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"Fremd im eigenen Land" eine zusammenfassende Geschichte der Sinti und Roma in Niedersachsen

19. Januar 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Historisches

Donnerstag, 26.1.12 um 11:00 Uhr im Historischen Museum Hannover
wird das
Buch vorgestellt. "Fremd im eigenen Land" eine zusammenfassende
Geschichte der Sinti und Roma in Niedersachsen nach
dem Holocaust. Mit der Veröffentlichung dieser Publikation
ist die Absicht verbunden, ein besseres Verständnis zwischen Sinti
und Roma  und Verwaltung und Politik zu schaffen.
 

 



Einladung zum Pressegespräch
am Donnerstag, 26. Januar 2012, 11.00 Uhr im Historischen Museum

Anlässlich der Buchvorstellung:

Reinhold Baaske/Boris Erchenbrecher/Wolf-Dieter Mechler/Hans-Dieter Schmid u.a.:
Fremd im eigenen Land                                                                                                                     Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust                                                       Bielefeld 2012, 192 Seiten mit DVD                                                                                              Verlag für Regionalgeschichte             ISBN 978-3-89534-789-4
Ein Projekt des Vereins für Geschichte und Leben der Sinti und Roma in Niedersachsen e.V.

Teilnehmer: Dr.Thomas Schwark, Historisches Museum Hannover
Reinhold Baaske, Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Leben der Sinti und Roma in Niedersachsen e.V.
Douglas Laubinger, Puppenspieler und Zeitzeuge
Rolf Keller, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

„Fremd im eigenen Land“ – so beschreiben viele Sinti ihre Situation in Deutschland nach 1945. Die Sinti und Roma, die den Holocaust in Niedersachsen überlebt hatten oder nach Niedersachsen als ihrer alten Heimat zurückgekehrt waren oder hier eine neue Heimat gefunden hatten, erlebten in ihrem Alltag in der Nachkriegszeit, dass die Diskriminierung und Ausgrenzung durch die Behörden und die Bevölkerung und die oft willkürliche und demütigende Behandlung durch die Polizei und die Ordnungsämter weiter bestand. Erst ab den 1970er Jahren – unterstützt durch die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma und durch das zivilgesellschaftliche Engagement bürgerlicher Gruppen – besserte sich allmählich ihre rechtliche und gesellschaftliche Position, während ihre wirtschaftliche Situation weiterhin prekär blieb.
Diese Entwicklung, aber auch die Annäherung und wachsende Kooperation von Kommunen mit ortsansässigen Sinti wird im Buch vor allem am konkreten Beispiel der Lebensumstände von Sinti in Hildesheim, Stade, Braunschweig, Leer, Hannover und weiteren niedersächsischen Orten nachgezeichnet. Ein eigenes Kapitel über die Roma in Niedersachsen ergänzt diese Darstellung, die in vielerlei Hinsicht wissenschaftliches Neuland betritt. Das Buch bietet die erste zusammenfassende Darstellung der Geschichte der Sinti und Roma eines Bundeslandes vom Ende der NS-Zeit bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Es soll dazu beitragen, ein besseres Verständnis zwischen den Sinti und Roma und der Verwaltung und Politik zu schaffen.
Es dient gleichzeitig als Begleitbuch der Ausstellung „Fremd im eigenen Land. Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust“, die erstmals 2009/2010 im Historischen Museum Hannover zu sehen gewesen ist und seitdem durch Niedersachsen wandert. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ hat Ausstellung und Buch maßgeblich gefördert und die „Stiftung niedersächsische Gedenkstätten“ einen großzügigen Beitrag zum Entstehen des Buches geleistet.
Beigefügt ist eine DVD mit lebensgeschichtlichen Interviews, die Schüler aus der Region Hannover mit Sinti dreier Generationen geführt haben.
Kontakt: Wolf-Dieter.Mechler@Hannover-Stadt.de  und Tel.:0511-1684-2387
Weitere Informationen zum Ausstellungsprojekt unter:
http://www.stiftung-evz.de/projekte/menschenrechte/sinti-und-roma/ausstellung-sinti-niedersachsen/

 
Historisches Museum Hannover     Für weitere Presseauskünfte wenden Sie sich bitte an:
   
Pferdestraße 6     Britta Sternberg
30159 Hannover    Historisches Museum Hannover
Tel.: (0511) 168 - 43052     Tel.: (0511) 168 – 42352
Fax: (0511) 168 – 45003     Fax: (0511) 168 – 45003
     
www.Historisches-Museum-Hannover.de    presse-hannover-museum@Hannover-Stadt.de

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