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Pressemitteilung: Neonazis bedrohen Antifaschisten

19. August 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - lokal

Pressemitteilung

Neonazis bedrohen Antifaschisten


Schneverdingen. Dies sei die "1 und letzte Verwarnung" (Fehler im Original) heißt es in der Überschrift eines Drohbriefes, der am vergangenen Freitag den 13. August 2010 im Briefkasten eines bekannten Antifaschisten lag. "Ab sofort werde ich dich für jede Antifaschistische Aktion [...] Persönlich verantwortlich machen" (Fehler im Original) steht in großen Lettern auf dem Papier geschrieben. Dabei steht nicht nur das Datum der Zustellung in einer Tradition des Unglücks und der Bedrohung.

Dass Neonazis immer wieder versuchen, Andersdenkende mit Hilfe von Bedrohungen und der Anwendung von körperlicher Gewalt einzuschüchtern, sorgte bundesweit in der Vergangenheit mehrfach für Entsetzen. Vorallem in und um Schneverdingen suchten bekannte Neonazis mehrfach die Konfrontation mit politisch Andersdenkenden. Dies geschah vorallem dann, wenn die NPD im Wahlkampf mitwirkte und sich die "Snevern Jungs" als Wahlkampfhelfer im Dienste der NPD sahen.

Doch die Kameradschaft "Snevern Jungs" fungiert auch als eine Art Label, unter dem sich vermehrt rechte, gewaltbereite Skinheads sammeln und bei rechten Veranstaltungen gemeinsamen mit dem festen Kern der "Snevern Jungs" auftreten. Zeitgleich bekleidet der Kopf der "Snevern Jungs", Matthias Behrens, den Posten des stellvertretenden Landesvorsitzenden der NPD-Niedersachsen. Aber auch in dem als militant geltenden NPD-eigenen "Bundesordnerdienst" und im "NPD-Unterbezirk Lüneburg" besetzen Mitglieder der "Snevern Jungs" und der Frauenkameradschaft "Düütsche Deerns" (Schneverdingen/Celle) weitere Ämter.

Die ursprünglich um Prestige bemühten "Snevern Jungs" zeigen nun offen und eindeutig ihre politische "Kampfbereitschaft" und machen dabei keinen Hehl aus ihrer politischen Gesinnung. Da verwundert es auch wenig, dass dem Betroffenen "mit erheblichen körperlichen Konsequenzen" gedroht wird, sollte sich dieser weiter antifaschistisch engagieren. Abgeschlossen wird der Drohbrief mit der verbotenen Grußformel "Mit deutschem Gruß" (§ 86a STGB: Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen).

DGB-KulturAK SFA,  culture courage, antifaschistische initiative soltau-fallingbostel

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