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Gesamtschule, Einstein-Abi,...

31. Januar 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

abi87.JPG
Liebe Eltern,
meine letzte Mail zur Abiturquote hat ja doch viele Reaktionen hervorgerufen. Der
ehemalige Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin schreibt vom
„gelungenen politischen Weckruf“ und Prof. Dr. Anne Ratzki weist darauf hin, dass auch im
Ausland nicht alles „Gesamtschule“ ist. „Irland trennt sogar noch Protestanten und
Katholiken“ schreibt sie.

Das unsere Politiker dafür sorgen das unsere
Kinder schlecht ausgebildet werden pfeift ja
sogar die Bildzeitung (19.9.2007) vom Dach:
„Wie viele Studien brauchen wir denn noch? Bis
die Experten in Bund und Ländern endlich
begreifen, dass der Anteil der Abiturienten in
Deutschland zu niedrig ist. Dass wir zu wenige
Studenten an den Unis haben. Und dass es eben
Unfug ist, 10-Jährige nach der vierten Klasse zu
sortieren die guten zum Gymnasium, die
schlechten lernen schon mal für Hartz IV. In
Europa haben das alle begriffen nur wir nicht!“
Aber das sehen nicht alle so. Es geht um
Privilegien, („ständisches Schulsystem“
Süßmuth) die erbittert verteidigt werden. Der
bayrische Gymnasiallehrer und Präsident des
Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus „geißelt
die sechsjährige Grundschule, weil die
Schüler darunter leiden, wenn zu spät
differenziert wird, und zeigt die ungesunde
Entwicklung immer höherer Abiturientenzahlen,
die in Hamburg bei 45 Prozent liegen, Baden-
Württemberg und Bayern liegen bei etwas über
20 Prozent.“ (FAZ vom 10. September 1998)
(Halloooooo: 20 Prozent!???)
Er kennt auch die Ursachen für unsere Misere. Es sind die dummen Ausländer. Er weiß zu
vermelden, dass „ein Ausländeranteil von mehr als zwanzig Prozent an einer Schule zu einer
„sprunghaften“ Verringerung des Leistungsniveaus führt“ („Begabung Migranten“ Januar
2009) wendet sich aber dagegen, dass Kinder mit Migrationshintergrund „gleichmäßig über
die Schulen verteilt werden,“ denn dann „gäbe es nach entsprechenden Verteilaktionen noch
viel mehr solcher Klassen.“ (Upps!) So etwas würde sich auch „nicht durchsetzen lassen, weil
Eltern solche Transportaktionen nicht mitmachen“ meint er und „dieses Problem hat auch mit
drei Jahrzehnten einer oft reichlich romantisierenden Einwanderungspolitik zu tun. Letztere
hat Fakten geschaffen, die die Möglichkeiten der Schulen erheblich einschränken, wenn nicht
gänzlich überfordern.“ (ebenda)
Die dummen Ausländer? „Laut Statistischem Bundesamt ist der Anteil der Abiturienten in
Deutschland unter
Migranten höher als
bei Deutschstämmigen.
(…) Das geht aus dem
Statistischen Jahrbuch
2008 hervor, das das
Statistische Bundesamt
in Berlin vorstellte.
(…) Danach hatten
2006 rund 21 Prozent
der Bürger mit
Migrationshintergrund,
aber nur 18 Prozent der
übrigen Bevölkerung in
Deutschland Abitur.

http://www.welt.de/vermischtes/article2541399/Migrantenhaben-oefter-Abitur-als-Deutsche.html

Bildungschancen von
Migrantenkindern
In Deutschland
erreichen mehr als 25
Prozent der Schüler der
ersten Generation, die
nicht in Deutschland
geboren sind und deren
Eltern aus dem
Ausland stammen, in
Mathematik nicht das
Basisniveau. Unter den
Jugendlichen der
zweiten Generation,
(denjenigen also hier
geboren sind) liegt der
Anteil sogar bei mehr
als 40 Prozent.

http://bildungsklick.de/a/28591/schlechte-bildungschancen-fuermigranten/

Mit anderen Worten:
Je länger man in
Deutschland lebt
umso mehr sinkt die
Bildung.


Aber, Kraus sieht das ganz anders: „der geringe Migrantenanteil in den neuen deutschen
Ländern sind auch Gründe dafür, dass die neuen Länder bei der jüngsten PISA-Auswertung
recht gut abgeschnitten“ (…) es einer
Ordnungspolitik, die einen sanften Druck
etwa auf Migranteneltern ausübt, damit ihre
Kinder das vorhandene Bildungsangebot
tatsächlich nutzen. Schließlich gilt auch für die
Kinder von Migranten die allgemeine
Schulpflicht.“
Ist das die geistige Elite, die unsere Kinder an
den Gymnasien unterrichtet? Der meistgehörte
Satz im Lehrerzimmer eines deutschen
Gymnasiums, so sagt man, ist: „Der gehört hier
doch gar nicht her“.
Dumm sein
ist keine Schande, dumm bleiben schon.
Dietmar Hof war 24 Jahre lang Lehrer am
Martin-Behaim-Gymnasium in Nürnberg,
(wo schon zu Beginn der 80er Jahre
Integrationsmodelle zum Einsatz kamen):
„Kinder mit Migrationshintergrund müssen zunächst Stärkung erleben. (…) als ernst
genommen erleben, auch als wertvoll mit dem, was sie an Erfahrungshintergrund
(gleichgültig, in welcher Sprache sich dieser manifestiert) mitbringen. Gleichzeitig müssen sie
sich in einer Gemeinschaft verankert erleben.“

