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Hannover/ Walsrode: Heer's Hells Angels Security schlagen zu HAZ 21.2.11

22. Februar 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

HAZ, 21.2.11

 

Schlägerei vor Club im Steintorviertel in Hannover

 

Drei Türsteher haben am Sonntagmorgen drei Männern den Eintritt zu einem Club im Steintorviertel Hannover verweigert. Die Situation schaukelte sich auf - und eskalierte bis zur Schlägerei. Dabei kamen auch Pfefferspray und ein Schlagstock zum Einsatz.

 

Die Polizei ermittelt gegen zwei Türsteher des Steintorklubs „Sansibar“ wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie sollen am Sonntagmorgen mit einem Teleskopschlagstock und Pfefferspray auf drei Männer losgegangen sein. Zuvor hatten sie dem Trio gegen 6.15 Uhr den Zutritt zu der Bar verwehrt. Die drei angetrunkenen Männer brachen einen Streit vom Zaun, der wenig später eskalierte. Einer der Abgewiesenen soll einem der Security-Mitarbeiter einen heftigen Tritt gegen das Knie versetzt haben. Die Sicherheitsleute sollen sich daraufhin zur Wehr gesetzt haben. Sie schlugen, nach Angaben der Polizei, mit dem Schlagstock auf die drei Männer ein und verletzten sie mit dem Pfefferspray. Ein Zeuge der Prügelei stoppte einen Streifenwagen und machte die Beamten auf den Vorfall aufmerksam. Die Polizei trennte die Parteien und stellte den Schlagstock sowie das Spray sicher. Die beiden 38 Jahre alten Türsteher sind bei der Behörde keine Unbekannten. Die Männer, die für die Firma Bodyguard Security von Frank Hanebuth tätig sind, sind bereits mehrfach wegen Rohheitsdelikten aufgefallen. Ihr Arbeitgeber, der gleichzeitig Chef der hannoverschen Hells Angels ist, verbüßte im Jahr 2001 sogar eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren, weil er einem Rocker im Streit den Kiefer und das Nasenbein gebrochen hatte. Die beiden Türsteher streiten jedoch ab, bei der Auseinandersetzung am Sonntagmorgen den Schlagstock und das Pfefferspray eingesetzt zu haben. „Die Gegenstände hatten wir zwar bei uns, aber wir haben sie nicht benutzt, wir haben uns lediglich gegen den überfallartigen Angriff der drei Betrunkenen zur Wehr gesetzt“, sagte einer der Verdächtigen. Nach Auskunft der Stadt, die als Ordnungsbehörde für Waffenfragen zuständig ist, ist es den Türstehern nach dem Waffengesetz erlaubt, einen Schlagstock mit sich zu führen. Allerdings darf dieser im Extremfall lediglich zur Androhung von Gewalt eingesetzt werden. Aus diesem Grund warte die Verwaltung, einer Sprecherin zufolge, die polizeilichen Ermittlungen ab. „Anschließend prüfen wir, ob wir ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Betroffenen einleiten können“, hieß es von der Stadt. Im Oktober hatte die Polizei bei einer Großkontrolle im Steintor bei einem der Türsteher ein verbotenes Einhandmesser entdeckt. Der 50-jährige Mitarbeiter der Firma Bodyguard Security war damals einer Zivilstreife ebenfalls vor der Sansibar in der Scholvinstraße aufgefallen, weil aus seiner Hosentasche ein Messergriff herausragte. Als die Beamten den Türsteher darauf ansprachen, gab er zu, ein Messer bei sich zu haben, und händigte es aus. Die Polizisten leiteten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den 50-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Der Türsteher erklärte sich anschließend mit der Vernichtung des Messers einverstanden. Alle Türsteher, die in Hannover tätig sind, müssen seit dem Jahr 2003 eine sogenannte Sachkundeprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) ablegen. Dabei geht es unter anderem um die Themen Straf-, Verfahrens- und Waffenrecht, Unfallverhütung und Umgang mit Menschen. Nach einem zweiwöchigen Kurs erfolgt eine zweiteilige Prüfung. Im ersten Teil müssen die Türsteher 72 Fragen schriftlich beantworten, dann erfolgt die mündliche Prüfung. Die Originalbescheinigung über die bestandene Prüfung muss anschließend beim Ordnungsamt vorgelegt werden. Dort wird dann geprüft, ob der Türsteher Vorstrafen hat, die gegen seinen Einsatz an der Tür sprechen.

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