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Rukeli oder die Regeln des Respekts - Projekttage vom 12.05. - 30.06.

19. März 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Bildung

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Betr.: Pädagogisches Angebot - Projekttag „Rukeli oder die Regeln des Respekts“
Hannover, den 07.03.2011
Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,
vom 12.05.2011 bis zum 30.06.2011 wird auf dem Ballhofplatz die Skulptur „9841 –
Temporäres Denkmal für Johann Trollmann“ der Künstler „Bewegung NURR“ und Florian
Göpfert aufgestellt. Das Denkmal erinnert an das Schicksal des hannoverschen Boxers
Johann „Rukeli“ Trollmann, dem 1933 aufgrund seiner sinti-deutschen Herkunft der
Meisterschaftstitel im Halbschwergewicht aberkannt wurde und der von den
Nationalsozialisten verfolgt und im Konzentrationslager getötet wurde.
Das Netzwerk Erinnerung und Zukunft bietet zu diesem Denkmal – neben einem
facettenreichen Veranstaltungsprogramm - in Kooperation mit der Landeshauptstadt
Hannover – Fachbereich Bildung und Qualifizierung – Projekt Erinnerungskultur, dem Jungen
Schauspiel Hannover und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., BV Hannover,
ein umfangreiches Pädagogisches Programm an.
Schülergruppen ab Klasse 9 haben die Möglichkeit während eines Projekttages (Dauer ca. 4
Stunden) das Schicksal Trollmanns kennenzulernen, aber auch aktuelle Fragestellungen von
Ausgrenzung und Interkulturalität zu diskutieren.
Anhand eines Parcours in den Räumlichkeiten des Ballhoftheaters werden die Jugendlichen
spielerisch wichtige Lebenssituationen von Johann Trollmann nachempfinden und anhand
verschiedener Spielideen Mechanismen von Verfolgung begreifen und Ideen für ein gelebtes
respektvolles Miteinander entwickeln. Neben dem Parcours wird an dem Denkmal (einem
abgesengten Boxring in Originalgröße) assoziativ gearbeitet und die Lebensstätten von
Johann Trollmann in der Altstadt von Hannover besucht.
In dem angebotenen Pädagogischen Programm werden die Geschichte des
Nationalsozialismus sowie die Verfolgung der verschiedenen Opfergruppen – besonders das
Schicksal der Sinti und Roma - anhand eines biographischen Ansatzes mit regionalem
Schwerpunkt erzählt. Neben dem thematischen Schwerpunkt auf Lerninhalte des Fachs
Geschichte werden auch interdisziplinäre Fragestellungen aus den Fächern Politik und Ethik
thematisiert.
Das Pädagogische Programm wird entwickelt von der Theaterpädagogik des Jungen
Schauspiel Hannovers und Lehramtstudierenden des Historischen Seminars der Leibniz
Universität Hannover. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Einrichtungen der
historisch-politischen Bildung entsteht ein Programm, das auf dem neusten wissenschaftlichpädagogischen
Stand ist, bei dem die Schülerinnen und Schüler aber auch durch
abwechslungsreiche Spielideen zu einer aktiven Beteiligung motiviert werden. Das
Pädagogische Programm wird kostenlos angeboten.
Als inhaltliche Ergänzung wird der Besuch des Theaterstückes „Mer Zikrales – Trollmanns
Kampf“ des Jungen Schauspiels besonders empfohlen, in dem jungen Sinti vor dem
Hintergrund der Geschichte von Johann „Rukeli“ Trollmanns über ihr eigenes Leben
berichten.
Ausführliche Informationen zu dem Pädagogischen Programm erhalten Sie in Kürze bald in
Form eines Veranstaltungsflyers und auf unserer Website www.erinnerungundzukunft.de.
Voranmeldungen für Buchungen nehmen wir jetzt schon gerne entgegen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Kathrin Kühling
Koordinatorin des Netzwerks Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover
und
Ihre Julia Berlit-Jackstien
Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Bildung und Qualifizierung –
Projekt Erinnerungskultur

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