http://talentimland.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Hof.pdf

Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums
(Erl. des MK vom 3.2.04 - 303-81011 (SVBl. Nr.3/2004 S.107):
„4. Organisation von Lernprozessen 4.1 Die Förderung der individuellen Begabungen,
Fähigkeiten und Neigungen sowie die unterschiedlichen Lernsituationen und Lernfortschritte der
Schülerinnen und Schüler erfordern einen angemessenen Einsatz vielfältiger Unterrichtsverfahren
und -formen. Aus den in Nr.2 angegebenen Zielen ergibt sich die Notwendigkeit,
Unterrichtsverfahren und -formen zu bevorzugen, die problembezogenes Denken anregen, geistige
Aktivität herausfordern, selbstständiges Lernen fördern sowie zu der Fähigkeit führen, mit anderen
zusammenzuarbeiten. Projektorientiertes Lernen und projektorientierte Arbeitsweisen sind
besonders gekennzeichnet durch fachübergreifende und fächerverbindende Fragestellungen und
Methoden und lassen es zu, dass sich die Schule außerschulischen Lernorten öffnet. (…)
4.3 Da die Schülerinnen und Schüler auf selbstständige Entscheidungen über ihren Bildungsweg in
der gymnasialen Oberstufe oder in berufsbezogenen Bildungsgängen vorbereitet werden sollen,
müssen sie in zunehmendem Maße an der Unterrichtsplanung und -gestaltung Anteil haben. Zu
Beginn des Schuljahres sind diese mit den Schülerinnen und Schülern zu erörtern. Von den
Lehrplänen ausgehend, sollen im Unterricht zudem fachbezogene und fachübergreifende sowie
fächerverbindende Themen von den Schülerinnen und Schülern selber gewählt oder eingebracht
werden können. (…)
5.7 Förderunterricht 5.7.1 Förderunterricht soll im Rahmen des wahlfreien Unterrichts für jene
Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden, die Kenntnisdefizite haben. Förderunterricht ist
vornehmlich in den Fächern Deutsch, Mathematik oder den Pflichtfremdsprachen anzubieten. Die
Teilnahme am Förderunterricht erfolgt auf Vorschlag der betreffenden Fachlehrerin oder des
betreffenden Fachlehrers in Abstimmung mit der Klassenleitung sowie den Erziehungsberechtigten.
6. Leistungsbewertung, Versetzung, Abschlüsse und Übergänge
6.1 Die Beobachtung, Feststellung und Bewertung der Lernergebnisse haben für die Schülerinnen
und Schüler die pädagogische Funktion der Bestätigung, Ermutigung, Hilfe zur Selbsteinschätzung
und Korrektur. Individuelle Lernfortschritte sind dabei zu berücksichtigen. In besonderen Fällen sind
die Erziehungsberechtigten über den Leistungsstand und über Lernschwierigkeiten gesondert zu
informieren.“

http://www.schure.de/22410/303/81011.htm

Niedersachsen - Logisch
Mindestgröße von….
a. Haupt- und Realschulen: Zwei parallele Klassen (geplant)
b. Gymnasien: Drei parallele Klassen
c. Gesamtschulen: Fünf parallele Klassen

„Am schlechtesten wird die Schulpolitik der Regierung beurteilt: 64 Prozent sind damit
unzufrieden - 2 Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Wer soll künftig entscheiden, auf
welche weiterführende Schule Kinder nach der vierten Klasse gehen? (…) Den Lehrern wird
bei dieser Frage am wenigsten getraut, ihre Entscheidung wollen nur 17 Prozent als Maßstab
haben.“ http://www3.ndr.de/sendungen/niedersachsen_1930/infratest112.html
Rügen setzt zum kommenden Schuljahr auf
die Integrative Gesamtschule, in der alle
Schüler ab 1. Klasse gemeinsam lernen
Zum neuen
Schuljahr wird
die Förderschule
abgeschafft.
Das erklärte Schulrat
Michael Kossow (…) Alle
Kinder werden an normalen
Grundschulen eingeschult.
Sollten im Unterricht dann
Defizite festgestellt werden,
gibt es eine gezielte
Förderung. Dafür gingen
Sonderpädagogen an alle Grundschulen.
Der gemeinsame Unterricht aller Kinder ist als Regelfall im Schulgesetz des Landes
festgeschrieben.

http://www.ostsee-zeitung.de/vorpommern/index_artikel_komplett.phtml?SID=79d392c736304630297f8a1a949b9b51&param=news&id=2660207

