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Türsteher schlagen - Hanebuth-Heer-story HAZ 21.2.11

21. Februar 2011 , Geschrieben von Parents Veröffentlicht in #Hells Angels & Neonazis

NACH SCHLÄGEREI

Konsequenzen für Steintor-Türsteher

Nach der Schlägerei zwischen zwei Türstehern im Steintorviertel wird das Ordnungsamt Hannover darüber entscheiden, ob die Männer weiter für den Sicherheitsdienst arbeiten dürfen.


Die Schlägerei zwischen zwei Türstehern und drei Gästen am Sonntagmorgen vor der „Sansibar“ im Steintor wird auch ein Fall für die zuständige Ordnungsbehörde. „Dort muss jetzt über die weitere Beschäftigung der Wachmänner in der Firma entschieden werden“, teilte Stadtsprecher Klaus Helmer mit. 

 

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Am Sonntagmorgen hatten die Türsteher den drei betrunkenen Männern den Zutritt zu der Bar in der Scholvinstraße verweigert.

© Christian Burkert (Archiv)

Am Sonntagmorgen hatten die Türsteher den drei betrunkenen Männern den Zutritt zu der Bar in der Scholvinstraße verweigert. Daraufhin entwickelte sich ein Wortgefecht, das kurze Zeit später eskalierte. Das Trio griff die Türsteher an, verletzte einen der Männer am Knie. Die Security-Mitarbeiter sollen daraufhin einen Schlagstock und eine Dose Pfefferspray herausgeholt und sich damit zur Wehr gesetzt haben. Die Gäste erlitten Prellungen und Platzwunden im Bereich des Gesichts. Die Polizei ermittelt gegen die Türsteher wegen gefährlicher Körperverletzung. Beide Männer bestreiten, Schlagstock und Pfefferspray eingesetzt zu haben. Die Türsteher sind polizeilich wegen Rohheitsdelikten bekannt. Bislang sind aber alle Verfahren gegen die 38-Jährigen aus den unterschiedlichsten Gründen eingestellt worden. Sie gelten damit nicht als vorbestraft. Ohne Eintrag im Führungszeugnis sind die Männer nach Paragraf 34a der Gewerbeordnung als zuverlässig einzustufen. Damit sprach bislang nichts gegen eine Beschäftigung als Türsteher.

Das könnte sich nach dem Vorfall vom Sonntag ändern. Zuständig für die Überprüfung der Weiterbeschäftigung der Männer im Sicherheitsgewerbe ist in diesem Fall aber nicht die Verwaltung der Landeshauptstadt, sondern das Ordnungsamt Walsrode. Die Verdächtigen sind für Frank Hanebuths Unternehmen „Bodyguard Security“ tätig, das seinen offiziellen Sitz in der Stadt in der Lüneburger Heide hat und dort unter dem Namen „GAB Security“ firmiert. Rund 60 Mitarbeiter soll das Sicherheitsunternehmen beschäftigen. Die allermeisten von ihnen arbeiten vor den Türen der Steintor-Klubs und sind außerdem Mitglieder des hannoverschen Charters der Hells Angels.

„Gerade diese Konstruktion macht eine Überprüfung des Unternehmens sehr schwierig“, sagt Christian Erhardt, bei der Industrie- und Handelskammer zuständig für das Wach- und Sicherheitsgewerbe. Denn das Ordnungsamt Walsrode hat in Hannover keinerlei Befugnisse. Die Beamten sind immer auf die Hilfe der Kollegen der Landeshauptstadt angewiesen, können also nicht spontan reagieren. „Das macht den Prüfungsprozess umständlich“, erklärt der IHK-Experte. Grundsätzlich sei es so, dass Türsteher einen Schlagstock während der Arbeit bei sich tragen und ihn sogar, beispielsweise im Fall eines Angriffs, zum Einsatz bringen dürften. „Der Griff zum Schlagstock muss aber nach den Gesichtspunkten der Verhältnismäßigkeit erfolgen, und damit haben so manche in diesem Bereich ihre Probleme“, ergänzt Erhardt.

Tobias Morchner

 

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