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„Teilen Einstellungen der Hells Angels nicht“

14. Dezember 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

Gestern abend: Deutliche Mehrheit im Walsroder Stadtrat für Erklärung gegen „Qutlaw“-Motorradclubs

Mit deutlicher Mehrheit bei fünf Stimmenthaltungen hat der Walsroder Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung im Düshorner „Gasthaus Am Walde“ eine Erklärung gegen „Outlaw“-Motorradclubs, in diesem Fall gegen die Hells Angels, verabschiedet. SPD-Sprecher Dr. Bernd Schriewer und WBL-Sprecher Henning Schmale bezeichneten die Erklärung als einen „Kompromiss“ bzw. „den kleinsten gemeinsamen Nenner“, der aufgrund der verschiedenen Sichtweisen möglich war. Für Horst Kröger (Die Linke) handelte es sich um eine „schwache Erklärung“, die „nicht das Ende, sondern erst den Anfang der ganzen Geschichte“ darstelle.

Düshorn. Bürgermeisterin Silke Lorenz bat den Rat vor der Abstimmung aufgrund „der Wichtigkeit um ein deutliches Votum für die klarstellende Erklärung“. Detlef Giesecke (Grüne) dankte der Bürgermeisterin für die Initiative, die diese „gleich nach dem jüngsten Anschlag“ ergriffen habe. Eine Walsroder Sicherheitsfirma spiele eine zentrale Rolle in der Organisation der Hells Angels. Leider hätten die Aufklärungsveranstaltungen seit Anfang 2010 lange nicht zu dem gewünschten Echo im Stadtrat geführt. Das habe sich mit dem Einsatz der besagten Sicherheitsfirma bei einem Fußballspiel von Germania Walsrode geändert. Zwischenzeitlich seien in der Stadt Gräben aufgerissen worden, „und diese Erklärung bietet die Möglichkeit, im sachlichen Dialog die Dinge aufzuklären und in Zukunft zu verändern“. Giesecke forderte dazu auf, sich vom „gesetzlosen Treiben von Gruppen und deren Mitgliedern zu distanzieren“.

Für Dr. Hans-Joachim Wangnick (CDU) ist Walsrode keine Stadt der Engel, auch nicht der Hells Angels. „Walsrode ist eine liebenswerte Stadt am Rande der Lüneburger Heide mit nicht mehr und nicht weniger Problemen als andere Städte auch.“ Insbesondere sei Walsrode kein rechtsfreier Raum, in der kriminelle Umtriebe geduldet würden oder in der eine Nähe bestehe zwischen Politik, Verwaltung und Organisationen außerhalb der Rechtsordnung. Dr. Bernd Schriewer (SPD) forderte dazu auf, die Diskussion über das Thema Hells Angels wieder auf ein „realistisches Niveau“ herabzusenken. Die Erklärung sei ein Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen. Henning Schmale bedauerte, dass Walsrode überregional zu einer Rockerstadt degradiert worden sei . „Das Image von Walsrode ist im Eimer.“ Dagegen wünschte sich Horst Kröger (Die Linke) „mehr Solidarität mit denen, die einen A… in der Hose haben“.

 

 

Quelle: WZ-Net.de 14.12.2011

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