…um den Einmarsch in den Irak zu rechtfertigen
Süddeutsche Zeitung: Von Wolfgang
Koydl, London: „Tony Blair genügte
wohl das Geschwätz eines irakischen
Taxifahrers, um den Einmarsch in den
Irak zu rechtfertigen. (…) Institutionen
zogen das Geschwätz eines irakischen
Taxifahrers als Beleg für die
dramatischste und zugleich
umstrittenste These heran, die letzten
Endes zur Intervention im Irak führte
(…) Teil eines im September 2002 von
der britischen Regierung vorgelegten
Berichtes, (…) Doch erst jetzt wurde
die Quelle bekannt: der unbekannte
Taxifahrer. (…) Bericht unter dem Titel
"Das Versagen britischer politischer
und militärischer Führung im Irak" (…)
zwei zuverlässige Geheimdienstquellen
in London“
http://www.sueddeutsche.de/politik/666/496976/text/ Bild: http://www.thelondondailynews.com/images/tony_blair_is_a_wanker.jpg
Käßmann und Afghanistan: Pazifistin unter Beschuss
Sie hat gegen den Krieg in Afghanistan gepredigt
(…) "Nichts ist gut in Afghanistan" (…)
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), der obersten Vertreterin der 25
Millionen evangelischen Christen in diesem Land.
In ihrer Predigt am Neujahrstag in der Dresdner
Frauenkirche kritisierte sie den Kriegseinsatz der
Bundeswehr in Afghanistan - und forderte eine
Alternative zu dem Waffengang ein.
http://www.stern.de/politik/deutschland/kaessmann-und-afghanistan-pazifistin-unter-beschuss-1533791.html
„unsere Kirche sagt: Krieg soll nach Gottes Willen
nicht sein. Das war 1948 in Amsterdam beim ersten
Treffen des Ökumenischen Rates der Kirchen nach
dem Zweiten Weltkrieg der entscheidende Satz.
Auch nach den weitesten Maßstäben der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist
dieser Krieg so nicht zu rechtfertigen. Deshalb,
denke ich, muss die gewalttätige
Auseinandersetzung möglichst rasch beendet
werden. Wir brauchen eine klare Exit-Strategie.“
http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Kaessmann-fuer-Abzug-deutscher-Soldaten-aus-Afghanistan
Kirche plant IGS…
Die Gemeinden würden die Schul-Trägerschaft
abgeben. Das wäre die erste lutherische
Gesamtschule in Niedersachsen.
http://www.gaonline.de/index.php?id=129&tx_ttnews[tt_news]=24602&cHash=13f2a90dfa=3c6461d425
Dr. Klahr.: „Lutherische Kirche und Bildung gehören
zusammen. Wir sehen Bildung als Verpflichtung.” Von daher begrüße die Landeskirche die
IGS als Schulform, weil in einem integrierten Klassenverband unterrichtet werde.
http://www.emderzeitung.de/?id=20&nid=118271
Die SPD im Unterbezirk Aurich ist gegen eine Integrierte Gesamtschule (IGS) unter
kirchlicher Trägerschaft an den Standorten Pewsum und Hinte - und stellt sich damit gegen
Pläne des Krummhörner SPD-Bürgermeisters Johann Saathoff.
http://www.oz-online.de/index.php?id=542&did=24726

„Erlass entbindet IGS von der Pflicht
zum Turbo-Abi“

Integrierte Gesamtschulen (IGS) sollen
selbst entscheiden können, ob sie das
Abitur nach zwölf oder 13 Schuljahren
vergeben. Das geht aus einem Erlass des
niedersächsischen Kultusministeriums
hervor (…) „An der IGS ist so ein Abitur
der zwei Geschwindigkeiten möglich, in
zwölf oder 13 Jahren“, sagt der Leiter der
Hildesheimer Robert-Bosch-
Gesamtschule, Wilfried Kretschmer. Er
bewertet den Entwurf „überwiegend positiv“: Die IGS erhalte mehr Freiheitsgrade.
http://www.paz-online.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Erlass-entbindet-IGS-von-der-Pflicht-zum-Turbo-Abi
PE Elisabeth Heister-Neumann: „Kernelement ist dabei, wie das Abitur nach 12 Jahren
an allen Gesamtschulen durchgeführt wird. Nach der neunten Klasse entscheidet der
Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler, wer die Einführungsphase der Oberstufe
der Gesamtschule besucht.
Schülerinnen und Schüler, die am Ende der neunten Klasse dieses Leistungsniveau nicht
erreichen, würden dann, wie auch an den Haupt- und Realschulen, die dafür
vorgesehene 10. Klasse besuchen und haben die Chance, den Erweiterten
Sekundarabschluss I zu erreichen. Hieran anschließend gibt es wie bisher die
Möglichkeit, das Abitur über die Fachgymnasien, die Gymnasien oder die Oberstufe der
Gesamtschulen nach drei weiteren Schuljahren zu erreichen.
„Die Schulen erhalten eine Flexibilität bei der Fachleistungsdifferenzierung in den
Jahrgängen 5 bis 8“
Kommentar Saskia Döhner: „Der liberale IGS-Erlass ist ein kluger Schachzug der Regierung
und nimmt den Kritikern den Wind aus den Segeln.“
…in Pewsum und Hinte


Das ganze hübscher als PDF

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