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NDR.de 23.7.11 Red Devils feiern einjähriges von 8 Clubs in Landesbergen

23. Juli 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

 

Bislang alles ruhig bei Rockern in Nienburg

von Stefan Schölermann, NDR Info, und Angelika Henkel, NDR Fernsehen
Die Rückseite einer Lederjacke mit der Aufschrift "Hells Angels". © dpa - Bildfunk Fotograf: Ronald Wittek Detailansicht des Bildes Die Red Devils gelten bei der Polizei als "Nachwuchsorganisation" der Hells Angels. Rund 400 Rocker feiern an diesem Wochenende eine Riesenparty in Landesbergen im Landkreis Nienburg - unter den argwöhnischen Augen der Polizei. Während der ersten Nacht habe es aber keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend. "Die Nacht war ruhig." Wachsam bleiben die Beamten dennoch. Denn die Red Devils, die zu der Feier geladen haben, gelten als Unterstützerclubs der Hells Angels. Sie werden von bei der Polizei von den Spezialabteilungen für Organisierte Kriminalität beobachtet - obwohl sie selbst in der Region bislang nicht negativ in Erscheinung getreten sind.

Eine Party als Machtdemonstration?

Thomas Litzbarski organisiert das Treffen der Rocker, zu dem sich wohl etwa 400 Rocker angekündigt haben. Darunter sind verschiedene Motorradclubs, die sich den Hells Angels verbunden fühlen und zu einem Netzwerk zählen, das Ermittler äußerst kritisch sehen. Für das Landeskriminalamt allerdings ist klar: Hier geht es zwar auch, aber nicht nur ums Feiern. Man versteht das bei der Polizei auch als Machtdemonstration.
"Insbesondere durch das Tragen der Rockerkutten werden Revier und Machtansprüche markiert, andere Personen sind eingeschüchtert", erklärt Frank Federau, Sprecher des LKA in Niedersachsen. "Möchte sich ein anderer Motorradclub dort ansiedeln, sind gewalttätige Auseinandersetzungen vorprogrammiert."

Red Devils: "Wir wollen nur in Ruhe feiern"

Rocker der "Red Devils" in Neumünster © dpa Fotograf: Fabian Bimmer Detailansicht des Bildes Die Rocker fühlen sich zu Unrecht beschuldigt: "Wir wollen nur feiern", sagen sie. Thomas Litzbarski von den Red Devils Nienburg sagt, das Ganze sei eine Hetzjagd der Politiker: "Wir wollen einfach nur in Ruhe feiern. Die ständigen Unwahrheiten, die über uns verbreitete werden, nerven uns. Schwarze Schafe gibt es überall." Anlass des Treffens ist laut Litzbarski ein Jubiläum: Acht Red Devil Clubs aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen ihr einjähriges Bestehen feiern, ihre Ernennung als sogenannte "Vollcharter".
Ermittler lässt das Aufhorchen, denn gerade im vergangenen Jahr sind auffällig viele solcher Clubs gegründet worden. Steckt dahinter eine Taktik? Auffällig ist, dass rund um Hannover und entlang der Autobahnen Clubhaus-Gründungen zu verzeichnen waren. Bei der Polizei ist man sich sicher: Hier steckt die "Nachwuchsorganisation" der Hells Angels Gebiete ab.

LKA: "Rockerclubs streben nach Macht"

"Die Red Devils unterstützen die Hells Angels in Hannover", sagt Frank Federau vom LKA. "Sie haben wie die anderen Rockerclubs geschäftsmäßige Strukturen, ein ausgeprägtes Gewinn- und Machtstreben, sind hierarchisch aufgebaut". Auch der Oldenburger Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau warnt davor, die Ansiedelung von Red Devil-Clubs für Zufall zu halten. Red Devil Thomas Litzbarski möchte diese Aussagen nicht kommentieren, er sieht dahinter eine Verleumdungkampagne.

Samtgemeinde: "Keine Möglichkeit, gegen die Veranstaltung vorzugehen"

Der Samtgemeindebürgermeister in Landesbergen, Walter Busse, ist über die Veranstaltung nicht erfreut. Er verweist jedoch darauf, dass die Verwaltung keine Möglichkeiten gehabt habe, dagegen vorzugehen.
Anfang des Jahres hatten die Red Devils laut einem Bericht der Zeitung "Die Harke" nach einem Rockkonzert dem örtlichen Kindergarten 626 Euro gespendet, zur Unterstützung. Bei der Polizei sorgte das für Stirnrunzeln: Sie befürchtet grundsätzlich, dass die Rockerszene dies nicht nur aus sozialen Antrieb tut, sondern auch aus taktischen Gründen.

 

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