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Kreiszeitung.de 21.11.11 -- viel los bei "Aufmucken gegen Rechts" in Weyhe

21. November 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland

Weyhes lautstarke Antwort auf rechtsextreme Gewalt

221.11.11|Weyhe|
||Schrift   a  /  A||

Weyhe - Von Marvin Köhnken · Zum elften Mal erklangen am Sonnabend die Klänge des „aufMUCKEn“-Festivals in der mehr und mehr „nazi-freien Gemeinde Weyhe“. 600 Gäste feierten mit den fünf angetretenen Bands bis weit nach Mitternacht und machten deutlich, dass Weyhe seit der Gründung des Aktionsbündnisses gegen Rechts Weyhe 2001 weniger denn je bereit ist, rechte Einflüsse zu tolerieren.

Foto: Köhnken

Als Wegbereiter des Festivals sorgen die „Scumpies“ für gute Laune auf der Tanzfläche. ·

„Die aktuelle Situation in der Politik führt uns vor Augen, welche Konsequenzen es haben kann, wenn nicht genau darauf geachtet wird, welche Aktivitäten von rechts im eigenen Umfeld stattfinden“, sagt Robert Steinbicker vom Organisationsteam. Gerade die Musik sei es, die von rechtsradikalen Gruppen dazu genutzt wird, um Nachwuchs und Interesse zu erzeugen. „Das aufMUCKEn ist die richtige Antwort darauf.“

In der mitunter trüben und kalten Jahreszeit gelang es schon der ersten Band des Abends, „The Eternal Spirit“, ihre Zuhörer mitzureißen und den Anwesenden einzuheizen. Die aus Weyhe stammende Gruppe verband klare Rockmusik mit lässigem Auftreten. Genauso wie die nachfolgenden „Watch Out Stampede“ sind die Musiker mit dem aufMUCKEn groß geworden. „Natürlich macht man keine Musik ohne dabei Spaß zu haben, aber beim aufMUCKEn und darüber hinaus bietet die Musik mit ihren Texten die Möglichkeit, die Menschen zu erreichen und etwas zu bewegen.“, findet Schlagzeuger Tolli und verspricht geheimnisvoll, mit „Watch Out Stampede“ im neuen Jahr so richtig durchstarten zu wollen.

Bilder vom Konzert

Die weiteren Bands des Festivals sind da schon einen Schritt weiter. Die „Scumpies“, kurzfristig für eine verhinderte Band eingesprungen und ursprüngliche Wegbereiter des Festivals, präsentierten ihr Nebenprojekt „AElement“ und ließen die Halle mit elektronischen Remixen beben. Mit den „Mad Monks“ und „5Bugs“ konnten auch in diesem Jahr echte Hochkaräter aus einer Vielzahl von möglichen Künstlern nach Weyhe geholt werden. Den Veranstaltern ist es damit geglückt, die Zuschauer größtenteils bis zum Abschluss des Abends vor der Bühne und in Bewegung zu halten.

Dass die Veranstaltung trotz gesunkener Besucherzahlen gelungen ist, hatten Robert Steinbicker und sein Team erneut der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Weyhe, dem Deutschen Roten Kreuz und den freiwilligen Helfern vor, während und im Anschluss an das Festival zu verdanken. Einer Kultur des Nichtbeachtens soll auf diese Weise Einhalt geboten werden, die über den Abend hinaus strahlt. Achtsam waren dementsprechend auch die Streetwatcher der Gemeinde, die auf den umliegenden Wegen und Straßen unterwegs waren.

Im nächsten Jahr, da sind sich mehrere Beteiligte des Aktionsbündnisses sicher, wird es wieder einen Konzertabend dieser Art geben. Die Ausgestaltung solle aber weiter entwickelt werden. Obwohl die anwesenden Musikfans gut unterhalten wurden, wollen die Organisatoren der Veranstaltung im zweiten Jahrzehnt ihres Bestehens neue Idee einfügen. Die Festivalbesucher dürfe dementsprechend gespannt sein.

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