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Hells Angels prügeln sich mit Fußballfans

4. Mai 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

 

von Stefan Schölermann




Der Vorsitzende des Walsroder Fußballclubs,"Germania", Günther Stube, würde die Uhr offenbar am liebsten zurückdrehen: "Es war ein Riesenfehler". Mit Riesenfehler meint er das Engagement einer Sicherheitsfirma namens Bodyguard Security für ein Match seines Clubs gegen die Konkurrenz des TuS Celle am vergangenen Wochenende. Denn Bodyguard Security ist ein Unternehmen, in dem Rocker der  Hells Angels das Sagen haben: Die Firma gehört unter anderem dem in Walsrode lebenden Bordellbetreiber und erklärten Hells Angel Wolfgang Heer, sein Sohn Michel, ebenfalls Mitglied der Hells Angels, ist Geschäftsführer der Firma.

Bei einem Fußballspiel in Walsrode sollen die schwarz gekleideten Mitarbeiter der Bodyguard Security auf Fans losgegangen sein. Die Security-Firma gehört einem Hells Angel.

Hells Angels gingen "übertrieben hart" vor

"Eingekauft" war die Firma nach Aussage des Vereinschefs, weil Mitglieder der berüchtigten "Celler Ultras" ihr Erscheinen zu dem Spiel angekündigt hatten. Diese wurden ihrem Ruf dann auch gerecht: Mehr als 30 Polizeibeamte wurden herbeigerufen, um die von den Ultras angezettelten Prügeleien zu stoppen. Die "Sicherheitskräfte" der Bodyguard Security dürften sich bei dem Bemühen, für Sicherheit zu sorgen, aus Sicht der Polizei nicht gerade mit Ruhm beladen haben. Polizeieinsatzleiterin Eva Peuert bescheinigte den Mitarbeitern der Firma ein "überaus ruppiges und übertrieben hartes" Vorgehen. Fazit: Sechs der insgesamt 20 Strafanzeigen wegen Körperverletzung gingen nach Polizeiaussage an die Adresse von Mitarbeitern der Bodyguard Security.

Debatte um Rolle der Rocker

Das Engagement der Rockerfirma hat in Walsrode eine Debatte wiederbelebt, die vor etwas mehr als einem halben Jahr schon einmal tiefe Gräben in der Stadt am Vogelpark gezogen hatte. Es ging um die Frage, welche Rolle die Rocker im Alltagsleben der Stadt spielen sollen und welche nicht. Ausgelöst hatte die Diskussion damals der Ratsherr der Grünen, Detlef Giesecke. Die Vorfälle vom Wochenende haben bei ihm erneut Sorgen ausgelöst: "Es kann doch nicht sein, dass die Sicherheit eines lokalen Fußballspiels in den Händen einer Firma liegt, in der Rocker der Hells Angels den Ton angeben", sagt er.

Hells Angels verteidigen Vorgehen

Vereinschef Stube sagt, er habe nicht gewusst, wer bei der Walsroder Sicherheitsfirma die Fäden zieht. Die Debatte um "Rocker in Walsrode" hatte im Herbst vergangenen Jahres auch in der örtlichen Presse immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Bodyguard-Security-Chef Wolfgang Heer weist die Vorwürfe zurück. Seine Leute hätten angesichts brutaler Gewalt mancher Fußballfans keine andere Wahl gehabt, als massiv einzuschreiten.

 

Quelle: NDR-Online

 

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