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Pressestimmen zum "Erntefest" in Eschede

28. September 2010 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Norddeutschland


Cellesche Zeitung     Mo. 27.09.2010 :

"Widerstand in Eschede aufrecht erhalten"


Ohne Zwischenfälle sind am Sonnabend in Eschede das Erntefest auf dem Hof Nahtz und eine Protestkundgebung gegen das dortige Treffen der rechtsextremen Szene verlaufen. Rund 80 Teilnehmer zogen vom Bahnhof über die Hermannsburger Straße bis zur abgesperrten Kreuzung kurz vor dem Hof Nahtz.

Eschede. 130 Meter vor der Abbiegung "Zum Finkenberg" kommt der Protestzug zum Stehen. Ein Absperrgitter von Maisfeld zu Maisfeld quer über die Hermannsburger Straße versperrt den Demonstranten den Weg zur Zufahrt zum Hof Nahtz. Ein halbes Dutzend Polizisten hat sich postiert und gewährt nur landwirtschaftlichen Maschinen oder Passanten Durchlass.

Hintergrund des Protestzuges: Auf dem Hof Nahtz fand am Sonnabend um 14 Uhr ein Erntedankfest statt. Dort kamen über den Tag hinweg rund 100 Personen der rechtsextremen Szene aus dem norddeutschen Raum zusammen. Sie verlief laut Polizei ohne Zwischenfälle und erzielte keine Außenwirkung.

Eine Protestkundgebung mit etwa 80 Teilnehmern gegen das Treffen startete um 12.45 Uhr am Bahnhof in Eschede und zog über die Bahnhofstraße und die Bergenerstraße bis vor die Kreuzung vor der Straße Zum Finkenberg. "Es ist uns endlich vom Landkreis Celle erlaubt worden, in Sichtweite der heranfahrenden Neonazis unsere Kundgebung gegen Rechtsextremismus durchführen zu dürfen", sagte Gemeindepfarrer Wilfried Manneke von der Friedenskirche in Unterlüß, einer der Organisatoren der Demonstration. "Es ist Tradition, dass die Neonazis aus Celle mit nahe stehenden Kameradschaften und sonstigen Gruppierungen der extremen Rechten ihr so genanntes Erntefest bei Joachim Nahtz abfeiern." Laut Manneke war die Gruppierung der "Düütschen Deerns" wie in den vergangen Jahren an der Organisation des Festes maßgeblich beteiligt. Die Nazis nutzten die als "Brauchtumsfest" bezeichnete Veranstaltung nicht nur als Familienfest, sondern als Vernetzungstreffen. Letztes Jahr seien über 20 Kinder anwesend gewesen. Neben dem Ausleben von heidnisch-germanischen Riten würden gemeinsame Aktionen koordiniert.

Hartwig Erb, Vorsitzender des DGB-Regionalverbundes Nord-Ost-Niedersachsen und Organisator der Kundgebung, sagte: "Der Nationalsozialismus ist der falsche Weg für die Gesellschaft. Das ist ein Problem, auf das wir aufmerksam machen wollen." Es zeichne sich ab, dass der Hof Nahtz sich als zentraler Organisationspunkt für Nazis im Norden etabliere. Manneke bekräftigte, dass die Demonstrationsteilnehmer sich dieser Bewegung in den Weg stellen: "Wir lassen den Nazis keinen Raum." Alle Escheder sollten sich an Aktionen gegen Nazis beteiligen. "Wir werden den Widerstand aufrecht erhalten", sagte Erb. Neben Mitgliedern vom "Bund der Antifaschisten" und der "Antifaschistischen Aktion" waren auch Vertreter von Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD anwesend. "Wir wollen Flagge zeigen. Ich erwarte, dass wir irgendwann mit der CDU und der FDP hier stehen", so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Maximilian Schmidt.

 



Mahnwache demonstriert friedlich gegen Neonazi-"Erntefest" 



Eschede/Kr. Celle (epd). Mit einer Mahnwache und einer Kundgebung haben am Sonnabend etwa 100 Demonstranten im Heideort Eschede bei Celle friedlich gegen ein Treffen von Neonazis protestiert. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten sich bis zum Abend etwa 90 Rechtsextremisten auf einem abgelegenen Hof des Landwirtes und NPD-Mitgliedes Joachim Nahtz zu einem sogenannten "Erntefest" versammelt.

