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"Gleiche Arbeit – Gleiches Geld".

24. Februar 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

"Gleiche Arbeit – Gleiches Geld".

Aktionstagsauftakt mit Fackeln in Duisburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist Leiharbeit?

Arbeiter Metallindustrie

Seit 1972 ist Leiharbeit gesetzlich geregelt und war seither streng begrenzt. 2004 wurden jedoch fast alle Beschränkungen aufgehoben. Nun nehmen diese unsicheren und meist deutlich schlechter bezahlten Arbeitsverhältnisse stetig zu und ersetzen immer häufiger sichere Stammarbeitsplätze.

 

Im Normalfall ist ein Arbeitsverhältnis eine Zweierbeziehung zwischen einem Unternehmen auf der einen und einem Arbeitnehmer auf der anderen Seite. Der Arbeitnehmer stellt dem Unternehmen seine Arbeitskraft zur Verfügung. Im Gegenzug zahlt das Unternehmen ihnen dafür Lohn oder Gehalt.


Ein Leiharbeitsverhältnis hingegen ist eine Dreiecksbeziehung zwischen einem Arbeitnehmer, einem Verleiher und einem Entleiher. Angestellt und entlohnt wird der Arbeitnehmer von einem Verleiher. Dieser nutzt die Arbeitskraft des Arbeitnehmers jedoch nicht selbst, sondern stellt sie einem anderen Unternehmen, dem Entleiher, zur Verfügung. Dafür erhebt er eine Gebühr, die meist rund das Doppelte des Stundenlohns des Leiharbeitnehmers beträgt. Der Verleiher verdient also an jeder geleisteten Arbeitsstunde kräftig mit. Für den Entleiher ist ein Leiharbeitnehmer unter dem Strich meist teurer als ein normaler Beschäftigter, obwohl Leiharbeitnehmer in Deutschland für die gleiche Arbeit noch immer deutlich schlechter bezahlt werden dürfen als ihre festangestellten Kollegen. Dafür kann der Entleiher einen den Einsatz eines Leiharbeitnehmers sofort beenden, wenn er die Arbeitskraft nicht mehr benötigt.

Was regelt das Gesetz?

Der ursprüngliche Zweck von Leiharbeit war es, Unternehmen die Möglichkeit einzuräumen, kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte anheuern zu können, wenn Großaufträge mit dem eigenen Stammpersonal allein nicht bewältigt werden können oder Personalausfälle ausgeglichen werden müssen. So sah es das erste „Gesetz zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung“ von 1972 vor.


Mit der ersten Arbeitsmarktreform Hartz I wurden Anfang 2004 jedoch fast alle Einschränkungen der Leiharbeit aufgehoben. Seither können Verleihunternehmen ihre Beschäftigten je nach Auftragslage heuern und feuern. Und die Entleihunternehmen besetzen in immer größerem Umfang Stammarbeitsplätze mit Leiharbeitskräften, um jederzeit auf Auftragsschwankungen reagieren zu können.

Einige Unternehmen versuchen zudem den Leistungsdruck auf ihre Stammbelegschaft durch den Einsatz von übermotivierten Leiharbeitnehmern zu erhöhen, die sich in der Hoffnung auf einen dauerhaften Arbeitsplatz meist übermäßig verausgaben.

Zur Berichterstattung..

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