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Kundgebung mit Straßenfest an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau - 3.7.2011

19. Juni 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Umwelt

Jetzt am Ball bleiben! Sofortiger und endgültiger Atomausstieg –  

auch in Gronau! 3. Juli 2011, 13.00 Uhr 

Kundgebung mit Straßenfest an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau, 

Röntgenstraße 4, (Stadtosten). Mit Lebensfreude gegen die lebensfeindliche Atomkraft: 

Redebeiträge –- VolXküche -– Musik –- Infostände -– Tombola -– Jahrmarktattraktionen -- Sonne 

Wir wollen erneut in Gronau gegen die militärische und sogenannte zivile Nutzung der Atomenergie 

demonstrieren. In Gronau betreibt der Urenco-Konzern die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage, an der maßgeblich RWE und E.ON beteiligt sind. Mit Uran, das in Gronau angereichert wird, 

werden weltweit Atomkraftwerke betrieben. Aus dem „Atomausstiegspaket“ wurden Anlagen wie die 

UAA bisher bewusst ausgeklammert. 

Vor 25 Jahren: Offizielle UAA-Einweihung 

Nachdem die UAA 1985 mit der Produktion begann, wurde sie vor 25 Jahren, wenige Tage nach der 

Tschernobyl-Katastrophe, offiziell eingeweiht (12.06.1986). 2005 wurde von der damaligen rotgrünen NRW-Landesregierung der Ausbau der UAA und (!!) der Bau eines Uranmüll-Lagers (für 

60.000 Tonnen Uranoxid) genehmigt. Der Ausbau der UAA ist nahezu abgeschlossen, jetzt soll bald 

mit dem Bau der Uranmülldeponie neben der UAA begonnen werden. Ständig rollen hochgefährliche 

Urantransporte von und nach Gronau. Die rot-grüne Landesregierung kann und muss die UAA und 

den Bau des „Zwischenlagers“ stoppen. Es gibt weder Schutz vor Flugzeugabstürzen noch ein 

griffiges Entsorgungskonzept. Auch alle anderen Atomanlagen in NRW wie die GNS-AtommüllVerarbeitung in Duisburg und das Atomforschungszentrum in Jülich müssen gestoppt werden.  

Unermüdliche Spaziergängerinnen und Spaziergänger

Nicht nur die offizielle UAA-Einweihung hat in diesen Tagen „Jubiläum“, sondern auch der inzwischen 

traditionelle Sonntagsspaziergang, der immer am ersten Sonntag im Monat an der UAA stattfindet: 

Am 3. Juli wollen sich Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Grenzgebiet NRW-NiedersachsenNiederlande zum 300. Sonntagsspaziergang treffen! Vorbilder der UAA-Sonntagsspaziergänge waren 

z. B. die Sonntagsspaziergänge am Bauplatz der Atommüllfabrik (WAA) in Wackersdorf. Ursprünglich 

von den Grünen ins Leben gerufen haben die UAA-Sonntagsspaziergänge  keinen organisatorischen 

Rahmen: „Man trifft sich traditionell“, und das bei Kaffee und Kuchen der VolXküche. Die Beteiligung 

reichte bisher von 2 bis 200 Personen aus dem Grenzgebiet, aus Bonn, Bremen, Oldenburg... Man 

trifft sich, tauscht Informationen aus, oder hält beim Umrunden der UAA Ausschau nach 

Bahnwaggons oder LKW auf dem Anlagengelände, die Uranhexafluorid geladen haben könnten. 

Unterstützt werden die Sonntagsspaziergänge stets von Polizisten, die schon öfters die Zahl der 

TeilnehmerInnen verdoppelt hat. Immer wieder gibt es Debatten darüber, ob die Spaziergänge als 

Demonstration anzumelden sind, oder ob sie traditionell nach Gewohnheitsrecht stattfinden. Nach 

unserem Kenntnisstand gibt es traditionell für den 300. Sonntagsspaziergang keine Anmeldung.  

Druck auf die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung ausüben!

Unsere Hauptsorge gilt nicht der Bewertung friedlicher Spaziergänge: Unsere Sorge gilt der Gesundheit der Bevölkerung in Gronau, an den Uran-Transportrouten, an den Uranminen, an den Atomkraftwerken und Atommüll-Standorten. Die rot-grüne NRW-Landesregierung  und die Bundesregierung müssen merken, dass die Stilllegung der UAA Gronau auf der anti-nuklearen Tagesordnung 

nach ganz oben gehört.  

Für die sofortige und weltweite Stilllegung aller Atomanlagen! 

Wir rufen zur Teilnahme an der Kundgebung auf und bedanken uns gleichzeitig bei allen Menschen, die seit Ende 1986 

einmal, öfters, oder (fast) immer an den UAA-Sonntagsspaziergängen teilgenommen haben:  

Initiativen und Verbände: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen; Anti-Atom-Bündnis Münster; Arbeitskreis 

Umwelt (AKU) Gronau; BioStand "Möhrchen" (Gronau); Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN); Bundesverband 

Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU); Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“; Laka Foundation (Amsterdam, NL); Natur- 

und Umweltschutzverein Gronau (NUG); ÖTR, Öko-Technik Rottmann, Gronau; Robin Wood; SOFA Münster, Initiative für den 

sofortigen Atomausstieg; ver.di Ortsverein Gronau-Ahaus; Parteien und Wählergemeinschaften: Bündnis 90 / Die Grünen 

OV Raesfeld; Die Linke. Kreisverband Borken; DIE LINKE. Landesvorstand NRW; Grün Alternative Liste (GAL) Gronau; Grün 

Alternative Liste (GAL), Fraktion im Rat der Stadt Gronau; Unabhängige Wählergruppe (UWG) Ahaus; Unabhängige Wählergruppe (UWG), Fraktion im Rat der Stadt Ahaus und Einzelpersonen (Stand: 14.06.2011).  

Weitere Infos zur UAA Gronau: Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, www.aku-gronau.de, 02562-23125, Spendenkonto: 

Volksbank Gronau, BLZ: 401 640, 24, Konto: 110 551, 700. Stichwort: Kundgebung 3.7. 

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