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SPIEGELonline 23.7.13 -- Hanbuth und Internationale Hells Angels auf Malorca festgenommen

23. Juli 2013 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

    23.07.2013  Panorama

Razzia gegen Hells Angels: Polizei nimmt Frank Hanebuth auf Mallorca fest

Hells Angel Frank Hanebuth: Bei Razzia auf Mallorca festgenommen Zur Großansicht
SPIEGEL TV
Hells Angel Frank Hanebuth: Bei Razzia auf Mallorca festgenommen
Die spanischen Behörden haben auf Mallorca eine Razzia gegen die Hells Angels gestartet. Dabei wurden mehr als 20 Rocker festgenommen - darunter nach Informationen von SPIEGEL ONLINE auch der frühere Chef des Hannoveraner Charters, Frank Hanebuth.
Palma de Mallorca - Bei einem Großeinsatz gegen Hells Angels auf Mallorca hat die spanische Polizei 25 Verdächtige festgenommen. Die meisten von ihnen stammten aus Deutschland, berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Polizeikreise. Zu den Festgenommenen gehört nach Informationen von SPIEGEL ONLINE auch Frank Hanebuth, der frühere Chef des Hannoveraner Charters der Hells Angels. Der Anwalt des 48-Jährigen, Götz von Fromberg, sagte auf Anfrage, er habe bislang noch keinen Kontakt zu seinem Mandanten.
An der Aktion seien Beamte aus mehreren deutschen Bundesländern beteiligt gewesen, meldete EFE. So erhielten die spanischen Behörden Unterstützung von zwei Ermittlern des Landeskriminalamts (LKA) Niedersachsen. "Zum Stand des Verfahrens können wir uns nicht äußern, die Federführung hat die Staatsanwaltschaft in Madrid", so LKA-Sprecher Frank Federau auf Anfrage.
Den Festgenommenen wird laut EFE Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Drogenhandel, Erpressung, Zuhälterei, Betrug und Urkundenfälschung zur Last gelegt. Einer der Rocker werde in Deutschland wegen Totschlags gesucht.
"Schwerer Schlag" gegen Hells Angels
An verschiedenen Orten auf der Insel seien 31 Wohnungen und Lokale durchsucht worden, sagte der spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz. Die Polizeiaktion sei ein "schwerer Schlag" gegen die Organisation der Hells Angels gewesen, die sich verschiedenen Formen der Kriminalität widme. Die spanischen Sicherheitskräfte seien von Europol sowie der deutschen, niederländischen und österreichischen Polizei unterstützt worden.
Die Hells Angels mit ihrem Emblem des geflügelten Totenkopfes sind der mitgliederstärkste Rockerclub weltweit. Hanebuth galt über viele Jahre als einer der einflussreichsten Bosse der international operierenden Gang. Der gelernte Zimmermann und Rotlichtunternehmer war lange Zeit Chef der Hannoveraner Hells Angels - bis die Gruppierung Ende Juni 2012 überraschend ihre Auflösung bekannt gab. Jahrelang hatte der Club das Amüsierviertel der niedersächsischen Landeshauptstadt kontrolliert.
Hanebuth war im Mai 2012 wieder in den Fokus der Ermittler geraten. Die Eliteeinheit GSG 9 stürmte seine Villa und durchsuchte das Anwesen im Norden Hannovers. Die Ermittler nahmen an, der Rocker habe einen Mord in Auftrag gegeben. Fast ein Jahr später stellte die Staatsanwaltschaft Kiel das Ermittlungsverfahren gegen Hanebuth sang- und klanglos ein. Es habe sich kein hinreichender Tatverdacht feststellen lassen, hieß es.
Hanebuth gehört ebenso wie vier andere Hells Angels aus Hannover seit einiger Zeit dem vor zwei Jahren auf Mallorca wiederbelebten Charter seines Clubs an. Vor einer Woche war er mit seinem Sohn in den Urlaub auf die Baleareninsel geflogen. "Ich bin dort in Verhandlungen, einen mittleren Gastronomiebetrieb zu übernehmen", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" kürzlich.
wit/jdl/dpa

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