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Neupack-Betriebsrat informiert 24.7.13 -- Der wirkliche Grund fürs Scheitern der Verhandlungen

24. Juli 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #soziale Gerechtigkeit - gewerkschaftliche Kämpfe

 
P R E S S E M I T T E I L U N G
IG BCE zu neuen Entwicklungen im Arbeitskampf bei Neupack: Ein provoziertes Scheitern?

Management schiebt zuvor nicht gestellte Forderungen nach

Hamburg/Rotenburg – Bei den finalen Verhandlungen der
Fachleute der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
(IG BCE) und des Betriebsrats der Firma Neupack Verpackungen
sind neue Probleme aufgetreten.
Das Management des Unternehmens schob in den vergangenen
Tagen neue Forderungen nach, die zuvor kein Bestandteil des im
Frühsommer beschlossenen Verhandlungspaketes waren:
Neupack verlangt vom Betriebsrat nun auch die Zustimmung zur
dauerhaften Einstellung von 57 früheren Leiharbeitern, die jetzt
befristet beschäftigt sind. Neupack macht einen Gesamtabschluss
von der Zustimmung abhängig. Der Betriebsrat hatte den Antrag
aber bereits abgelehnt. Damit sind die Verhandlungen aus
Neupack-Sicht gescheitert.
Offenbar plant Neupack die betriebliche Zukunft mit den
Streikbrechern – letztlich mit der Gefahr, dass die regulären
Arbeitsplätze dadurch gefährdet würden.
Nach Auffassung der IG BCE hätte Neupack aber klar sein
müssen, dass weder IG BCE noch Betriebsrat das fertige und aus
Sicht der Arbeitnehmer gute Verhandlungspaket wieder öffnen
würden. Daher dränge sich der Verdacht auf, dass das Scheitern
provoziert wurde.
Zuvor hatte es zum Abschluss der Betriebsvereinbarung nur noch
wenige offene Punkte aus den Verhandlungen des Frühsommers
gegeben, die auf unterschiedlichen Interpretationen der
Beschlüsse beruhten. Für sie wären sehr wohl konkrete Lösungen
möglich gewesen. Dadurch, dass Neupack aber das Prinzip des
„Entweder-oder“ verfolgte, wurden diese Themen am Dienstag
gar nicht erst besprochen.
Zum weiteren Vorgehen ist nun kurzfristig die detaillierte
Information der bei Neupack organisierten IG BCE-Mitglieder
geplant. Weder Betriebsrat noch IG BCE werden das von
Neupack initiierte „Schwarze-Peter-Spiel“ tolerieren: Ziel ist nach
wie vor der Abschluss des Verhandlungspaketes auf der Basis der
offiziell ausgehandelten Ergebnisse..“




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Soli-Kreis Neupack

Wir trafen uns gestern, aber nur relativ kurz. Hauptsächlich ging es um die Fertigstellung des Doku-Films. Es sollen noch einige Interviews mit Beschäftigten gemacht werden.

Es wurde berichtet:
Krüger begrüßt seine Streikbrecher mit Handschlag (er zahlt ihnen ja auch mehr, als den PackerInnen der Stammbelegschaft), hat nichts dagegen, wenn sie Ohrringe und dergleichen tragen.
Das Gegenteil bei den ehemals Streikenden: Keine Begrüßung, Verbot, Schmuck zu tragen. Das war ja ähnlich, nachdem die Streikenden von der IG BCE-Führung zum Arbeitseinsatz geschickt wurden: Sie bekamen Abmahnungen, weil sie keinen Hörschutz trugen, während die Chefs das bei den StreikbrecherInnen "übersahen".
Aber laut streikinfo der IG BCE ist der Nasenfaktor durch die Betriebsvereinbarung beseitigt!!

Das Verfahren zu Murat beim Arbeitsgericht Hamburg, das am 31.7. stattfinden sollte, ist auf Ende September verschoben worden!



Nächstes Treffen des Soli-Kreises ist am Dienstag 30. Juli um 17 Uhr am/im Container. Er soll bis Ende des Monats stehen, weil bis dahin bezahlt.

gruß von
dieter.

PS

Arbeitsgericht, Inge Hannemann
....Am 30. Juli vor dem Hamburger Arbeitsgericht.  Im Rahmen eines Eilverfahrens Anfang Juni (Aktenzeichen: 15 Ga 3/13) vor dem Arbeitsgericht Hamburg ist ein Termin zur Fortsetzung der Verhandlung für Dienstag, den 30. Juli 2013 um 12.00 Uhr in Saal 112 im Arbeitsgericht in Osterbekstraße 96 in Hamburg anberaumt worden. (Zitat Ende).

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