Kleinkindes. Dieses befand sich zum Glück zur Tatzeit  nicht im Raum. Die  Polizei wurde auf Grund des Vorfalls hinzugezogen, äußerte sich bisher aber noch nicht öffentlich zum Sachverhalt. Aus Gründen des Opferschutzes wurden wir gebeten vorerst auf die explizite Nennung des betroffenen Haushaltes zu verzichten.
Dies ist für uns verständlich. Denn sollte der beschriebene Gewaltausbruch tatsächlich die Antwort auf eine friedliche Kundgebung sein, steht zu befürchten, dass die angerollte  Welle rechter Gewalt in absehbarer Zeit nicht ohne Weiteres verebben wird.

Felix Imfeld, Sprecher der Kampagne „Copy and Paste“: „An diesem zweiten Anschlag innerhalb einer Woche verdeutlicht sich die Strategie der hiesigen Naziszene: Das Schaffen von Angsträumen in der Öffentlichkeit geht einher mit direkten Einschüchterungsversuchen in der unmittelbaren Privatsphäre.“

Mit freundlichen Grüßen
Kampagne „Copy and Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg“, 18.07.2011

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