Zu dem Bürgerbündnis, das die Proteste organisierte, gehörten Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften und Parteien. Der Hof sei derzeit das Zentrum der Neonazis im norddeutschen Raum, sagte der evangelische Pastor Wilfried Manneke als Mitinitiator der Proteste dem epd. "Sie kommen hier zusammen, um neue Aktionen zu planen." Dazu gehörten menschenverachtender Rassismus und Gewalt. Noch im August habe es auf dem Hof ein Konzert mit sieben rechtsextremen Bands gegeben, zu dem 600 Neonazis aus ganz Deutschland gekommen seien.

Manneke kritisierte während der Kundgebung, dass nur wenige Einwohner aus Eschede gegen die Neonazis protestieren. Er erinnerte an die "Aktion Erntefest" der Nationalsozialisten, in deren Verlauf 43.000 Juden in Polen getötet wurden: "Unter dem Befehl Heinrich Himmlers wurden an einem einzigen Tag drei Konzentrationslager völlig ausgelöscht."

Bei den regelmäßigen Treffen der Neonazis werde der Zusammenhalt der Szene gestärkt, bekräftigte der Regionsvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hartwig Erb. Auf dem Hof Nahtz versammeln sich schon seit etwa 20 Jahren Alt- und Neonazis. Proteste dagegen gibt es Manneke zufolge seit 2007.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
26.9.10

 


POL-CE: Erntedankfest der rechtsextremen Szene in Eschede

Celle (ots) -

 Erntedankfest der rechtsextremen Szene in Eschede

Am Nachmittag des 25.09.2010 fand auf einem landwirtschaftlichen
Anwesen in der Gemeinde Eschede (Landkreis Celle) das Erntedankfest
der rechtsextremen Szene statt. Ein Landwirt aus Eschede, der seit
Jahren intensive Kontakte zur rechtsextremem Szene unterhält und
Mitglied der NPD ist, stellte wie bereits mehrfach in den vergangenen
Jahren der Szene sein Grundstück zur Verfügung.

Die "Düütschen Deerns" aus Schneverdingen hatten gemeinsam mit dem
NPD-Landesverband Niedersachsen zum Erntedankfest eingeladen.

Auf dem abgelegenen Hof kamen in der Zeit von 14.00 Uhr bis in die
späten Abendstunden des Tages rund 100 Personen der rechtsextremen
Szene aus dem gesamten norddeutschen Raum zusammen. Sie verlief ohne
Zwischenfälle und erzielte keinerlei Außenwirkung.

Bereits am Mittag des 25.09.2010 gab es unter der Federführung des
Deutschen Gewerkschaftsbundes eine Kundgebung mit anschließendem
Aufzug in Eschede. Rund 80 Personen beteiligten sich an der
Demonstration. Am Bahnhof in Eschede beginnend zogen die
Demonstrationsteilnehmer ab 12.45 Uhr über die Landesstraße 281 bis
rund 150 Meter vor die Zuwegung zum Finkenberg. Diese friedlich
verlaufende Versammlung wurde gegen 15.15 Uhr beendet.

Polizeibericht


 

Protest gegen Neonazi-Treffen in Eschede

Sonntag, 26. September 2010, 13:24 Uhr

Eschede (dpa/lni) - Ein Treffen von Neonazis hat in Eschede bei Celle am Wochenende Proteste ausgelöst. Rund 100 Rechtsextreme aus ganz Norddeutschland kamen nach Angaben der Polizei am Samstag auf einem Bauernhof zu einem sogenannten Erntefest zusammen. Etwa 80 Menschen demonstrierten dagegen, Zwischenfälle gab es nicht. Die Neonazis kommen bereits seit Jahren auf dem abgelegenen Hof eines Landwirts zusammen, der Mitglied der rechtsextremen NPD ist. Der Ort gilt als ein bekannter Treffpunkt für die rechtsextreme Szene. Zu der Gegendemonstration in Eschede hatten ein Pastor und der Deutsche Gewerkschaftsbund aufgerufen.

 


 

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