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NP 5.1.12 -- Nazi-Hauswurfsendungen in Hannover

5. Januar 2012 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland


Neonazis

Neonazi-Anschlag auf unsere Briefkästen

Hunderte von Hannoveranern sollen in den nächsten Tagen und Wochen eine Hauswurfsendung von Neonazis bekommen. Die rechtsextremistische Gruppierung „Besseres Hannover“ gibt eine neue Zeitung heraus: „Der Anschlag“.
Auf ihrer Homepage weisen die Neonazis „Besseres Hannover“ auf ihre neue Zeitung „Der Anschlag“ hin.
© Behrens
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Hannover . Das Pamphlet verunglimpft in Hannover lebende Migranten und ruft die „neue Nation“ zum Umdenken auf. Motto: „Heute seid ihr tolerant, morgen fremd im eigenen Land!“
Auf der Homepage der Neonazi-Organisation ist das Machwerk schon zu lesen. Ein anonymer Schreiber schimpft über die „kapitalistische Monokultur“ Hannovers in Form von Raschplatz, Aegi und Nicki-de-Saint-Phalle-Promenade. Er kündigt an, er werde „noch einen kleinen Spaziergang mit Sprühdose und Aufklebern machen, um die größten optischen Flachheiten Hannovers wenigstens ein bisschen zu korrigieren“.
„Diese Ankündigung zu sprühen, ist strafrechtlich nicht relevant“, sagt Polizeisprecher Stefan Wittke. Die Polizei habe die Zeitung inhaltlich genau überprüft: „Ihre Tendenz ist eindeutig und in Teilen unerträglich.“ Trotzdem gebe es keine Möglichkeit, gegen die Verteilung vorzugehen. Anders als bei der (ebenfalls von „Besseres Hannover“ herausgegebenen) Schülerzeitung „Der Bock“. Eine Ausgabe ließ die Ermittlungsbehörde konfiszieren.
Diesmal gebe es „keine Anhaltspunkte für strafbares Verhalten“, stellt Irene Silinger von der Staatsanwaltschaft Hannover fest. Das gilt auch für Formulierungen wie, der Anschlag könne „jeden treffen, der in Hannover wohnt und einen Briefkasten hat. Auch jeden, der durch Hannover geht und zwei Hände hat“. Die Zeitung soll monatlich erscheinen. In welcher Auflage und wo, ist nicht bekannt. Wer kein Privatgrundstück hat und den Verteilern Hausverbot erteilt (Silinger: „Wenn sie das missachten, begehen sie Hausfriedensbruch“), hat nur eine Möglichkeit, der rassistischen Schwadroniererei zu entgehen: den „Anschlag“ ungelesen entsorgen. (Vera König)

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