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Kreiszeitung.de Verdener-Aller-Zeitung 14.10.10

14. Oktober 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

Auf dem Grundstück von Grünen-Ratsmitglied Detlef Gieseke wurden zwei Autos demoliert

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914.10.10|WalsrodeFacebook
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Walsrode - ALTENBOITZEN (sal) · Auf dem Grundstück von Detlef Gieseke, Mitglied der Grünen-Ratsfraktion in Walsrode, wurden in der Nacht zu Montag zwei Autos beschädigt. Unbekannte zerkratzten die Autos und zerstachen mehrere Reifen. Die Pkw seien außerdem mit schwarzer Bitumenfarbe beschmiert worden, so Gieseke in einem Schreiben an Bürgermeisterin Silke Lorenz und Walsroder Politiker. Auf den Autos seien schließlich bengalische Feuer und Knallkörper entzündet worden. Es entstand ein Schaden von zirka 3000 Euro.

Bei einem der Autos wurde die Heckscheibe eingeschlagen. Auf dem Grundstück waren zum Zeitpunkt der Tat sieben Kinder.

Gieseke sieht den Vorfall als Versuch, ihn einzuschüchtern und stellt einen Zusammenhang zur Vorbereitung einer Veranstaltung am 3. November in der Walsroder Stadthalle her. Titel: „Was steckt dahinter – Wie gefährlich sind die Hell‘s Angels? Was ist in Walsrode zu tun?“

Die ganze Angelegenheit hätte vor fünf Monaten begonnen. Seine Fraktion hätte den Stadtrat darüber informiert, dass die für den Walsroder Mittwoch beauftragten Sicherheitsdienste Wolfgang Heer und Frank Hanebuth gehörten. Auf Nachfrage hätte die Polizei bei Wolfgang Heer eine Verbindung zu den Hell‘s Angels bestätigt und von einer Zusammenarbeit abgeraten. Am 26. Juni hätte die Polizei den Rat und die Ortsvorsteher Walsrodes auf einen Grünen-Antrag hin über die Hell‘s Angels informiert. Das Fazit hätte gelautet, dass gesellschaftliche Ächtung nötig sei, erzählte Gieseke.

Ziel der Grünen sei es gewesen, Mitstreiter zu gewinnen, um dem Stadtmarketing und den Vereinen vor Ort zu empfehlen, nicht mit Leuten zusammenzuarbeiten, die führende Mitglieder der Hell‘s Angels seien. Dieses Vorhaben hätte allerdings keine Mehrheit bekommen.

Der Vorstand der Kaufmannschaft, in der Wolfgang Heer Mitglied sei, hätte Ende August festgestellt, dass nichts Gerichtsverwertbares gegen Heer vorliege. Darum könne man ihn nicht ausschließen und die Zusammenarbeit aufkündigen.

Gieseke: „Wir haben eine Menge Informationen, die deutlich machen, dass es nicht angeht, die Zusammenarbeit weiterzuführen.“ Diese sollten in der Veranstaltung am 3. November dargestellt werden. „Bisher gibt es in der Stadt noch keine wirkliche Unterstützung“, so Gieseke. Er hoffe, dass sich das ändert.

„Ich kann meine Familie nicht gefährden. Wenn niemand aus Walsrode die Bedrohung beantworten will, muss ich mich fragen, ob die Veranstaltung weiter stattfinden soll.“ Er wünsche sich, dass die Bürgerschaft Stellung bezieht.

Die Entscheidung über die Durchführung der Veranstaltung werde er zu einem späteren Zeitpunkt treffen, sagte der Politiker.

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