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Hells Angels wieder als Thema im Stadtrat

25. August 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

NDR bereitet Dokumentation über "die Macht der neuen Rocker" vor

Ob es was Neues aus dem Walsroder Rat zu berichten gibt? Mal überlegen. Der NDR war mit einem Team da, hat vor der Ratssitzung im Ratssaal, während der Sitzung von draußen durchs Fenster gedreht. Die Kamera hat bei einigen Ratsherren fürs „normale Kamera-Syndrom“ gesorgt, das selbst im privaten Bereich beim Anblick eines Kameraobjektivs zum Zwang führt, pseudowitzige Bemerkungen von sich zu geben oder vor Verunsicherung Grimassen zu schneiden. Neu ist die Anwesenheit von Kamerateams für Walsrode inzwischen nicht. Für die NDR-Redakteurin war sogar ein kleiner Tisch mit gekühlten Getränken eingedeckt worden. So geht man im Walsroder Rathaus eben mit Gästen von außerhalb um.

Walsrode. Titel der geplanten Dokumentation, die im Oktober als 45-minütige Reportage im NDR-Fernsehen gesendet werden soll: „Die neue Macht der Rocker“. Klar, dass der Film in Walsrode gedreht wird. Grünen-Ratsherr Detlef Gieseke weist im Rat auf den Bericht von Niedersachsens Innenminister Schünemann hin (eigentlich nicht unbedingt als grünenfreundlich verschrien). Schünemann habe auf die zunehmende Gefahr durch Rockerbanden bei der Organisierten Kriminalität hingewiesen und speziell die Stadt Walsrode als Negativbeispiel hervorgehoben, weil dort ein Sicherheitsdienst mit Mitgliedern der Hells Angels bei Veranstaltungen zum Einsatz komme. Noch kurz die Razzia des Landeskriminalamtes in Bordellen „eines Walsroder Kaufmanns, der hier anwesend ist“ ansprechend, meinte Gieseke unter Anfragen, darauf müsse der Rat Antworten haben.

Die fielen bei den Ratsfraktionen fast wortgleich aus: Hans-Henning Meyer (SPD) betonte: „Wir werden nicht zu laufenden Verfahren der Staatsanwaltschaft Stellung nehmen.“ Dr. Hans-Joachim Wangnick erklärte, es könne nicht angehen, dass der Rat aufgefordert werde, einen Bürger öffentlich an den Pranger zu stellen, wenn es keine rechtsverwertbaren Beweise gegen ihn gebe. Bürgermeisterin Lorenz wiederholte, dass die Stadt weder aktuell noch in der Vergangenheit Gelder aus der Hells Angels Kasse angenommen habe.

Zu Detlef Giesekes Ankündigung, man werde sich bei den neuen Haushaltsberatungen mit dem Budget für das Stadtmarketing zu befassen haben, weil es nach wie vor den Sicherheitsdienst mit den Hells Angels bei Veranstaltungen einsetze, erwiderte Hans-Henning Meyer, dieser Vorwurf sei bekannt und immer wieder in den Ratsgremien behandelt worden. Das Stadtmarketing habe einen rechtsgültigen Einjahresvertrag mit dem Sicherheitsdienst abgeschlossen. Beide Seiten würden diesen Vertrag erfüllen, nicht mehr und nicht weniger. Giesekes Vermutung: „Vermutlich denken Sie, Gieseke will sich mal wieder profilieren“, wurde im Rat nicht widersprochen.

Ach ja Neues? Die notwendigen Beschlüsse für die Erweiterung der Biogasanlagen wurden einstimmig gefasst. Erwähnenswert ist eigentlich nur ein anderer Beschluss: Mit großer Mehrheit hat der Rat abgelehnt, dem gerade erst gewählten allgemeinen Vertreter der Bürgermeisterin, Andre Reutzel, eine Aufwandsentschädigung von monatlich 160 Euro für die allgemeine Vertretung der Bürgermeisterin zu zahlen. Allgemeiner Tenor im Rat: Der „Neue“ verdiene schon so genug. Eckard Schulz

 

Quelle: www.wz-net.de Artikel vom 25.08.2011

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