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focus.de 7.8.11 Proteste gegen Nazis in Bad Nenndorf, Gera, Berlin

7. August 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

DeutschlandProteste gegen Rechtsextremismus und NPD-Veranstaltungen

Sonntag, 07.08.2011, 12:39   focus.de
In mehreren Städten Deutschlands haben Tausende von Menschen am Wochenende gegen verschiedene Veranstaltungen von Rechtsextremen und der NPD protestiert. So zogen 1000 Menschen gegen ein NPD-Festival in Gera auf die Straße. Weitere 1000 protestierten gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen im niedersächsischen Bad Nenndorf.
Mehr als 2.000 Menschen haben am Samstag in mehreren Städten gegen Veranstaltungen von Neonazis protestiert. Im niedersächsischen Bad Nenndorf gingen knapp 1.000 Bürger gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen auf die Straße. Im thüringischen Gera beteiligten sich ebenfalls rund 1.000 Menschen an Kundgebungen gegen ein NPD-Festival. In Berlin demonstrierten mehrere hundert Leute gegen eine Plakataktion der rechtsextremen Partei.

Die Proteste in Bad Nenndorf, die von einem breiten Bündnis von Parteien, Vereinen und Kirchen organisiert wurden, richteten sich gegen den seit 2006 jährlich stattfindenden „Trauermarsch“ von Rechtsextremen zum Wincklerbad. Dort hatte die britische Armee nach dem Zweiten Weltkrieg ein Verhörzentrum für Nationalsozialisten eingerichtet. Am Samstagnachmittag zogen nach Polizeiangaben knapp 600 Rechtsextreme dorthin.

Die Gegendemonstration verlief nach Polizeiangaben friedlich. Es hätten sich nur relativ wenige gewaltbereite Linksautonome unter die Protestler gemischt.

Kleine Rangeleien rund um NPD-Festival

Auch die Demonstration gegen das NPD-Festival „Rock für Deutschland“ in Gera ging laut Polizei weitgehend friedlich über die Bühne. Es kam zu kleineren Rangeleien. Polizei und Linksautonome gerieten aneinander, als Anhänger der rechten Szene zum Konzertgelände auf der Spielwiese geführt wurden. Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt.

Zu dem Festival kamen etwa 600 Rechte. Deutlich mehr Gegendemonstranten beteiligten sich rund um das Konzertgelände an Kundgebungen. Auch nach dem Konzert gab es keine größeren Zwischenfälle.

Politiker von Linken, Grünen und der SPD unterstützten die Proteste in Gera. „Wir dürfen uns als Gesellschaft niemals dran gewöhnen, das Faschismus als Meinungsäußerung legitim sein soll“, sagte Thüringens Linksfraktionschef Bodo Ramelow. Er habe den Eindruck, dass die Rechten in diesem Jahr „aggressiver auftreten und ihre Gesinnung offener zur Schau stellen“. Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD) sagte: „Wir werden so lange hierher zurückkehren, bis die Spielwiese nazifrei ist.“ Die Grünen-Landtagsabgeordnete Astrid Rothe-Beinlich mahnte: „Es kann und darf keine Toleranz für Intoleranz geben“.

Bereits am Freitag hatten in Gera rund 200 Demonstranten friedlich gegen Rechts demonstriert. Die rechtsextreme NPD veranstaltet das Rechtsrock-Festival seit 2003. Die Proteste gegen das Konzert werden von einem Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und Kirchen unterstützt.
In Berlin-Köpenick protestierten am Samstagabend mehrere hundert Menschen gegen eine geplante Plakataktion der rechtsextremen NPD. Die Kundgebung nahe der NPD-Zentrale verlief laut Polizei friedlich. Die Demonstration richtete sich gegen eine Aktion der Rechtsextremen zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September. Der Berliner Landeswahlausschuss hat die NPD für die Wahl zugelassen.

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