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In der Krise? Demokratie stärken gegen rechts

10. Januar 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

afsk12.png

 

 15. Antifaschistische Sozialkonferenz
28. Januar 2012, 10.00 Uhr – 15.30 Uhr
Pavillon Hannover, Lister Meile 4
Die Wirtschaftskrise dominiert seit Jahren täglich unsere Schlagzeilen
und hat längst einen politischen und sozialen Charakter. Politische
Mitbestimmung wird immer weniger durch jeden einzelnen Bürger ausgeübt
und Entscheidungen werden häufi g unter vermeintlichen Sachzwängen
getroffen. Die wahren Bedürfnisse der Menschen fi nden sich
nur selten in Politik und Wirtschaft wieder.
Unsere Demokratie ist in der Krise an einem entscheidenden Punkt angekommen:
viele Menschen spüren, dass ihre sicher geglaubte Position
in der Gesellschaft bedroht ist und ihnen womöglich ein sozialer Abstieg
droht. Sie wählen unterschiedliche Strategien, um dem zu begegnen,
aber deutlich zeigt sich, dass es solche offenen Situationen Rechtspopulisten
und Rechtsextremen leichter machen, Fuß zu fassen. Solidarität
wird unter diesem Vorzeichen verkehrt und gilt als begrenzt. Damit wird
Solidarität systematisch bestimmten Bevölkerungsgruppen vorenthalten:
zunächst entlang den nicht nur rechtsextremen Ausgrenzungskategorien
Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, Glauben und Lebensstil.
Inzwischen wird aber auch die politische Meinungsbildung und politische
Aktivität nicht mehr geachtet, wenn sie nicht dem normativen Maß
entspricht. Und dieses Maß ist leider zu häufi g Stillhalten statt Engagement.
Wie verarbeitet die Mitte die Krise? Welche Einstellungsmerkmale und
Orientierungen haben die Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft?
Welche demokratischen Mittel können wir der rechtspopulistischen
Einfl ussnahme entgegensetzen? Wie kann politische Beteiligung möglich
gemacht und gesellschaftlich anerkannt werden? Und wenn es dann
mal schief gegangen ist: wie kann Politik und Zivilgesellschaft mit gewählten
Rechten in Parlamenten umgehen? Diesen Fragen und Themen
wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und diskutieren.
Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am
27. Januar 1945 und der Machtübergabe an die Nazis am
30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische
Sozialkonferenz durchgeführt.

PROGRAMM

Vortrag und Diskussion

Die Mitte in der Krise ?
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland
Johannes Kiess
Politikwissenschaftler und Mitglied der Arbeitsgruppe zum
Rechtsextremismus an der Universität Leipzig

Streitgespräch

Demokratie, offene Gesellschaft oder
law-and-order-Politik?
Sebastian Wertmüller
Bezirksgeschäftsführer Ver.di Braunschweig
Dietmar Schilff
Landesvorsitzender GdP Niedersachsen

Arbeitsgruppen

»Auf dem rechten Auge blind?« – Die Extremismusdiskussion
in Deutschland

 
Avanti – Projekt undogmatische Linke
Ole Petersen-Wemheuer
Ver.di-Jugend Bezirk Hannover/Leine Weser

Demokratie, offene Gesellschaft oder
law-and-order-Politik?

Sebastian Wertmüller
Bezirksgeschäftsführer Ver.di Braunschweig
Dietmar Schilff
Landesvorsitzender GdP Niedersachsen

Nazi-Militanz und Strategien der Einschüchterung –
Angstzonen und der Umgang damit am Beispiel Bückeburg

 
Martin Burgdorf
Rechtsextremismusexperte und freier Journalist



Mitglieder von neofaschistischen Parteien, Organisationen und
Zusammenschlüssen, sowie Personen, die uns als TeilnehmerInnen
von neofaschistischen Veranstaltungen und Aktionen bekannt sind,
erhalten keinen Zutritt!

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Parents 02/18/2012 21:50


Die Dokumentation der Veranstaltung liegt jetzt vor:


http://www.region-niedersachsen-mitte.dgb.de/Dokumentation_Ordner/15._Antifa_Sozialkonferenz/index_html?-C