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Rolle der Frau in der Neonazi-Szene

13. Juni 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Kampf gegen Nazis - Bundesweit

Lesung in der Stadtkirche: Rolle der Frau in der Neonazi-Szene

Von Andreas D. Becker
Delmenhorst. Frauen spielen eine immer größere Rolle in der rechtsradikalen Szene. Dahinter steckt Strategie: "Weg aus der ,Schmuddelecke' und hin zur kommunalen Verankerung als durchaus wählbare rechte Alternative", sagt Andrea Röpke im Gespräch mit "im Blickpunkt", dem evangelischen Magazin für Delmenhorst.

Die Journalistin ist eine der besten Kennerinnen der rechtsradikalen Szene in Deutschland. Zusammen mit Andreas Speit hat sie nun das Buch "Mädelsache. Frauen in der Neonazi-Szene" veröffentlicht. Am Donnerstag, 23. Juni, tragen die beiden um 19.30 Uhr in der evangelischen Stadtkirche vor; der Eintritt ist frei.

Präsentiert wird die Veranstaltung von der Akademie der evangelischen Kirche Oldenburg, der Familienbildungsstätte und der Citykirche, unterstützt durch das Breite Bündnis gegen rechts. "Wir wollen mit dieser Veranstaltung hinsichtlich der Kommunalwahl auch noch mal auf rechte Strukturen in Delmenhorst aufmerksam machen. Wir wollen ja verhindern, dass die NPD in den Rat einzieht", erklärt Axel Erdmann von der Familienbildungsstätte. Und er weist darauf hin, dass sich die Veranstalter vorbehalten, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, wenn Mitglieder der rechtsradikalen Szene in der Kirche auftauchen sollten.

Zudem scheint es so, als wenn die Neonazi-Aktivitäten in der Stadt wieder zunehmen, nachdem es längere Zeit sehr still gewesen war. So veranstaltete die JN am 25. Mai ein Fußballturnier, und auf der Homepage wird auch von einer Wanderung am 5. Mai berichtet, wobei vor allem völkische Werte betont werden. Unheilvoll schließt der Beitrag mit dem Hinweis, "dass dies mit Sicherheit nicht der letzte gemeinsame Ausflug der JN Delmenhorst gewesen war".

Andrea Röpke/Andreas Speit: Mädelsache. Frauen in der Neonazi-Szene, Ch. Links Verlag Berlin 2011, 240 Seiten, 18 Schwarzweißabbildungen, 16.90 Euro

 

Quelle: Weser Kurier 10.06.2011

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