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Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

27. Januar 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Zug der Erinnerung

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Ministerpräsident Beck: Engagierte Gedenkarbeit bleibt notwendig
Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus hat sich Ministerpräsident Kurt
Beck für eine wachsame Kultur des Erinnerns und eine lebendige Gedenkarbeit ausgesprochen.
„Wer seine Vergangenheit vergisst, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht
gestalten. Deshalb haben wir eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass wir die Verbrechen der
Nationalsozialisten und das Leid der Opfer nicht vergessen“, sagte Ministerpräsident Beck. Der 27.
Januar 1945, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee,
stehe als Symbol für Menschenverachtung und Völkermord und markiere den tiefsten Punkt in der
deutschen Geschichte.
„Es darf keinen Schlussstrich geben. Es geht darum, dass jede Generation ihre Form und ihren Weg
findet, sich mit diesem Thema engagiert auseinanderzusetzen und Lehren aus der Vergangenheit zu
ziehen“, so Beck. Sein Dank gelte den vielen Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich in
einem „engen Netzwerk“ mit Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz befassen. Stellvertretend für alle
nannte er die federführende Landeszentrale für politische Bildung und die
Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen.
Mit dem Themenschwerpunkt des vergangenen Jahres „Die deutsche Reichsbahn in der
NS-Diktatur“ sei es in besonderer Weise gelungen, viele Menschen anzusprechen. „Gerade
Schülerinnen und Schüler, für die die Zeit des Dritten Reiches immer weiter entfernt ist, konnten in
der Ausstellung ‚Zug der Erinnerung’ das schreckliche Schicksal der jungen Opfer nachempfinden
und mit ihnen fühlen“, so Beck.

In diesem Jahr befasse sich die Gedenkarbeit schwerpunktmäßig mit dem sogenannten Westfeldzug
der deutschen Wehrmacht. Der international renommierte Zeichner und Grafiker Tomi Ungerer
werde in der Gedenkstätte KZ Osthofen eine Ausstellung gestalten. Er habe mit seiner Familie die
Okkupation seiner Heimat im Elsass miterlebt und viele Facetten des Nationalsozialismus in seinen
Werken festgehalten. „Wir wollen durch solche Projekte deutlich machen, dass es die
Nationalsozialisten waren, die mit ihrer menschenverachtenden Ideologie unvorstellbares Leid über
die Welt gebracht haben“, sagte Beck.
Ministerpräsident Kurt Beck wird morgen, am 27. Januar 2010, bei der Plenarsitzung des Landtages
aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus sprechen. Die Gedenkrede hält
Monsignore Klaus Mayer.

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