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Nienburg 15.12.10: Friedenskonzert in Kreuzkirche - Militärmusik in Martinskirche

6. Dezember 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kirche

 

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Friedenskonzert in der Kreuzkirche

Nichts ist gut in Afghanistan

 

Am Mittwoch, den 15.12.2010, um 19.00 Uhr veranstaltet die Kreuzkirchen­gemeinde ein Konzert für den Frieden. Der Eintritt ist frei. Spenden werden an den Verein „Schulen in Afghanistan“ e.V. Hamburg weitergeleitet.

Das Konzert bietet eine Alternative zu der gleichzeitigen Veranstaltung in St. Martin, wo auf Einladung des Kirchenkreises Heeresmusiker konzertieren. Der kurzfristigen Einladung in die Kreuzkirche sind spontan viele mit­wirkende Musiker gefolgt.  Ergänzt wird das Programm durch Lesungen zur Friedensthematik.

Die Mitwirkenden fühlen sich mit vielen Mitgliedern von Kirchengemeinden verbunden, die sich mit einem adventlichen Militärkonzert nicht identifizieren können und einen engen Schulterschluss zwischen Kirche und Militär für bedenklich halten.

Nichts ist gut in Afghanistan!“ Dieser Satz Margot Käßmanns ist heute mehr noch als vor einem Jahr als Warnung zu verstehen vor einer weiteren Eskalation des Konfliktes, der sich zurzeit gerade verschärft. Denn die amerikanische Doktrin, ‚Frieden durch einen verstärkten Einsatz von Kampftruppen zu erreichen’, wird umgesetzt.
Im Januar 2011 muss der Bundestag darüber entscheiden, ob das Mandat der Bundeswehr für Afghanistan verlängert wird. In dieser Situation muss die Forderung nach einem Abzug nachdrücklich zu Gehör gebracht werden.
Den Frieden durch Waffengewalt erringen zu wollen, ist der falsche Weg.

In der letzten Zeit verstärkt sich die Tendenz, den Krieg in Afghanistan zu verharmlosen und um Sympathie für den Einsatz der Soldaten zu werben. Dem einzelnen Soldaten wird das Wohlwollen der öffentlichen Meinung wenig helfen, wenn er sich im Kampfeinsatz gezwungen sieht zu töten. Für die Zivilbevölkerung, nicht nur für die afghanische, werden die Folgen noch verheerender sein, wenn das öffentliche Bewusstsein wieder in den Irrtum zurückfiele, Kriege seien letztlich unvermeidbar, oder Krieg ließe sich rechtfertigen, wenn man den Raster zur Überprüfung der Anwendung rechtswahrender Gewalt nur eng genug knüpfte.

„Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“. Diesem Widersinn kann die breite Mehrheit der Bevölkerung schon seit langem nicht mehr folgen.
Aber auch jedes andere Argument für den Einsatz der deutschen Bundeswehr über den Verteidigungsauftrag hinaus ist nicht haltbar. Solchen Argumenten muss die Kirche zusammen mit allen Friedliebenden widersprechen – in gemeinsamer Mitverantwortung für den Frieden in der Welt.

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